Sachsen: Initiative „Zurück auf Los“ fordert Korrekturen an der Strukturreform der Landeskirche Initiative von Pfarrern, Kirchenvorstehern und engagierten Gemeindegliedern veröffentlich Eingabe an die Landessynode der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens

Die Initiative „Zurück auf Los“ bittet die Synode ihrer Landeskirche, die Gesetzesvorlagen zur Strukturreform zu ändern. Dabei soll u.a. auch die angestrebte Regionalisierung nicht – wie vorgesehen – in die Kirchenordnung aufgenommen werden. Weitere Forderungen sind u.a.: „ein Höchstmaß an finanzieller Eigenverantwortung in Ausgaben und Einnahmen“ der Kirchengemeinden, Rückverselbständigung von Kirchengemeinden die sich zum Kirchspiel oder zur Fusion drängen ließen, „um die Chance auf die Besetzung der Pfarrstelle zu erhöhen“ und die Möglichkeit, „alternativ zu landeskirchlichen Finanzierungen eigenständige Lösungen aus Stiftungsmitteln, Spenden, Pachten, etc. zu finden“. Artikel lesen

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Mit dem Strom – Ev. Kirche auf Anpassungskurs Hans-Jürgen Volk geht in seinem Artikel "Kirche in Zeiten des Rechtspopulismus" dem Problem des gesellschaftlichen Anpassungskurses der evangelischen Kirche nach.

„Spätestens seit zwei Jahrzehnten haben wir es mit einer evangelischen Kirche zu tun, die sich weitaus mehr von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflussen ließ, als das sie selbst, kritisch, konstruktiv oder korrigierend, in den öffentlichen Diskurs eingegriffen hätte. Exemplarisch waren für die evangelische Kirche Entwicklungen im säkularen Umfeld, die man auf der Leitungsebene der Kirche bereitwillig übernahm. Damit wurde die von Barth im Gefolge von Barmen geforderte Bewegung in ihr Gegenteil verkehrt und der Gesellschaft der Dienst einer öffentlichen Theologie versagt, die sich selbst durch das überzeugende, mitunter auch nur zeichenhafte Beispiel kirchlichen Seins und Handelns bezeugt.“ Artikel lesen

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Werner Thiede: Kirche profilieren – worauf konzentrieren? Aufsatz zum ELKB-Reformprogramm „Profil und Konzentration“ (PuK)

Wir publizieren mit freundlicher Genehmigung des Autors einen Aufsatz zum Reformprogramm „Profil und Konzentration“ (PuK) der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Sie fügt sich nahtlos in die Reformprozesse ein, die seit Jahren EKD-weit die evangelische Kirche umstrukturieren und dabei erhebliche Konsequenzen für die Kirchengemeinden und die Arbeit vor Ort besitzen. Die hier veröffentlichten Auszüge aus der Studie belegen, wie sehr sich die Zielvorgaben und damit einhergehend auch die Problemanzeigen in den einzelnen Landeskirchen ähneln, insbesondere was die „Marginalisierung der Parochie“ anbelangt. Die komplette Studie ist am Ende als PDF abrufbar. Alle Rechte verbleiben bei dem Autor. Artikel lesen

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KirchenBunt stellt sich neu auf

Bei der Mitgliederversammlung am 16. Dezember in Leverkusen wurde von den Anwesenden ein erstes Fazit der Arbeit des Vereins gezogen. Dabei gab es sowohl positive wie auch kritische Rückmeldungen. Enttäuscht zeigte man sich darüber, dass nach wie vor an den Reformprozessen festgehalten und die Stärkung der mittleren Ebene weiter zementiert wurde. Auch Projekte wie NKF und die Verwaltungsstrukturreform zeigen in nicht wenigen Gemeinden immer deutlicher negative Folgen. Positiv wurde eine höhere Sensibilisierung auf landeskirchlicher als auch auf gemeindlicher Ebene für die Probleme vor Ort wahrgenommen. Inwieweit die sich aber in konkrete Verbesserungen niederschlagen wird, bleibt abzuwarten. Artikel lesen

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Bayern: „Kirche braucht Gesicht, nicht Profil.“ Dekanatssynode Würzburg fordert Moratorium für „Profil und Konzentration“ (PuK)

In der Begründung zum Antrag heißt es u.a: „Kirche braucht Gesicht, nicht Profil. Unsere Kirche lebt von überschaubaren und gemeinschaftsorientierten Kommunikationsformen. Diese verwirklichen sich vor allem in den Gemeinden von überschaubarer Größe, hier ist auch die Bedeutung intakter Landgemeinden hervorzuheben. Beinahe alle Menschen, die sich zur Kirche zugehörig fühlen und Mitglieder sind, wurden in den überschaubaren Zusammenhängen einer Kirchengemeinde oder des Religionsunterrichts von der Botschaft des Evangeliums berührt. Auch Menschen, die später in Bildungseinrichtungen, bei kirchlichen Initiativen oder Bewegungen mitarbeiten oder sich kirchlich beheimaten, haben in einer Kirchengemeinde ihr Christenleben begonnen. Nicht zu unterschätzen ist hier die Bedeutung der Kasualien. Generell wird in Frage gestellt, ob eine Kirchenreform von „oben nach unten“ unserem Selbstverständnis als Kirche der Reformation entspricht und deshalb möglich und wünschenswert ist.“ Artikel lesen

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EKiR: Neue Töne aus dem Landeskirchenamt? In der neuen EKiR-Info gibt es manch erstaunlichen Satz zu lesen ...

