Die geplante Marginalisierung der Gemeinden Vortrag von Prof. Dr. Eberhard Mechels in Rommerskirchen am 25.10.2015

„Institutionen neigen zur Verkrustung … Sie werden zum Selbstzweck. Und darum muss ein konstruktiver Umgang mit Institutionen immer ein kritischer sein. Das ist vielleicht das wichtigste Merkmal der protestantischen Kirche als »Kirche der Freiheit«, dass sie sich immer wieder die Freiheit nimmt, sich kritisch zu ihrer eigenen Institutionalisierung zu verhalten. Diese Freiheit ist der evangelischen Kirche in die Wiege gelegt, und sie zeigt sich gegenwärtig im Aufstand der Gemeinden gegen eine selbstherrliche und übermächtig gewordene Kircheninstitution.“
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KirchenBunt lädt ein: Konsistorial- oder Gemeindekirche – Vortrag von Prof. Dr. Mechels Am 25. Oktober lädt der Verein zur Mitgliederversammlung nach Rommerskirchen ein.

Am 25. Oktober laden wir zur ersten Mitgliederversammlung ein. Ab 17.00 Uhr sind wir zu Gast in der Ev. Kgm. Rommerskirchen. In einem ersten, für alle Interessierte öffentlichen Teil wird Prof. Dr. Eberhard Mechels, ehemaliger Leiter des Reformierten Predigerseminars, einen Impulsvortrag zum Thema: „Korsistorialkirche oder Gemeindekirche – die presbyterial-synodale Ordnung und die Reformprozesse“ halten, anschließend ist Gelegenheit zur Diskussion. Im Anschluss findet dann in nicht öffentlichem Rahmen die Mitgliederversammlung statt. Artikel lesen

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Siegfried Eckert in Oberhausen Reformationsjubiläum 2017: Was wird aus der Evangelischen Kirche?

Am Montag, den 22. Juni, ist Siegfried Eckert zu Gast im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, dem fünften Bezirk der Ev. Kgm. Holten-Sterkrade in Oberhausen. Eckert, Pfarrer in Bonn und Autor des Buches „2017 – Reformation statt Reförmchen“, wirft einen heiter-kritischen Blick auf die Veränderungen, die insbesondere mit dem Impulspapier „Kirche der Freiheit“ aus dem Jahre 2006 innerhalb der EKD stattgefunden haben. Ihm ist es bei all den Herausforderungen, denen sich die Gemeinden zu stellen haben, wichtig, Kirche vor Ort und nah bei den Menschen zu bewahren. Artikel lesen

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KirchenBunt im Rheinland e.V. ist auf dem Weg 37 Gründungsmitglieder überführten am 15. März in Rommerskirchen vorschriftsgemäß die Initiative in einen Verein

Unter reger Teilnahme der Anwesenden und in angenehm unaufgeregter Atmosphäre fand am 15. März 2015 die Gründungsversammlung zur Errichtung des Vereins „KirchenBunt im Rheinland“ in Eckum statt. Das einladende Ambiente der kleinen, aber agilen Kirchengemeinde Rommerskirchen bot dafür den stimmungsvollen Rahmen.

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Der nächste Schritt: Vereinsgründung! Am 15. März soll unsere Initiative in einen Verein überführt werden

Unsere Initiative soll in einen Verein
“KirchenBunt im Rheinland e.V.”
überführt werden.
Wir laden alle herzlich zur Gründungsversammlung
am 15. März um 17.00 Uhr
in die Ev. Kgm. Rommerskirchen ein.
Den Aufruf zur Vereinsgründung, eine Anfahrtsbeschreibung sowie ein Brief an Presbyterien finden Sie im Download-Bereich.

Analyse

Spätestens seit dem Jahre 2006 und der Veröffentlichung des Impulspapiers „Kirche der Freiheit“ verfolgt auch unsere Evangelische Kirche im Rheinland einen kirchenpolitischen Kurs, den wir mit zunehmender Sorge kritisch begleiten. Mit unserer Initiative „KirchenBunt im Rheinland“ haben wir versucht, Finger in die Wunden zu legen und alternative Standpunkte zu den Umbauprozessen der vergangenen Jahre zu bieten. Dabei war es uns wichtig, über den offiziellen Veröffentlichungen und Verlautbarungen hinaus auf Entwicklungen aufmerksam zu machen, die unsere Kirche mehr und mehr zu einem Wirtschaftskonzern umformen, in dem finanzielle Aspekte die theologische Kernaufgabe überlagern und strukturelle Veränderungen den Gestaltungsrahmen an der Basis erschweren. Wir spüren den Unmut über Projekte, die materielle und personelle Ressourcen z.B. im Verwaltungsapparat binden, die dann für die seelsorgerische und missionarische Arbeit an den Menschen vor Ort fehlen. Dieser Prozess des Umbaus – von Reform kann man bei der Tragweite der Veränderungen nicht mehr sprechen – wird seit Jahren mit pessimistischen Prognosen zur Mitgliederentwicklung und zum Kirchensteueraufkommen begründet, die sich im Rückblick als schlichtweg falsch erwiesen haben. Dennoch hält man unbeirrt an dem eingeschlagenen Weg fest, eine notwendige kritische Analyse und geistliche Besinnung findet so gut wie nicht statt, entsprechende Forderungen z.B. seitens des Pfarrvereins werden schlichtweg ignoriert.

