EKiR-Jugend: Investieren statt sparen "Investitionen sind unbedingt notwendig und sollten so früh wie möglich beginnen."

Auf einer Tagung Anfang Oktober wurden die ersten Ergebnisse der neuen Tübinger Konfirmandenstudie präsentiert. Für Dr. Ute Sparschuh vom Amt für Jugendarbeit der EKiR waren dabei vor allem die Beiträge aus Finnland, Norwegen, Schweden, der Schweiz und Ungarn erkenntnisreich. Dort wird auf die Einbrüche bei Tauf- und Konfirmandenzahlen anders umgegangen als in unserer Landeskirche. Während hier Zuschüsse gekürzt werden, intensiviert man dort die Investitionen, um dem Trend entgegenzuwirken.

In Norwegen endet gerade die Implementierungsphase einer erfolgreichen groß angelegten (staatlich statt schulischem Bekenntnis-Religionsunterricht mitfinanzierten) „Graswurzelreform“, mit deren neuen Programmen, Angeboten und Methoden in den Gemeinden Religions- und Glaubensunterricht als das, was wir unter Kinder- und Jugendarbeit verstehen, praktiziert wird (Maßgaben z.B.: große Formate, hohe Teilnehmerzahlen erreichen, Integration und Differenzierung, breitenorientiertes Normalprogramm, „Event als Normalform der Glaubenserziehung“). […] In der Schweiz setzt man, da Religionsunterricht sich nicht als Ersatz für religiöse familiare Sozialisation bewährt hat, auf ein „Gesamtkatechumenat“, vernetzt Vor- und Primarschule mit Kinder- und Jugendarbeitsangeboten und der Konfirmandenzeit in einer Angebotskette, und tätigt hohe Investition in Personal‐ und Ressourcen für den „Versuch neuer Sozialisation und Beheimatung“ und zwar unter „Zurückhaltung gegenüber festen dogmatischen Programmen und institutionellen Vorgaben“.

Sparschuh kommt daher zu dem Schluss: „Jetzt in Kinder- und Jugendarbeit investieren, nicht wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist!“

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