Verwaltung: Sonderweg im Kirchenkreis Koblenz? Kirchliche Verwaltung sei kein Selbstzweck. Konstruktive Gespräche mit der Landeskirche erwartet.

Zwei Internetadressen – zwei Verwaltungen. Neben dem Verwaltungsamt des Kirchenkreises gibt es seit 1966 den Gemeindeverband Koblenz, dem inzwischen alle Kirchengemeinden angehören und der u.a. verwaltungstechnische Aufgaben übernimmt. Laut Verwaltungsstrukturgesetz der Evangelischen Kirche im Rheinland ist zukünftig jedoch nur noch ein Verwaltungsamt pro Kirchenkreis vorgesehen. Doch die Koblenzer beharren auf dem „Koblenzer Modell“.

Man werde bei der Landeskirche beantragen, auch künftig zwei Verwaltungsämter im Kirchenkreis Koblenz betreiben zu können. Es gehe um „starke Gemeinden für den Kirchenkreis“, erläuterte Harald Kruse, Mitglied des Kreissynodalvorstands, bei seinem einführenden Vortrag. Kirchliche Verwaltung sei kein Selbstzweck, sondern mit ihrer dienenden Funktion lasse sich „Raum gestalten, in dem Gott erfahrbar wird“. Dem Verwaltungsamt im Gemeindeverband Koblenz ist deshalb auch weiterhin die Aufgabe zugedacht, den Gemeinden eine eigene, leistungsstarke Verwaltung zur Seite zu stellen, die die gemeindlichen Interessen und Vorschläge begleitet, um sie gegenüber dem Kirchenkreis auf Augenhöhe kritisch-konstruktiv vertreten zu können (www.kirche-koblenz.de). Daneben soll die Verwaltung beim Kirchenkreis bestehen bleiben (www.kirchenkreis-koblenz.de). Dieses Modell weicht vom landeskirchlichen Leitbild ab, das nur noch eine Verwaltung pro Kirchenkreis vorsieht, die dort angesiedelt und unter der Leitung des Superintendenten stehen soll. Die Kreissynode erwartet von den landeskirchlichen Gremien einen konstruktiven Umgang mit dem Koblenzer Sonderweg, wie aus vielen Redebeiträgen ersichtlich wurde.

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