Pensionskasse statt Schulklasse Ein Radiobeitrag auf WDR 5, der deutlich macht, dass für die Rentenkasse gespart wird

In einem „erweiterten Solidarpakt“ haben sich die Leitungen der evangelischen Landeskirchen ohne Zustimmung ihrer Parlamente auf eine sehr sicherheitsorientierte Geldpolitik verständigt: hohe Rücklagen. Deswegen muss anderswo gespart werden – zusammen mit dem, was letztes Jahr schon gestrichen wurde, beläuft sich das Sparvolumen der rheinischen Landeskirche auf 20 Millionen. Thomas Begrich von der Evangelischen Kirche in Deutschland, die die Einhaltung des Paktes überwacht, findet das nicht unangemessen: „20 Millionen ist natürlich sehr viel Geld, aber verglichen an dem Gesamtfinanzvolumen der rheinischen Kirche sind 20 Millionen natürlich auch ein Volumen, das leistbar und darstellbar und auch verkraftbar ist.“

Soweit die Durchsage der obersten Heeresleitung. Die betroffenen zehn Schulen der Landeskirche sehen das natürlich anders: Wenn Sie es nicht schaffen 4,5 Millionen einzusparen, droht einer oder mehreren von ihnen der Trägerwechsel: von der Kirche zum Staat. Eine Kürzungsoption, die die Landeskirche auch in weiteren Bereichen erwägt: Sollen andere doch die bisherigen Aufgaben der Kirche übernehmen. Das Problem ist nicht nur, dass die Kirche sich dabei als unzuverlässiger Partner erweist, das Problem für das eigene Haus ist, dass die Kirche in Zeiten von Rekordeinnahmen einen Diskurs pflegt, dass das Geld bald ausgehe und man deswegen dringend sparen müsse.

http://www.wdr5.de/sendungen/politikum/sparpolitikevangelisch100.html

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