Schlussfolgerungen

U.E. wird dieser Kurs auf Gemeindeebene und in den unterschiedlichen Einrichtungen und Werken in Zukunft den Dienst am Menschen erheblich erschweren und den Mitgliederverlust an der Basis, dem man entgegenwirken sollte, weiter beschleunigen. Nicht zuletzt die überdimensionierten Sparbeschlüsse zur Haushaltskonsolidierung auf der Landessynode 2015, die trotz erheblicher Bedenken von Mitarbeitenden der betroffenen Einrichtungen und Werken und guter finanzieller Ausgangslage substantiell nicht korrigiert wurden, werden eine entsprechende negative Wirkung entfalten. Eine finanzpolitische Schieflage ist jedoch endgültig daran zu erkennen, dass die Budgets im Verwaltungsbereich auf Kirchenkreis- und Landeskirchenebene aufgestockt werden, während z.B. für die Arbeit der Kirchengemeinden vor Ort immer weniger finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Dabei zeigen jüngste Untersuchungen wie die 5. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung, dass die Bindung an die Kirche eben nicht durch diese übergeordneten Ebenen geleistet, sondern durch persönliche Begegnungen in den Ortsgemeinden und in den Einrichtungen und Werken garantiert wird. Hier gilt: Je übersichtlicher, persönlicher und näher am Menschen Kirche auftritt, desto attraktiver und überzeugender wird sie wahrgenommen.

Ziele

Da abzusehen ist, dass der bisherige kirchenpolitische Kurs von der EKiR/EKD beibehalten wird und auch zukünftig kostspielige und strukturverändernde Maßnahmen ohne Beteiligung der ersten Ebene verordnet werden (letztes Beispiel: IT-Konzept), rufen wir zur Gründung des Vereins „KirchenBunt im Rheinland“ auf, mit dem wir uns für eine Stärkung der Basis und damit des Dienstes am Menschen, wie er uns durch Jesus Christus in Auftrag gegeben ist, einsetzen wollen. Wir sind davon überzeugt, dass den anstehenden Herausforderungen, denen sich unsere Kirche stellen muss, nur mit einer Intensivierung und Förderung der Arbeit in der Fläche und vor Ort und nicht durch Fusions- und Zentralisierungsprozesse zu begegnen ist. Darum hat für uns auch die finanzielle und personelle Ausstattung dieser Arbeit Vorrang vor fragwürdigen Investitionen in Verwaltung und Prestigeprojekte, deren effektiver Nutzen die Kosten in keiner Weise rechtfertigen. Die Entscheidungskompetenz für die kirchliche Arbeit muss deshalb dort verortet werden, wo das Kirchesein für andere am sichtbarsten und effektivsten Wirkung zeigt: in den Leitungsorganen der Gemeinden. Dagegen sollten Kirchenkreise von Aufgaben entlastet werden, die in den Verantwortungsbereich der Kirchengemeinden gehören, um ihren subsidiären – d.h. unterstützenden und nicht bevormundenden – Dienst stärker zu profilieren. Dies entspricht auch dem ursprünglichen Anliegen unserer Kirchenordnung, die mit der presbyterial-synodalen Ordnung eine von unten aufgebaute Kirche bewahren soll.

Ein/Der Verein „KirchenBunt im Rheinland“ setzt sich für diese Ziele ein, indem er:

