EKiR: Mehr Beteiligung wagen! Plädoyer für eine Aufwertung der Gemeindeversammlung in der Evangelischen Kirche im Rheinland

2020 stehen in unserer Landeskirche Presbyteriumswahlen an. Für Kirchengemeinden wird es jedoch immer schwerer, Menschen für die Mitarbeit in den Leitungsgremien zu gewinnen. Dies hat sicher mehrere Ursachen. Ein in unserer Gesellschaft allgemein zu beobachtender Rückgang der Bindungsbereitschaft ist eine, aber auch eine zunehmende Distanzierung der Gemeindeglieder gegenüber ihrer Kirche spielt eine Rolle. Die Evangelische Kirche im Rheinland hat dieser Entwicklung entgegenzuwirken versucht, als sie den Wahlturnus von acht auf vier Jahre verkürzte. Doch Gemeindefusionen und Umstrukturierungen machen das Presbyteramt weiterhin wenig attraktiv, die ausufernde Beschäftigung mit Finanz- und Rechtsfragen wirkt auch nicht gerade einladend. Darüber hinaus sind vielen die Arbeitsweise und die Entscheidungsprozesse unserer Leitungsgremien nicht einsichtig. Umso wichtiger ist es, transparent zu agieren und Mitwirkungsmöglichkeiten offen zu halten, die Interesse an einer Gestaltung des Gemeindelebens an verantwortlicher Stelle fördern können. Ein Ort einer solchen Beteiligungskirche ist sicher die Gemeindeversammlung. Artikel lesen

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Sachsen: „Strukturreform ist eine historische Fehlentscheidung“ Initiativgruppe lädt als Protestaktion zum "Tag der Ermutigung" auf.

„… eigentlich wäre es ganz einfach gewesen: jeder Pfarrer hat seinen Pfarrbezirk, die Kantoren und Gemeindepädagogen werden wegen Auskömmlichkeit beim Kirchenbezirk angestellt, die Gemeinden arbeiten auf Pfarrbezirksebene zusammen. Stattdessen hält die Landeskirche an der Einführung von Großregionen fest und zwingt die Gemeinden in komplizierte Struktureinheiten. Die Regionalisierungswelle rollt. Diese Strukturreform ist eine historische Fehlentscheidung. Eine der schlimmsten Folgen davon ist die Entmutigung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter. „Das tue ich mir nicht an“, sagen viele, wenn sie gegen die eigene Überzeugung und gegen die tatsächliche Notwendigkeit fusionieren oder in unpraktikablen Gremien zusammenarbeiten müssen. Durch diese Reform wird kein Mitarbeiter gewonnen sondern viele verloren.“ Artikel lesen

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Lasst uns ein Ende mit dem „Ende der Volkskirche“ machen!
 Ein Kommentar von Stephan Sticherling (erstmalig veröffentlicht am 4. Juni 2018 unter http://dreimalvier.jimdofree.com.

Es ist inzwischen mit Händen zu greifen: Das vermeintliche „Ende der Volkskirche“ ist in Wirklichkeit ihre Selbstabschaffung. Etliche Kirchen werden aufgegeben, Stellen gestrichen, Gemeinden zu Riesengebilden zusammenfusioniert, aus Ortsgemeinden werden regionale Einheiten. Die Kirche zieht sich aus der flächendeckenden Präsenz zurück, sie verschwindet aus der öffentlichen Wahrnehmung. Begleitet wird dieser Prozess durch ein Glaubensbekenntnis, dass schon beinahe zur unbezweifelten Selbstverständlichkeit zählt: „Die Zeit der Volkskirche geht zu Ende“. Das wird aus den anhaltenden Kirchenaustritten gefolgert und aus den „Kirchen, die immer leerer werden“ – wieder so eine stereotype Formulierung, die in den Medien regelmäßig kolportiert wird. Artikel lesen

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