In der Oktober-Ausgabe 2017 der Zeitschrift EKiR.info ist mancher Satz zu lesen, den Kritiker der Reformprozesse lange vermisst haben. So antwortet Oberkirchenrat Baucks auf die Frage, ob „als Folge synodaler Entscheidungen immer mehr Kirchensteuermittel an die höheren Ebenen der Kirche“ geflossen seien: „Kirchenleitung und Landessynode machen sich intensiv Gedanken zum Thema Kirchensteuerverteilung. Dabei sind Gerechtigkeit und Handlungsfähigkeit zentrale Kriterien. Um mehr Effizienz und Qualität zu erreichen, hat die rheinische Kirche in den vergangenen Jahren punktuell Aufgaben zentralisiert. Insgesamt sind die Gestaltungsmöglichkeiten der Presbyterien dadurch auch kleiner geworden. Die Kirchenleitung setzt sich mit dieser Entwicklung derzeit kritisch auseinander. Das heißt, dass wir jetzt verstärkt darauf achten wollen, dass bei Entscheidungen die Veränderungen für die Handlungsspielräume von Gemeinden in den Blick genommen werden, mit dem Ziel, Raum für eigene Schwerpunkte zu erhalten oder auch vergrößern.“ Artikel lesen

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D.A.V.I.D. gegen Mobbing lädt nach Thüringen ein Vom 10. bis zum 12. November 2017 geht es um "Mobbing am Arbeitsplatz in Kirche und Diakonie".

Ein leidiges Thema: Mobbing in der Kirche! Gibt es das? Ja! Doch es gibt Themen, die kirchenintern so gerne angesprochen werden, wie der Teufel Weihwasser trinkt. Der brisanten Aufgabe, den Menschen, die darunter zu leiden haben, ein Forum zu geben, stellt sich der Verein „D.A.V.I.D. gegen Mobbing in der Evangelischen Kirche“. Nun lädt er zu einer Tagung nach Sondershausen in Thüringen ein, worauf wir an dieser Stelle hinweisen, werden doch auch wir immer wieder mit dieser Problematik konfrontiert. Artikel lesen

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(Nicht nur in) Württemberg: Überfluss an Rücklagen verursacht finanziellen Mangel in den Gemeinden Prof. Dr. Martin Plümicke plädiert auf der Landessynode dafür, den Kirchengemeinden mehr finanzielle Mittel zukommen zu lassen.

Prof. Dr. Plümicke hat auf der Sommertagung der Württembergischen Landessynode das Finanzgebaren der Landeskirche kritisiert. Sie sei „zu sehr auf rein fiskalische Risikoabwägung bedacht“. Die Rücklagen seien doppelt so hoch wie gesetzlich vorgesehen. Seine Frage: „Woher kommt es, dass wir unser Geld nicht für kirchliche Arbeit einsetzen, sondern in Rücklagen parken, in denen sie bestenfalls 0% Zinsen erbringen?“ Artikel lesen

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Wegner: Gemeinden sind die Drehscheiben der Kirchenmitglieder Der Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD kritisiert Verlagerung von Ressourcen auf die mittlere Ebene

Foto: Rolf Oeser

Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat KMU V, analysiert im Korrespondenzblatt Bayern die Situation der Kirchengemeinden und beleuchtet die von den Landeskirchen initiierten Strukturmaßnahmen. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass sie – entgegen den Vorstellungen mancher kirchenleitenden Verantwortlichen – „nach wie vor die entscheidende, ja im Grunde die einzig wirklich in der Masse wirkende Drehscheibe der Kirche und des christlichen Glaubens sind.“ Dementsprechend sollten Ressourcen nicht abgebaut werden, sondern die Parochien mehr Zuwendung erfahren. Artikel lesen

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Doppik: Scharfe Kritik Richtung Hannover Stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Celle fragt nach Untersuchungsausschuss

Scharfe Kritik übt der stellvertretende Superintendent Schmidt-Seffers am neuen Finanzsystem. Laut Celler Presse vom 18. Mai 2017 sprach er vor den Mitgliedern des Kirchenkreistages von einem in höchstem Maße unerfreulichen Prozess. Die kirchenleitenden Stellen in Hannover hätten es nicht geschafft, „verlässliche Instrumentarien zur Verfügung zu stellen, damit zum Beispiel die Kirchengemeinden Einnahmen und Ausgaben in aussagekräftige Haushaltsplänen wiederfinden könnten.“ Schmidt-Seffers wundert sich demnach, warum es noch keinen Untersuchungsausschuss in dieser Angelegenheit gegeben hätte, um die Versäumnisse aufzuarbeiten. „Das Landeskirchenamt ist ja nicht der bevorzugte Landeplatz des Heiligen Geistes.“ Artikel lesen

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