Nordkirche: Nur 25% der Einnahmen kommen bei den Gemeinden an Aufregung auf dem Land: Pfarrstellen sollen wegfallen.

Auch in der Nordkirche werden Umbaumaßnahmen an den Bedürfnissen der Gemeinden vorbei durchgesetzt. „»Die Kirche gibt die ländliche Region auf.« Mit diesen drastischen Worten kritisiert Pastor Philipp Kurowski aus Großsolt-Kleinsolt die avisierte Strukturreform. Er erhofft sich eine öffentliche Diskussion über das Konzept mit dem Ziel, den Landgemeinden ein Überleben zu ermöglichen. »Ich habe das Gefühl, dass wir nicht gehört werden«, sagt allerdings Birte Munnecke, Kirchengemeinderätin der Gemeinde Thumby-Struxdorf. Es komme ihr so vor, als seien die ‚Gemeindlichen Handlungsräume‘ schon längst entschieden.“

Pastor Hergen Köhnke aus Kropp rechnete in Havetoft vor, dass nur gut 25 Prozent der Kirchensteuereinnahmen als Gemeindezuweisung (14 Prozent) und Gemeindepfarrstellen (11,8 Prozent) vor Ort ankämen. Er verglich die Kirche mit einem kranken Patienten, dem immer mehr Körperteile amputiert werden. „Eine Amputation des Beines – 20 Prozent der Gemeindepfarrstellen – spart drei Prozent der kirchlichen Ausgaben ein. Selbst mit der Amputation aller Gemeindepfarrstellen käme man nicht über einen Kürzungsbetrag von zwölf Prozent hinaus. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit würden auch die durch Wucherungen an anderer Stelle ganz schnell geschluckt.

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