Verwaltungsstrukturreform: Rommerskirchen muss sich beugen Die unbequemen Protestanten geben den Widerstand gegen die Zentralisierung schweren Herzens auf

„Knapp drei Jahre hatte sich die Gemeinde gegen die Strukturreformen der Evangelischen Kirche im Rheinland engagiert. Ende Juni 2015 waren sogar etliche Dutzend Gemeindemitglieder beim Landeskirchenamt in Düsseldorf vorstellig geworden und hatten in einer kleinen Demonstration auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Zumindest mit dem Erfolg, dass sich Präses Manfred Rekowski und andere Vertreter der Landeskirche im Dezember 2015 zu einem Gespräch mit dem Presbyterium in der Eckumer Samariterkirche trafen. Grundlegende Zugeständnisse gab es dabei wohl nicht: (Kirchen-)Gesetz ist nun einmal Gesetz und Ausnahmeklauseln, von denen Rommerskirchen und andere Gemeinden Gebrauch machen könnten, sieht die 2015 beschlossene Neuerung nicht vor.“

„Schweren Herzens“ hat sich nach den Worten von Pfarrer Thomas Spitzer das Presbyterium entschlossen, dem neu zu bildenden Verwaltungsverband des Kirchenkreises Mönchengladbach/Neuss beizutreten. „Aus Solidarität mit den anderen Gemeinden“, wie Thomas Spitzer betont, denn das neue Gremium kann seinen Betrieb nur dann wirksam aufnehmen, wenn ausnahmslos alle Gemeinden des Kirchenkreises ihm beitreten. Auch wenn Thomas Spitzer und seinen Mitstreitern nicht zum Jubeln zumute ist, wertet er die jetzt gefundene Lösung zumindest als einen Teilerfolg. Die Befürchtung der Protestanten am Gillbach: Würde erst das Gemeindebüro geschlossen, wäre es über kurz oder lang dahin mit der Eigenständigkeit der Kirchengemeinde.


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