Gästebuch

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12 Beiträge
  1. Im Norden tut sich was: Die gemeinsamen Aktionen von „Gemeinde im Aufwind“ und „Offener Brief“, als Antwort auf die vielen Probleme mit der Strukturreform, hat bei der Kirchenleitung der Nordkirche ein deutliches Echo gefunden.

    Auf einer Fachtagung am 7. Nov. habe ich die Abnahme unter „Anschlusszwang zu überteuerten Gebühren“, als strafbare Handlung bezeichnet. „Vorteilserlangung durch Zwang“ geht nach BGB §138 nicht und führt zur Nichtigkeit des Gebührenmodells.
    S.a. VELKD-Urteil (RVG 1/2010) Seite 10 ab Zeile 10 : Doppelabschöpfung ist verfassungswidrig!.

  2. Danke! Einfach Danke! Danke, dass ihr euch so einsetzt gegen die Missstände in unserer Kirche. Andere treten aus, ihr wollte verändern. Und zwar zum besseren. gebt den gemeinden die Autonimie zurück, damit Kirche am Ort, Kirche in Gemeinden, Kirche für Menschen bestehen bleiben kann. Wie soll es Angebote geben, wenn die Strucktur fehlt! Wir wollen keinen riesigen Bistümer, wie bei den Kollegen. Wir wollen freie und selbstbestimmte Gemeinden und keine Verwaltungsstruckturen.

    Danke für euren Einsatz!

  3. Weiter so! Ich glaube: In diesem immer größer werdenden Netzwerk der Solidarität kann viel Nötiges verwirklicht werden, damit Kirche lebensfreundlich bleibt oder wird. Danke für Ihren Rückhalt für unsere Rommerskirchner Gemeinde.
    Maria Sassin

    Kirchenbunt

    Bunt
    wünsche ich mir meine Kirche
    geräumig
    mit Platz für alle Gedankenfarben
    großherzig
    mit schützendem Raum für jedes Schicksal
    tolerant und sehend
    lebendig und brandaktuell
    im Jetzt lebend und lebensfreundlich
    für die Zukunft aller handelnd.

    Alterslos und immer jung
    für alle Generationen
    fest verwurzelt im Wort Gottes
    der um uns ist und in uns
    im Wort, das Liebe ist
    und Liebe ausstrahlt
    damit alle Gemeinde sein können
    und sich aufgehoben fühlen
    in einem Netzwerk weltumfassenden
    Schöpfungs-Friedens.

    © maria Sassin

  4. Vielen Dank, dass Sie so schnell auf unsere Aktion gestern reagiert haben, den Artikel veröffentlicht und das Video eingestellt haben.
    Beste Grüße aus Rommerskirchen

  5. Danke für die email mit der Info zum “ Wormser Wort“. Ich kann Ihrem Bericht , soweit ich das als einfacher Presbyter beurteilen kann, in allen Punkten zustimmen. Ein Beispiel, das mich besonders ärgert, ist der ständige Abbau an Pfarrstellen. Hier scheint unsere Kirchenleitung den Hauptansatz zum Einsparen zu sehen. Immer weniger Pfarrerinnen und Pfarrer müssen sich um immer mehr Gemeinden kümmern -Stichwort “ Cooperationsräume“. Gleichzeitig kommen durch NKF und Strukturreform immer mehr Verwaltungsaufgaben und die Beantwortung diverser , fragwürdiger Fragebögen auf PfarrerInnen und Presbyterien zu. Dadurch bleibt die Kernaufgabe der Geistlichen ,Verkündigung und Seelsorge, immer mehr auf der Strecke.
    Das kann es aber doch nicht sein.
    Bleiben Sie mit Ihrer Initiative weiter am Ball.
    Mit freundlichen Grüßen
    Willi Müller
    Gemünden 22.10.14

  6. Nachdem festzustellen ist, dass die Zahl der leistungsfähigen Kirchengemeinden wächst, die sich mit den Zielen der Verwaltungsstruktur nach dem VerwG der EKiR nicht abfinden wollen, sollte es das Ziel sein, dieses Gesetz, wie es das Rechtsgutachten deutlich macht, als kirchenverfassungswidrig erklären zu lassen. Da das Kirchenrecht eine separierte Normenkontrollklage nicht vorsieht, scheidet diese mit größter Wahrscheinlichkeit aus. Ungeachtet dessen ist es auch nach kirchlichem Verwaltungsgerichtsrecht möglich, das VerwG inzident, also an einer anfechtbaren Einzelfallentscheidung festgemacht, die sich auf dieses Gesetz stützt, auf den gesehenen Widerspruch zur Kirchenordnung als „Kirchenverfassung“ hin überprüfen zu lassen. Dies kann z. B. eine Versagung der Genehmigung des LKA zu einer im Widerspruch zum VerwG stehenden Gemeindesatzung sein, wie auch eine der zu erwartenden aufsichtsbehördlichen Weisungen zur Anpassung der Verwaltung der Kirchengemeinden an die nach dem VerwG vorgesehenen Strukturen. Eigentlich kann man nur dazu raten, den Zeitpunkt der Entscheidung über die Kirchenverfassungswidrigkeit des VerwG so weit wie möglich vorzuziehen, um weitere, im Ergebnis unnötige Aufwendungen zu vermeiden. Wie schade, dass das VerwG es den Kirchengemeinden im Rahmen ihrer Eigenverantwortung nicht überlässt, darüber zu entscheiden, welche Aufgaben sie annehmen, abgeben oder beibehalten, jede nach ihren Fähigkeiten. Denn das wäre die Lösung, die die Kirchenordnung vorsieht: Wer Hilfe benötigt, dem werde geholfen. So viel Flexibilität der Kirchenkreise und des LKA sollte man erwarten können, zumal wenn eine zeitlich vorgelagerte, vertrauensvolle Vorbereitung mit den Kirchengemeinden erfolgt.

