Verwaltung ist teurer geworden Verwaltungsleiter und Superintendenten sehen Verbesserungsbedarf

„Welche Schwierigkeiten sich bei der Umsetzung der Reform bisher ergeben haben, wollte die Kirchenleitung von Verwaltungsleitungen, Superintendentinnen und Superintendenten wissen und lud sie nach Wuppertal zu einer Anhörung ein. Rund sechzig waren gekommen, um mit der Kirchenleitung zu diskutieren. Die hörte nicht nur aufmerksam zu, sondern versprach auch, bei „Fehlern im Detail“ nachzusteuern.“

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  1. „Damit Verwaltung bezahlbar bleibe, sollten Kirchenkreise freier darüber entscheiden können, welche Pflicht- und welche Wahlaufgaben bei den Gemeinden bleiben, lautete ein Vorschlag in der Anhörung.“

    Und nicht nur aus diesem Grund! Da kann man nur besten Gewissens sagen: Tendenziell ein sehr erfreulicher Vorschlag, zeigt er doch, dass der kirchenverfassungsrechtliche Grundsatz der eigenverantwortlichen Aufgabenwahrnehmung der Gemeinden, von dem nur in begründeten Einzelfällen zu Gunsten höherer Hierarchieebenen abgewichen werden darf, allgemein wertgeschätzt wird. Wenn die Landeskirche nun diesem Gedanken und Vorschlag insbesondere durch z. B. eine Öffnungsklausel im VerwG Rechnung trägt, die die Entscheidung den Gemeinden überlässt, und dies ernst meint, sollte ein großer Stolperstein für dieses Gesetz beseitigt sein. Dann ist Zeit, über die aus Sicht der Kirchenkreise und -gemeinden weiter sinnvollen Nachbesserungen im Detail nachzudenken.
    Diese grundsätzliche Änderung muss allerdings im VerwG selbst manifestiert werden, nicht in einer untergesetzlichen Bestimmung. Wie schön wäre es, durch die Landessynode ein einvernehmlich akzeptables VerwG zu erhalten, durch das die Kirche im Einzelfall bestehenden Erfordernissen einer Aufgabenübertragung bzw. -übernahme gerecht werden kann, ohne effiziente und effektiv funktionierende Strukturen zu Gunsten einer generalisierenden Allgemeinlösung zu zerschlagen. Landessynode und LKA werden sich dahin gehend beweisen können, ob sie bereit sind, die Weichen für die nächsten Jahrzehnte so zu stellen, dass die Flexibilität für die Kirchengemeinden gewährleistet wird, die Ihnen ihre Arbeit überhaupt erst ermöglicht.

    Ich wünsche dem LKA und der Landessynode den Mut zur richtigen Entscheidung.

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