Mit dem Strom – Ev. Kirche auf Anpassungskurs Hans-Jürgen Volk geht in seinem Artikel "Kirche in Zeiten des Rechtspopulismus" dem Problem des gesellschaftlichen Anpassungskurses der evangelischen Kirche nach.

„Spätestens seit zwei Jahrzehnten haben wir es mit einer evangelischen Kirche zu tun, die sich weitaus mehr von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen beeinflussen ließ, als das sie selbst, kritisch, konstruktiv oder korrigierend, in den öffentlichen Diskurs eingegriffen hätte. Exemplarisch waren für die evangelische Kirche Entwicklungen im säkularen Umfeld, die man auf der Leitungsebene der Kirche bereitwillig übernahm. Damit wurde die von Barth im Gefolge von Barmen geforderte Bewegung in ihr Gegenteil verkehrt und der Gesellschaft der Dienst einer öffentlichen Theologie versagt, die sich selbst durch das überzeugende, mitunter auch nur zeichenhafte Beispiel kirchlichen Seins und Handelns bezeugt.“

… Nötig wäre eine konsequente Umkehr von einem falschen und letztlich unkirchlichen Kurs, wie sie das Wormser Wort einfordert. Nötig wären mutige Schritt, innerhalb des kirchlichen Lebens eine wirksame Teilhabe der Kirchenmitglieder zu ermöglichen. Die Mitglieder könnten durch kirchliche Plebiszite bei Fusionsprozessen und anderen strukturellen Veränderungen mit eingebunden werde. Mutig wäre es, z.B. Spitzenämter auf Kirchenkreisebene durch eine Wahl der Kirchemitglieder zu vergeben. Mutig wäre es, Gewaltenteilung und Machtkontrolle zu praktizieren. …


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