  • ein unabhängiges Netzwerk der kirchlichen Basis schafft, das dem voneinander Lernen und Profitieren dient und damit die Arbeit vor Ort durch Austausch von Erfahrungen und Begabungen bereichert
  • die Solidarität unter den von den Spar- und Umbauprozessen Betroffenen stärkt und ihren Anliegen deutlicher Gehör innerhalb und außerhalb der Kirche verschafft
  • ein den landeskirchlichen Medien alternatives Presseorgan schafft und damit einen transparenten und differenzierten Informationsfluss bis in alle Ebenen hinein fördert, um damit die Teilhabe der Basis an gesamtkirchlichen Entwicklungen zu vergrößern
  • den offenen, konstruktiv-kritischen Dialog mit allen Leitungsorganen aller Ebenen sucht, insbesondere mit der Kirchenleitung und den Synodalen der EKiR
  • der Theologie und dem Dienst am Menschen wieder einen normativen Stellenwert einräumt und sie im Sinne des „Wormser Wortes“ von ökonomischer Bevormundung befreit
  • eine Diskussionskultur etabliert, die diesen Namen auch verdient und in der Vielfalt gerade die Stärke unserer Landeskirche sieht und nicht ein zu beseitigendes Übel
  • die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen (z.B. Ev. Pfarrverein im Rheinland, Wort-Meldungen) und Gemeindebünden sucht, wie sie z.B. in Bayern (Aufbruch Gemeinde), in der Nordkirche (Gemeinde im Aufwind) oder in Brandenburg-schlesiche Oberlausitz (Gemeindebund) bereits existieren, um gemeinsame Interessen gemeinsam zu vertreten

Wir laden alle ein, sich an dieser spannenden Aufgabe im „KirchenBunt im Rheinland“ zu beteiligen.

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Online-Petition gegen Umbauprozesse gestartet Der Verein "Wort-Meldungen" fordert ein Ende der derzeitigen Reformmaßnahmen

Schon seit längerer Zeit rumort es angesichts der Umbauprozesse in unserer Kirche. Waren Unzufriedenheit, Unverständnis und teilweise auch Wut über die Einführung des NKF oder der Durchführung der Verwaltungsstrukturreform zunächst auf einzelne Kirchengemeinden beschränkt, hat der Unmut mittlerweile auch Leitungsgremien auf Kirchenkreis- und Landeskirchenebene erreicht. In der EKiR hat dazu jüngst der Rheinische Pfarrverein eindeutig Stellung bezogen. Nun startet der Verein „Wort-Meldungen“ eine EKD-weite Online-Kampagne. Auch KirchenBunt bittet darum, diese Petition zu unterstützen. Artikel lesen

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Von der Initiative zum Netzwerk Erstes KirchenBunt-Treffen in Oberhausen brachte konkrete Erfahrungen und Ideen

Am 26. Oktober trafen sich zum ersten Mal mehr als 30 Unterstützer der Initiative „KirchenBunt im Rheinland“ in Oberhausen. In einer angenehm offenen Atmosphäre wurden Erfahrungen und Ideen zu den Umbauprozessen innerhalb der EKiR ausgetauscht, ohne dabei den Blick auf die Gesamtsituation in der EKD aus den Augen zu verlieren. Aufschlussreich waren dabei die Berichte der Presbyteriumsmitglieder aus zwölf vertretenen Kirchengemeinden über die Folgen des Neuen Kirchlichen Finanzwesens (NKF) und der Verwaltungsstrukturreform. Artikel lesen

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kirchenbunt zu Gast in Duisburg-Wanheim Presbyterium informierte sich über die Initiative und diskutierte über mögliche Folgen der Umbauprozesse in der EKiR

Am 24. September waren Hans-Jürgen Volk und Andreas Reinhold als Vertreter der Initiative „KirchenBunt im Rheinland“ in die Ev. Kgm. Duisburg-Wanheim eingeladen, um mit dem Presbyterium über die aktuellen Entwicklungen in der EKD und der EKiR zu diskutieren. In einer angenehmen Atmosphäre tauschte man zunächst Erfahrungen bezüglich NKF und Verwaltungsstrukturreform aus. Dabei wurde deutlich, dass sowohl die Systematik als auch die Umsetzung des Neuen Kirchlichen Finanzwesens zu erheblichen Irritationen geführt hat. Vor allem erscheint die Funktionalität fraglich und den immensen finanziellen und personellen Aufwand nicht zu rechtfertigen. Auch die zum Einsatz kommende Software (SAP) bereitet Bauchschmerzen, weil sie einer Konzernstruktur folgt und in Zukunft teuer bleiben wird. Artikel lesen

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Nein zum bisherigen Umbauprozess der Kirche durch die EKD Wormser Wort nimmt Stellung zur aktuellen Lage der Kirche

Im Umfeld des 73. Deutschen Pfarrertages in Worms unter dem Motto “Manchmal musst Du Nein sagen können” traf sich der Verein Wort-Meldungen e.V. und verfasste zur aktuellen kirchlichen Lage das Wormser Wort. Sie können Ihre Zustimmung dazu per Mail an info@wort-meldungen.de kundtun. Ihre Antwort wird vertraulich behandelt. Mit der Kommentarfunktion können Sie wie üblich auch öffentlich Position beziehen. Je mehr Zustimmung das Wort erfährt, um so mehr Gewicht wird es erhalten. Der Verein Wort-Meldungen bittet um weite Verbreitung und intensive Diskussion. Artikel lesen

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