Württemberg: Kirchenschließung auf Vorrat Totschlag für Kirchengemeinden Initiative "Zukunftswerkstatt Heidenheimer Kirchengemeinden" stellt alternativen Kostenplan auf

„Die jüngsten Angaben von Dr. Karl-Heinz Schlaudraff über die als dramatisch bezeichnete Entwicklung des Defizits beim laufenden Haushalt sind zumindest von einem Teil der in den Entscheidungsprozess eingebundenen Kirchenmitglieder nicht unwidersprochen zur Kenntnis genommen worden. Die Kritik kommt aus den Reihen der „Zukunftswerkstatt Heidenheimer Kirchengemeinden“, in dem sich Mitglieder der Auferstehungs- und Waldkirchengemeinde zusammengefunden haben, um ein alternatives Sparkonzept zu entwickeln, das ohne die Schließung der auf die Rote Liste geratenen Christus- und Waldkirche auskommt.“

In diesem Zusammenhang werden auch die Hochrechnungen der mittelfristigen Finanzplanung der Gesamtkirchengemeinde durchleuchtet, die die Steigerungen von Personal- und Sachkosten berücksichtigen. Stufe man die Sonderzuweisung als sofort wegfallend ein und gehe man bei den regulären Einnahmen von Stagnation oder sogar Rückgang aus, könne rein rechnerisch ein von Jahr zu Jahr höheres Defizit ausgewiesen werden, von dem der Dekan seine Einsparziele ableite. Tatsächlich sei jedoch davon auszugehen, dass mindestens bis 2018 mit Sonderzuweisungen in der genannten Größenordnung gerechnet werden könne.

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Kritik wird auch daran geübt, dass die Kirchenpflege nicht untersuchen möchte, ob sie Verwaltungs-Dienstleistungen kostendeckend abrechnet, die sie für nicht zur Gesamtkirchengemeinde gehörende Einrichtungen erbringt. Die „Zukunftswerkstatt“ sieht hier durchaus Potenzial, da diese Umfänge erheblich seien und bisher nur Bruttopersonalkosten und unzureichende Sachkostenpauschalen abgerechnet worden seien. Die in der Verwaltung entstehenden Gemeinkosten, darunter hohe Gebäudekosten, die das Haus der Kirche (Verwaltungszentrum) verursache, blieben dadurch einseitig an der Gesamtkirchengemeinde hängen, die Verwaltungskosten von über 130 000 Euro pro Jahr zu tragen habe: „Da sind einige Prozent mehr oder weniger durchaus in der Größenordnung von 15 000 Euro jährlich, die zum Beispiel für den Betrieb des Johannesgemeindehauses ausreichen müssen.“

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