Sachsen: „Zurück auf Los“ fordert Stopp der Regionalisierung Runder Tisch soll Dialog zwischen Kirchenleitung und Gemeinden initiieren

„Eine wichtige Erkenntnis der Reformation ist also, daß die Kirche die Gemeinde derer ist, die sich tatsächlich gemeinsam versammeln, um Gottesdienst und Sakramente zu feiern. An diese geistliche Größe, die an sich keine besondere Organisationsform verlangt, knüpfen die evangelischen Kirchen von jeher ihre juristische Struktur an. Die evangelische Kirche baut sich von unten auf. In der spezifisch deutschen Form der Landeskirche ist die Gemeinde dann eine „Körperschaft des öffentlichen Rechts“. Daß die Ortsgemeinde selbständig ist und ihre organisatorischen Angelegenheiten selbst regelt, ist tief im Erbgut evangelischer Christen verankert. Deshalb – und weil es aus der Logik der Gemeindearbeit nicht erklärt werden kann – trifft die Regionalisierung auf Ablehnung und Widerstand. Vorgaben werden nicht umgesetzt, weil man sie einsieht, sondern weil man sich fügt.“ Artikel lesen

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„Die mündige Gemeinde“ – neue Ausgabe online!

Mit dem 1. Advent erscheint – nach längerer Unterbrechung – eine neue Ausgabe der Zeitschrift „Die mündige Gemeinde“. Aus dem Inhalt: Dr. Gisela Kittel wirft im Leitartikel (S. 3) ausgehend von den Reformbestrebungen in der Lippischen Landeskirche die grundsätzliche Frage auf, in welche Richtung sich die evangelische Kirche in Zukunft entwickeln sollte. Artikel lesen

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Westfalen: zusätzlich 3, 5 Mio für NKF Auch in Westfalen wird die Einführung des neuen Finanzmanagementsystems teurer.

Die Umstellung auf die doppische Buchführung und Einführung des NKF wird auch in Westfalen teurer. Aufgrund der Erfahrungen, die man in der Pilotphase bisher gemacht hat, ist man zu dem Schluss gekommen, dass die „Kreiskirchenämter in der Umstellungsphase noch besser unterstützt werden“ müsssen. Artikel lesen

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FAZ: Kirche vor Ort stärken! In der Frankfurter Allgemeinen wird die Situation der evangelischen Kirche kommentiert.

„Für die Kirchen wäre schon viel gewonnen, wenn sie ihrer Mitarbeiterschaft halbwegs trennscharf vermitteln könnten, an welchen Stellen man die Entwicklung hinnehmen muss und wo man alle verbliebene Energie aufbieten muss, weil sich durch Anstrengung etwas erreichen lässt. In diese Kategorie fallen teils ganz einfache Dinge: eine bessere Erreichbarkeit der Hauptamtlichen vor Ort, die sorgfältige Vorbereitung von Trauungen, Taufen und Beerdigungen, verstärkte Bemühungen um Face-to-Face-Kontakt zur eigenen Mitgliedschaft, insbesondere in den Städten und zu den jüngeren Alterskohorten. Es bleibt ein Rätsel, wie in der Vergangenheit bei solch basalen Aufgaben der Schlendrian einkehren konnte.“ Artikel lesen

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Sachsen: „Strukturreform ist eine historische Fehlentscheidung“ Initiativgruppe lädt als Protestaktion zum "Tag der Ermutigung" auf.

„… eigentlich wäre es ganz einfach gewesen: jeder Pfarrer hat seinen Pfarrbezirk, die Kantoren und Gemeindepädagogen werden wegen Auskömmlichkeit beim Kirchenbezirk angestellt, die Gemeinden arbeiten auf Pfarrbezirksebene zusammen. Stattdessen hält die Landeskirche an der Einführung von Großregionen fest und zwingt die Gemeinden in komplizierte Struktureinheiten. Die Regionalisierungswelle rollt. Diese Strukturreform ist eine historische Fehlentscheidung. Eine der schlimmsten Folgen davon ist die Entmutigung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. „Das tue ich mir nicht an“, sagen viele, wenn sie gegen die eigene Überzeugung und gegen die tatsächliche Notwendigkeit fusionieren oder in unpraktikablen Gremien zusammenarbeiten müssen. Durch diese Reform wird kein Mitarbeiter gewonnen sondern viele verloren.“ Artikel lesen

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Kirche von unten … Im aktuellen Pfarrerblatt beschäftigen sich gleich mehrere Artikel mit der Struktur der Kirche

Dr. Gisela Kittel kritisiert die aktuellen Reformprozesse in den evangelischen Landeskirchen, die auf einem Missverständnis beruhen: „ecclesia semper reformanda“ meine nicht die Anpassung an gesellschaftliche Maßstäbe, sondern fordere dazu auf, sich zurück in die Form bringen zu lassen, die Jesus entspricht. Kirche dürfe nicht „außengeleitet“ sein. „Nicht, »was Gottes Wille ist« (Röm. 12,2), scheint im Vordergrund der Überlegungen und Planungen zu stehen, sondern wie sie sich selbst zu einer öffentlichen Größe formen kann, die gesellschaftliche Anerkennung, öffentliche Wahrnehmung und Bedeutung erlangt und so ihre Zukunft sichert.“ Dr. Ralf Kötter geht dem reformatorischen Kirchenverständnis nach und formuliert sechs Thesen, den scheinbar garstigen Graben zwischen reformatorischer Theologie und den modernen Herausforderungen in Theologie und Kirche zu überbrücken. Dabei stellt er fest: „Reformatorische Kirche gestaltet sich notwendig subsidiär, »von unten«, aus der besonderen Herausforderung des jeweiligen Raumes heraus.“ Artikel lesen

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Sachsen: Ehemaliger Pfarrer der Thomaskirche in Leipzig äußert scharfe Kritik am Reformkurs Christian Wolf beklagt in seinem Blog-Beitrag im Hinblick auf die Synode die autoritären Leitungsstrukturen in seiner Landeskirche

„Seit über zwei Jahrzehnten hangelt sich die Landeskirche von Strukturreform zur Strukturreform. Sie waren von Zahlen, Finanzen und Personalkürzungen bestimmt, nicht aber von der entscheidenden Frage: Wie können wir eine größtmögliche Menschennähe und missionarische Kraft erreichen – die tragenden Elemente des Wirkens Jesu? Darum konnte sich kein Erfolg einstellen. Wie auch, wenn kirchenleitendes Handeln jede biblisch-theologische Perspektive vermissen lässt und der Hybris erliegt, Entwicklungen für Jahrzehnte festschreiben zu können.“ Artikel lesen

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Bistum Trier: Auch hier regt sich Widerstand Interessengemeinschaft „Kirchengemeinde vor Ort“ lädt zu einem Info-Abend ein

Ein Blick über den evangelischen Tellerrand zeigt: Auch in der katholischen Kirche formiert sich inzwischen Widerstand gegen ausufernde Strukturreformen. Im Bistum Trier hat sich eine Interessengemeinschaft „Kirchengemeinde vor Ort“ gegründet, die Gegner des Umbaus zusammenführen will. Geplant ist eine Fusion der bisher mehr als 800 Einzelpfarreien zu 35 Großpfarreien. Artikel lesen

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