ELKB: Pfarrerbild – Die Gemeinden nicht vergessen! Bei der Erstellung der Dienstordnung werden die Gemeinde und der Kirchenvorstand als mitverantwortliche Subjekte völlig übergangen oder geraten in eine nachrangige Position.

Auf ihrem 6. Aktionstag hat die Reformgruppe „Aufbruch-Gemeinde“ u.a. über die Pfarrstellenreform in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern diskutiert und vor allem die Pläne zur Dienstordnung kritisiert. „In diesem Verfahren dokumentiert sich ein zentralistisches, obrigkeitliches Kirchenbild, das Gemeinden nur als Objekte der Betreuung und Versorgung sehen kann. Dieses Bild wider- spricht dem evangelischen Verständnis des „Priestertums aller Gläubigen“, auf das sich selbst die Kirchenleitung gerne beruft ohne daraus Konsequenzen für das Leitungsverständnis und die Organisationsgestalt von Kirche zu ziehen. Solange Kirche von den Grundvollzügen Verkündigung, Taufe und Abend- mahl lebt, ist Kirche voll und ganz in Gemeinden präsent. Darum kann deren Entscheidungsgremium nicht von oben her übergangen werden. Vielmehr sind aus den Grundprinzipien auch Gestaltungsprinzipien abzuleiten, nämlich: Freiheit (aus der Verkündigung der freien Gnade), Gleichheit (aus der Taufe), Solidarität und Partizipation (aus dem Abendmahl). Nach diesen Gestaltungsprinzipien muss der Kirchenvorstand bei einer Dienstordnung für seine Pfarrerin oder Pfarrer zwingend beteiligt werden.“ 

Der Verein fordert dagegen:

Wer den rapid emporschnellenden Austrittszahlen entgegenwirken will, sollte den Ergebnissen der letzten EKD- Umfrage „Engagement und Indifferenz“ mehr Augenmerk schenken. Dort wird ausdrücklich bestätigt, was „Aufbruch Gemeinde“ seit fast 10 Jahren moniert: Die Plausibilität von Kirche und Evangelium wird an der Basis erzeugt – in persönlichen und gemeinschaftlichen Beziehungen der Ortsgemeinde. Die Konsequenz kann nur sein, diese Basis zu stärken, personell und finanziell, und die Organisation Kirche von unten her aufzubauen über Entscheidungsbefugnisse und Verantwortung.

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