ELKH: A16 für den Sup? Kommentar zur geplanten Höherstufung Entscheidung über Höherstufung der Superintendenten auf die Herbstsynode vertagt

„Gegen die Empfehlung des Finanzausschusses brachte der Landessynodalausschuss der Hannoverschen Landeskirche den Antrag auf Durchstufung der Superintendenten nach A 16 ein.“ Die Begründung: „Auch die Amtsleiter bekommen ja mehr. Die Begründung dafür: die Amtsleiter erledigen immer komplexere Aufgaben.“

In der Veränderung des Gehaltsgefüges bei uns in der Kirche wird deutlich, dass das Organisieren von Arbeit immer wichtiger wird gegenüber dem Verrichten von Arbeit. Leiten, Management, das, was Superintendenten und andere tun, soll Gemeindearbeit fördern. Dazu ist ein Kirchenkreis da. Dazu ist die Landeskirche da. Jedenfalls ist das rein quantitativ die Hauptaufgabe. Erfolgreich ist Kirchenleitung, wenn es den Gemeinden gut geht. Wenn ich die Frage beantworten sollte, ob unsere Kirchenleitung über die Jahre besser geworden ist, wüsste ich spontan nicht, ob ich das mit „Ja“ beantworten könnte. Kann sein, dass sie wichtiger geworden ist in dem Sinn, dass sie mehr Zeit absorbiert. Aber das kann auch an meiner Arbeitseinteilung liegen oder an meiner Rolle im Kirchenkreis, ich weiß es nicht so genau. Mein Eindruck von der Lage: die Welle der Gehaltserhöhungen beginnt auf landeskirchlicher Ebene. Das Instrument, mit dem Einstufungen geändert werden, heißt Stellenbewertung. Es wird im Landeskirchenamt – so höre ich – von einer externen Firma durchgeführt, wegen der „Objektivität“. Das ist doch ein Witz. Als Berater muss ich doch meinen Klienten (den Mitarbeitenden im LKA) bescheinigen, dass sie toll sind und gut arbeiten. (Offiziell ausgedrückt: Ich begegne ihnen wertschätzend) Ich will ja zufriedene Kunden. Man könnte argumentieren: die Beraterfirma ist ja von der Leitung eingestellt. Auch kein Argument. Jeder weiß schließlich: wenn ich A15er leite, muss ich selbst mindestens A16 bekommen. Die Berater haben also ein vitales Interesse daran, Mitarbeiter hochzustufen.

(…)

Gleichzeitig wird erwogen, so höre ich dann auch, ob nicht das Barmer Bekenntnis in die Reihe unserer Bekenntnisse aufgenommen werden soll. Das ist das Bekenntnis mit der „Gemeinde von Brüdern (und Schwestern)“, bei der verschiedene Ämter keine Herrschaft des einen über den anderen begründen und die mit ihrer (Gehalts)ordnung ihrer Botschaft folgt. Ach.“

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