Für wen ist Kirche da? Kirche kürzt Hilfe für Arbeitslose

Die Kürzungspläne der evangelischen Kirche im Rheinland bleiben nicht unwidersprochen (s. Infobox). Soweit sie Einschnitte in soziale Aufgaben betreffen, „gibt die Kirche sich selbst preis, wenn sie das umsetzt“, sagt der Geschäftsführer des Mülheimer Wohlfahrtträgers Diakoniewerk Arbeit & Kultur, Ulrich Schreier. […] Mehr noch als der Verlust von rund 45 000 Euro schmerzt den ordinierten Geistlichen Schreyer aber das „fatale Signal“, das der Rotstift hinterlässt. „Kirche ist für die am Rande der Gesellschaft da. Sind wir das nicht, entfällt die Begründung für Kirche.“ Artikel lesen

Download PDF

Unüberschaubar und menschenfern Pfarrerinnen und Pfarrer kritisieren Strukturreformen

„Gut 60 Theologinnen und Theologen, von der Küste bis zum Alpenrand, tauschen ihre Erfahrungen aus und schildern ihre Gefühlslage. Die ist – wenig überraschend – überall recht ähnlich: Meist handele es sich bei den Strukturreformen um unüberschaubare Prozesse, von außen verordnet. Manche Gemeinde würde regelrecht vernichtet, die Kirche entferne sich von den Menschen. So der vorherrschende Tenor in Worms.“ Artikel lesen

Download PDF

Verwaltung ist teurer geworden Verwaltungsleiter und Superintendenten sehen Verbesserungsbedarf

„Welche Schwierigkeiten sich bei der Umsetzung der Reform bisher ergeben haben, wollte die Kirchenleitung von Verwaltungsleitungen, Superintendentinnen und Superintendenten wissen und lud sie nach Wuppertal zu einer Anhörung ein. Rund sechzig waren gekommen, um mit der Kirchenleitung zu diskutieren. Die hörte nicht nur aufmerksam zu, sondern versprach auch, bei „Fehlern im Detail“ nachzusteuern.“ Artikel lesen

Download PDF

idea berichtet über KirchenBunt Neues Netzwerk kritisiert Landeskirche

Erst Chrismon, jetzt idea – die evangelische Nachrichtenagentur stellt unsere Initiative in einem eigenen Artikel vor.

Die Gründer befürchten, dass die presbyterial-synodale Ordnung der Landeskirche ausgehöhlt und den Gemeinden immer mehr Gestaltungskompetenz entzogen wird. Sie kritisieren, dass das Landeskirchenamt und die Landessynode auf der einen Seite drastisch sparen. So soll der landeskirchliche Haushalt 2018 im Vergleich zu 2012 um 35 Prozent (20 Millionen Euro) sinken. Aber auf der anderen Seiten hätten die Leitungsgremien eine kostenintensive Verwaltungsstrukturreform und die Umstellung des Finanzsystems auf das „Neue Kirchliche Finanzwesen“ (NKF) durchgesetzt, so die Initiative.

Artikel lesen

Download PDF

Erweiterter Solidarpakt – das Original! Wort-Meldungen veröffentlicht erstmals den Beschluss der Kirchenkonferenz der EKD im Wortlaut

Das Haushaltsrecht der Landessynode werde nicht eingeschränkt, hatte das Landeskirchenamt auf Nachfrage des WDR erklärt. Deshalb sei der Synode der Wortlaut des Erweiterten Solidarpaktes (ES) nicht mitgeteilt worden. Die EKD habe kein Zugriffsrecht auf auf die Finanzplanung der Landeskirchen, so lautete die Begründung in einem Radiobeitrag von Christoph Fleischmann für „Diesseits von Eden“. Aber ist das so? Wenn man den Beschluss der Kirchenkonferenz aus dem Jahre 2006 liest, klingt das an vielen Stellen anders. Es werden Mindeststandards definiert, deren Einhaltung überprüft und – sollte eine Landeskirche nicht artig die Vorgaben umsetzen – durch geeignete Maßnahmen durchgesetzt werden sollen. Die entsprechenden Eskalationsstufen reichen vom blauen Brief bis hin zum „Ausschluss weiterer Unterstützung für die betroffene Gliedkirche“ – also bis zur Aufkündigung der Solidarität. Artikel lesen

Download PDF

Kirche an der Börse

Am 27. Juli hat der Journalist und Theologe Christof Fleischmann zusammen mit KirchenBunt im WDR 5 auf den „erweiterten Solidarpakt“ aufmerksam gemacht, der – an den Synoden vorbei – die Landeskirchen verpflichtet, ihre Pensionskassen finanziell aufzustocken. (Die Sendung kann man nachhören unter: http://www.wdr5.de/sendungen/diesseitsvoneden/finanzplanungderlandeskirchen100.html) Dass dies nicht nur massive Auswirkungen auf die Haushaltspolitik und die finanzielle Ausstattung der Gemeinden und Kirchenkreise hat, sondern die evangelische Kirche auch in ethischer Hinsicht in die Bredouille bringt, weist er nun in einem Feature des RBB nach.

Artikel lesen

Download PDF

Dekanat auf Abwegen?!

Der fragwürdige Reformprozess in der Evangelischen Kirche im Rheinland ist kein Einzelfall. Auch in anderen Landeskirchen gärt es, weil sich in den Gemeinden immer mehr der Eindruck festigt, dass über ihre Leitungen hinweg Entscheidungen getroffen werden, die sie nicht mittragen wollen. Jüngstes Beispiel ist die Synode des Evangelischen Dekanats Alsfeld in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Das sollte in absehbarer Zeit mit dem benachbarten Dekanat Vogelsberg fusionieren. Doch die Synodalen haben dem nun widersprochen und wollen ihre Interessen nötigenfalls mit einer Klage vor dem Kirchlichen Verfassungs- und Verwaltungsgericht durchsetzen. Artikel lesen

Download PDF