  7. Eine sehr gute Idee! Nur wenn es uns gelingt, möglichst viele unserer Gemeindeglieder zu wecken, kann es gelingen, diesen unseligen falschen Kurs zu ändern.

  8. Hallo Kirchenkunterbunt,

    eure Artikel machen Spaß zu lesen. Weiter so! Es regt sich Widerstand im Rheinland. Konformitätszwang jeglicher Art, hat mich schon immer gestört.
    Wir müssen das preußische Abnicken, was von oben kommt, aus den Köpfen unserer Presbyterien bekommen.
    Danke für eure theologisch gewürzten Beiträge!

    Joachim Wehrenbrecht

  9. Als Kirche bezeichnet man allgemein nicht nur das mehr oder weniger protzige Gebäude, bestehend aus gestapelten Steinen, sondern vielmehr die Gemeinde an sich. Bei der Vokabel „Gemeinde“ denke ich an „Gemeinschaft“ und „Gemeinsamkeit“. Und genau darin spiegelt sich der ursprüngliche Gedanke an Kirche wider. Die Aufgabe der Kirche sollte sein, Menschen auf- und anzunehmen, zusammenzuführen, sie mit seelsorgerischem Gedanken zu betreuen und ihrem Wohl dienlich zu sein.

    Als Mitglied des CVJM habe ich vor gefühlt unzähligen Jahren diese Mission als solche empfunden.
    Ich habe mich „aufgehoben“ gefühlt.

    Schaue ich heute, nach einstmaligem Austritt und dem vor nicht allzu langer Zeit erfolgten Wiedereintritt (wegen der löblichen und bewundernswerten Arbeit vor Ort, die mich das Kapitel „Identifikation“ neu schrieben ließ), kritisch auf die Entwicklung der „Kirche“, mache ich mir ernsthafte Sorgen.
    Oder bin ich nicht eher entsetzt?

    Wie kann es sein, dass „Kirche“ sich in auffallend selbstherrlicher Weise von der Basis entfernt und verwaltungstechnischen und pekuniären Angelegenheiten oberste Priorität einräumt?
    Darüber hinaus werden scheinbar Fakten und Zahlen verschwiegen, verschleiert oder gar falsch dargestellt. Das ist typisch politisches Gehabe, wo es ausschließlich darum geht, auf persönliche Vorteile zu schielen und den (bedürftigen) Menschen zu vernachlässigen und ihn dabei auf der Strecke zu lassen.
    Da gewinnt Ignoranz die Oberhand über erforderliche Empathie.

    Die Rede ist hier nicht von Taschengeldern, sondern von Millionen-Beträgen!
    Und wenn ich dann höre, dass finanzielle Mittel beispielsweise für Sitzgelegenheiten für Jugendräume fehlen und nicht verfügbar gemacht werden können, dass Menschen Fahrgemeinschaften gründen oder auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen müssen, um einen Gottesdienst in ihrer Nähe besuchen zu können, ist das nicht mehr nur mit einem Kopfschütteln abzutun.

    Und wenn die Landeskirche (wissentlich falsch) davon redet, dass bei allen erforderlichen Maßnahmen zu einer Neustrukturierung der Kirche immer der Gedanke an das Wohl der Gemeinde im Vordergrund stehe, ist das nicht mehr nur ein schlechter Witz, sondern schlichtweg gelogen – und populistisch. Entfremdet, überheblich oder gar widerwärtig?

    Da braucht es Abnicker, Claqueure und Vasallen, um (überflüssig) gesteckte Ziele voranzutreiben und zu verwirklichen.

    Vielmehr allerdings braucht es Verantwortliche in der Kirche, die aufbegehren und sich aus dem Schoß der Obrigkeit befreien, um weiterhin die Möglichkeit zu haben, ihrer eigentlichen Aufgabe gerecht zu werden. Nämlich sich um den Menschen zu kümmern, der die Gemeinde als sein Nest betrachtet, dort seinen mit „Heimat“ in Einklang zu bringenden Halt sucht.

    Ich ziehe den Hut vor denen, die das Rückgrat haben, sich Großkopferten, Wichtigtuern und Pöstchenbesetzern mit allem Engagement zu widersetzen. Vor denjenigen, die Gemeinde als Gemeinde empfinden und leben. Auch und vor allem, weil sie den Ausführungen der Kirchenleitung nicht auf den Leim gehen, sondern unbequem bleiben und das tun, was sie von Herzen und täglich – unabhängig von Zeit und Geld – mit Leib und Seele tun: ihre Schäfchen hüten.

    Insofern ist „KirchenBunt“ nicht nur eine Idee, sondern eine notwendige Initiative.
    Und sollte ich gefragt werden: Ich bin dabei!!!

    Nicht des Protestes an sich wegen, sondern weil es Sinn macht.
    Und weil ich dazu stehe, nicht einmal anonym:
    Christof Willer, Tel. 01520 – 184 19 14

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