Zu wenig vor Ort investiert Kommentar im General Anzeiger zur EKD-Synode: Gemeinden werden vernachlässigt

„Große Hoffnungen setzt man auf den 500. Jahrestag der Reformation im Jahr 2017. Doch solche Großveranstaltungen werden kaum die Menschen davon abhalten, wegen der Kirchensteuer oder einer langanhaltenden Entfremdung aus der Kirche auszutreten. Zu lange haben sich beide große Kirchen zu viel mit Struktur- und Finanzfragen beschäftigt und zu wenig an Geld und Personal in die Arbeit vor Ort investiert. Aber dort wird weiterhin zu wenig investiert. Für die Menschen ist die Pfarrerin, der Pfarrer vor Ort wichtiger als der Ratsvorsitzende.“

„Selbstverständlich benötigt auch die evangelische Kirche eine geordnete Struktur als Kirche auf Landes- und auf EKD-Ebene. Aber es wird Zeit, dass der Pfarrer wieder mehr Zeit am Bett des Sterbenden verbringt als mit der Verwaltung, dass die Kirchengemeinde wieder für alle zur Heimat wird. Und dass praktizierte Ökumene nicht länger dem Stillschweigen unterliegt, sondern für Protestanten und Katholiken eine Selbstverständlichkeit wird.“

Kommentar: EKD-Synode in Dresden: Gegen den Trend | GA-Bonn – Lesen Sie mehr auf:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/kommentare/EKD-Synode-in-Dresden-Gegen-den-Trend-article1493420.html

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Ein Beitrag
  1. Zitat aus dem Bonner Generalanzeiger: “Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), der nach dem Festgottesdienst auch an der Kirchentagung teilnahm, betonte den deutschen Einsatz für Flüchtlinge. Die bislang große Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung dürfe nicht gefährdet, Kommunen dürften nicht überfordert werden. Auch eine Unterbringung von Flüchtlingen in Gewerbegebieten sei notfalls zumutbar“.
    Es ist eine Zumutung, dass ein Innenminister, der der Opposition die Installation von angeblich sicheren Herkunftsländern für ein Linsengericht (1. Mose 25) abgekauft hat, vor dem höchsten Kirchenparlament, der Synode der EKD, sprechen und offensichtlich unwidersprochen seine kruden Thesen verbreiten darf. Die Verlockung war eine größere Bewegungsfreiheit für Asylbewerber.

    Die sogenannten Befürchtungen der Bevölkerung beruhen auf Cassandra-Meldungen der CDU-und CSU-Politiker (angeblich christliche Parteien) und auf der Hetze der rechten Szene. Wenn „die Bevölkerung“ sich von solchen Parolen beeinflussen läßt, hat sie nichts gelernt und man kann sie nur bedauern.

    Die sogenannte Aufnahmebereitschaft von tausenden syrischen Flüchtlingen scheitert nicht zuletzt an bürokratischen Hürden. Für wie dumm hält unsere Bundesregierung, in Persona der Innenminister, eigentlich die Protagonisten in der Flüchtlingsszene?

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