ELKB: Gemeinden sind die Verlierer epd-Interview mit Aufbruch-Gemeinde, dem Gemeindebund der Bayerischen Landeskirche

„Die Gemeinden sind momentan die Verlierer. Die sogenannten Schlüsselzuweisungen, von denen sie alles bezahlen müssen, gingen von ca. 38 Prozent der Kirchensteuereinnahmen auf 24 Prozent zurück.“

Die Konsequenz ist, dass die Gemeinden überall reduzieren müssen, bei Bürostunden, beim Hausmeister, beim Mesner, beim Kirchenmusiker. Ausgerechnet bei den Menschen, die das Gemeindeleben am Laufen halten. Und das, obwohl die Kirchensteuereinnahmen stetig gestiegen sind. Da gab es Zuwächse um 30 Prozent.

Wir verstehen uns als Anwalt der Ortsgemeinden, unsere Stimme muss gehört werden. Wir wollen, dass die Kirche vor Ort wieder lebensfähig wird.

Wir müssen uns entscheiden, ob wir Volkskirche in der Fläche sein wollen oder Zentren im Sinne des Konzepts „Kirche der Freiheit“ haben wollen. Beides geht nicht. Wir fühlen uns da von der Kirchenmitgliedschaftsstudie der EKD bestätigt. Da heißt es, dass die Bindung an die Kirche über die Ortsgemeinde geschieht.


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Ein Beitrag
  1. Es kann sein, dass die Finanzausgleichsregelungen im Rheinland für die Gemeinden extrem ungünstig sind. Dies kann an Strukturen liegen, die ich im einzelnen nicht kenne. Für Westfalen ist festzuhalten, dass zunächst die Kirchenkreise einen Anteil aus der Gesamtkirchensteuer der Landeskirche in Höhe von rd. 62 % erhalten. Für die Verteilung an die Kirchengemeinden sind allerdings die unterschiedlichsten Finanzsatzungen verantwortlich. Im Kirchenkreis Siegen erhalten die Kirchengemeinden -einschl. Pfarrbesoldungskosten- von den 62 % rd. 80 %. Die Finanzzuweisung für die kreiskirchlichen Aufgaben ist auf 20 % gedeckelt. Vielleicht können die Finanzsatzungen von Westfalen ja Vorbild für’s Rheinland sein.

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