NKF: Neue Software macht wieder Probleme Kirchenkreise in Westfalen stellen später um als geplant

Die Probleme mit der MACH-Software, die für das neue Buchungssystem eingekauft wurde, sind wohl auch bei der neuen Programmgeneration nicht gelöst. Hatte es bei der bisherigen Software allerlei “Performance-Probleme” gegeben, scheint auch das Folgeprodukt, von dem man sich erhebliche Verbesserungen in der Anwendung erhofft hatte – nicht ausgereift zu sein, um – wie ursprünglich geplant – im kommenden Jahr zum Einsatz zu kommen.

Im aktuellen NKF-Newsletter Westfalen heißt es dazu:

In der 10. Ausgabe des Newsletters vom März 2014 berichteten wir ausführlich über die Evaluation der Software und die Entscheidung für das Programm MACH 2. Diese Entscheidung basierte u. a. auch auf den Aussagen, dass das Programm weitestgehend fertiggestellt ist und nur noch unwesentliche Teile in der Entwicklung sind. Weiterhin ist die Projektsteuerungsgruppe (PSG) bisher davon ausgegangen, dass die vorhandene Hardware bzw. die Leitungen zur ECKD für den Einsatz des Programms MACH 2 ausreichend sind.

Die Piloten arbeiten bis heute mit dem Programm MACH CS.

Im Herbst d. J. sind hinsichtlich der Grundlagen für die Entscheidung der Projektsteuerungsgruppe Zweifel aufgekommen. Die Erprobung im Rheinland führte zu einer Rückstellung der rheinischen Entscheidung über den Kauf von MACH 2 um ein Jahr. Es bestehen zudem Zweifel darüber, ob die westfälischen Hardwarevoraussetzungen ausreichen, um einen sicheren Programmeinsatz zu gewährleisten. „Unwesentliche Programmteile“ sind noch nicht fertiggestellt.

Die Projektsteuerungsgruppe konnte in ihrer letzten Sitzung am 22.10.14 vor dem Hintergrund, dass bisher keine Testanwendung von MACH 2 durch das Projektbüro – geschweige denn durch die Piloten – möglich war und auch vor dem Hintergrund der ersten rheinischen Bewertungen keinen zeitnahen Einsatz von MACH 2 bestätigen. Die Testversion soll voraussichtlich dem Projektbüro Mitte Dezember zur Verfügung sehen. Das Infrastrukturkonzept (weitgehend erst Anfang November fertiggestellt) weist einen erheblichen Klärungsbedarf mit der MACH AG und der ECKD auf, der wahrscheinlich erst im Januar 2015 abgearbeitet ist. Nach Aussage der MACH AG wird daran mit Hochdruck gearbeitet.

Ob das Programm MACH 2 in der westfälischen Kirche zum Einsatz kommt, hängt von dem Ergebnis der notwendigen Klärungen mit der MACH AG und der ECKD ab. Es muss sichergestellt sein, dass sich die Kosten innerhalb des gesetzten Rahmens bewegen und vor allem die notwendige Performance für den flächendeckenden Programmeinsatz gewährleistet ist. Da diese Klärung erst im Jahre 2015 möglich ist, eine Umstellung auf NKFWestfalen aber mindestens ein Jahr Vorlaufzeit erfordert und auch Personalentscheidungen (NKF Beauftragte in den Kreiskirchenämtern) im Vorlauf zu treffen sind, wird die Umstellung weiterer Kirchenkreise auf NKFWestfalen erst zum 01.01.2017 erfolgen. Die Vorbereitungen auf die Umstellung können Mitte des Jahres 2015 beginnen.

Interessant in diesem Newsletter ist auch der Hinweis auf eine Untersuchung der Fachhochschule Nordhausen, die das Scheitern von Veränderungsprozessen am Widerstand der Mitarbeitenden festmacht:

Veränderungen in Organisationen scheitern häufig an einer abwertenden Einstellung der Betroffenen gegenüber Neuen, daraus entwickelt sich gegebenenfalls sichtbarer Widerstand. […] Dem Grund nach wurden viele Kommunikationsmittel eingesetzt, wie z. B. der Newsletter, die Internetseite, Fortbildungen, Projekttage, NKF-Feiern, Presbyteriumsveranstaltungen und NKF Info Tage. Doch diese haben in den Piloten nicht die gewünschte Tiefenwirkung erzielt. Fazit: Die unterschiedlichen Akteure in den Piloten wurden als zu überzeugende Zielgruppen nicht ausreichend in den Blick genommen.

→ den kompletten Newsletter lesen …

Download PDF

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.