Rommerskirchen: „Der Ball liegt jetzt beim Kirchenkreis“ Ein schon erreichter formaler Kompromiss muss noch inhaltlich ausgelotet werden.

Haben sich der Widerstand und Protest der Rommerskirchener gelohnt? Immerhin wurde ein Kompromiss erstritten, den es nun inhaltlich näher zu definieren gilt. Eventuell springt dabei eine finanzielle Entlastung für die agile Kirchengemeinde heraus. 

„Wir haben in einer zweistündigen Verhandlung folgenden Kompromiss erstritten: Unser Gemeindebüro bleibt erhalten und die Stelle der Verwaltungsangestellten soll ebenso im jetzigen Umfang erhalten bleiben“, berichtet Pfarrer Thomas Spitzer. Die von der Landeskirche beschlossene Strukturreform sieht eigentlich vor, dass Gemeindebüros wie das am Eckumer Grünweg ab 2017 aufgelöst werden.

Die von der Landessynode der Rheinische Kirche als Pflichtaufgaben definierten Arbeitsbereiche nämlich muss die Gemeinde an das noch zu bildende Verwaltungsamt abgeben, das fortan für den gesamten Kirchenkreis Neuss-Mönchengladbach zuständig sein wird. Was zwei unmittelbare und weitere noch nicht absehbare Konsequenzen für die evangelischen Christen in Rommerskirchen hat. „Da wir einen nicht unbeträchtlichen Teil der Aufgaben abgeben, bedeutet dies eine neue Ausgestaltung der Verwaltungsstelle“, erläutert Spitzer. Zudem entstehen Mehrkosten: Vor allem um die geht es in den anstehenden Verhandlungen mit dem Kirchenkreis Mönchengladbach/Neuss, der sie nämlich ausgleichen soll, wie der Kompromiss vorsieht. Um welche Summen es sich dabei handelt und wie der Ausgleich genau vonstatten gehen soll, ist Gegenstand der Verhandlungen.

Darüber hinaus wird nach Spitzers Worten durch das Strukturreformgesetz der Landeskirche „die Selbstbestimmung unserer und aller Kirchengemeinden der Landeskirche eingeschränkt werden“.

Der Grundstein für das sich jetzt konkretisierende Vorgehen war im Dezember 2015 mit Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, gelegt worden. Der war damals zum „Gegenbesuch“ in der Eckumer Samariterkirche, nachdem gut ein halbes Jahr zuvor mehr als 60 Gemeindemitglieder im Landeskirchenamt in Düsseldorf eine Protestaktion organisiert hatten.


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