Kirche mit leichterem Verwaltungs-Gepäck? Superintendent Isigkeit aus Moers leitet neue Arbeitsgruppe, die die Verwaltung vereinfachen soll

Die Geister, die sie rief, will sie nun wieder los werden: Im rheinischen Landeskirchenamt wird in Zukunft Noch-Superintendent des Kirchenkreises Moers, Ferdinand Isigkeit eine Arbeitsgruppe leiten, die sich unter dem Motto: „Unterwegs mit leichtem Gepäck“ mit der Vereinfachung der Verwaltung befasst.

Damit reagiert die Landeskirche auf die immense Personalkostenentwicklung, die sich auch in den Beschlüssen der diesjährigen Frühjahrssynoden der Kirchenkreise spiegelt, die von den Synodalen teilweise nur widerwillig gefasst wurden, um den Verwaltungsapparat am Laufen zu halten. Es wird immer deutlicher, dass die Verwaltungsstrukturreform in Verbindung mit der Einführung des Neuen Kirchlichen Finanzmanagements (NKF) nicht zu der in Aussicht gestellten Entlastung der Kirchengemeinden beiträgt, sondern einen Automatismus entwickelt, der kaum Gestaltungsspielraum lässt. Die Frage ist, inwieweit eine Arbeitsgruppe überhaupt noch Einfluss auf diese Entwicklung nehmen kann und wenn ja, in welche Richtung sie tendiert: Zu weiterer Zentralisierung und damit womöglich fortschreitender Entmündigung der Presbyterien? Oder räumt man den Kirchengemeinden mehr Ausnahmeregelungen ein, damit der Bedarf vor Ort den finanziellen und personellen Aufwand bestimmt? Man darf gespannt sein …


→ http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moers/isigkeit-verlaesst-den-kirchenkreis-moers-aid-1.6096806

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