Sachsen: „Zurück auf Los“ fordert Stopp der Regionalisierung Runder Tisch soll Dialog zwischen Kirchenleitung und Gemeinden initiieren

„Eine wichtige Erkenntnis der Reformation ist also, daß die Kirche die Gemeinde derer ist, die sich tatsächlich gemeinsam versammeln, um Gottesdienst und Sakramente zu feiern. An diese geistliche Größe, die an sich keine besondere Organisationsform verlangt, knüpfen die evangelischen Kirchen von jeher ihre juristische Struktur an. Die evangelische Kirche baut sich von unten auf. In der spezifisch deutschen Form der Landeskirche ist die Gemeinde dann eine „Körperschaft des öffentlichen Rechts“. Daß die Ortsgemeinde selbständig ist und ihre organisatorischen Angelegenheiten selbst regelt, ist tief im Erbgut evangelischer Christen verankert. Deshalb – und weil es aus der Logik der Gemeindearbeit nicht erklärt werden kann – trifft die Regionalisierung auf Ablehnung und Widerstand. Vorgaben werden nicht umgesetzt, weil man sie einsieht, sondern weil man sich fügt.“

Die zunächst in der Theorie erkennbare Problematik zeigt sich nun in der Praxis beim Umsetzen der Regionalisierung. Niemand will dieses bürokratische Monstrum. Entweder sind die örtlichen Kirchenvorstände dagegen oder sie machen mit, weil es nicht anders geht. Es gibt Gesprächsrunden, in denen „Schwarzer Peter“ gespielt wird, welche Gemeinden fusionieren müssen, um die sechs Schwestergemeinden zu erreichen.


https://www.openpetition.de/petition/blog/zurueck-auf-los-strukturreform-der-saechsischen-kirchenleitung-stoppen-neu-anfangen

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