Lob und Tadel für Sparpläne Idea-Artikel gibt Überblick über Reaktionen auf die Haushaltskonsolidierung der EKiR

„Der landeskirchliche Haushalt soll 2018 im Vergleich zu 2012 um 35 Prozent (20 Millionen Euro) gekürzt werden. Acht Millionen Euro waren schon auf der diesjährigen Landessynode beschlossen worden. Erste Vorschläge für das Einsparen von weiteren zwölf Millionen Euro hatte die Kirchenleitung im September vorgelegt und sie anschließend an mehreren Orten mit Kirchenmitgliedern und Interessierten diskutiert. Dass die Kirchenleitung aufgrund der Rückmeldungen Veränderungen gegenüber den ursprünglichen Vorschlägen vorgenommen hat, begrüßt das Netzwerk »KirchenBunt im Rheinland«. Einer der Initiatoren, Hans-Jürgen Volk (Eichelhardt/Westerwald), sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: »Die Bereitschaft zum Hinhören und zur Transparenz ist im Vergleich zur Vergangenheit spürbar gewachsen.« Doch es blieben Schwachpunkte. Volk: »Das Verhalten einer Kirche, die massive Kürzungen bei der kirchlichen Bildungsarbeit oder auch bei der Arbeit mit Landzeitarbeitslosen durchführt, die Gemeinden und Einrichtungen vor Ort finanziell schwächt und im Gegenzug massiv neue Verwaltungsstellen einrichtet …, ist öffentlich nicht mehr vermittelbar.«“

Der Vorsitzende des Evangelischen Pfarrvereins im Rheinland, Pfarrer Friedhelm Maurer (Gemünden/Hunsrück), ist enttäuscht. Denn der Vorstand des Pfarrvereins hatte im Vorfeld in einem offenen Brief an die Kirchenleitung eine Denkpause gefordert, um unumkehrbare Negativfolgen zu verhindern. Ihm sei durchaus bewusst, dass es schwer ist, „ein Schiff, das Fahrt aufgenommen hat, zu bremsen und zu wenden“. Doch letztlich stimmten die Synodalen über die Vorschläge ab. Er hoffe, dass sie sich der Tragweite ihrer Entscheidung bewusst sind: „Jeder und jede gewählte Delegierte sollte seinem/ihrem Gewissen folgen – und dann ist alles noch möglich, wenn es tatsächlich so ist, dass der Heilige Geist eine Synode leitet!“ Der Reformator Martin Luther (1483-1546) habe gesagt: „Wenn nicht geschieht, was wir wollen, wird geschehen, was besser ist.“ Deswegen ermutige er, um das Wirken des Heiligen Geistes zu beten.

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