EKHN: Zuviel Verwaltung und Regelwerk – zu wenig Zeit für Inhalte! Entscheidungen der Landeskirche gehen an der Wirklichkeit der Gemeinden vor Ort vorbei

Dekan Karl Hans Geil führte aus, dass der Abstand, den Gemeinden zu Entscheidungen der Kirchenleitung in Darmstadt empfänden, immer größer würde: „Da werden von der Synode und von Zentren neue Projekte gestartet, Verwaltungsverordnungen werden beschlossen und Gesetzesanpassungen durchgeführt, wo ich oft den Eindruck habe, das hat zu unserer Wirklichkeit nicht mehr viel Bezug. Zu unterschiedlich seien die Kirchengemeinden. Regelwerke helfen da oft nicht weiter. Weiterhin kritisiert Geil den ständig steigenden Verwaltungsaufwand.

Dilettantismus warf Ewald der Kirchenverwaltung in Bezug auf die Einführung der Doppik in den Pilotdekanaten vor. Die Regionalverwaltung Starkenburg-West laufe am Limit, weil die Systemprogramme nicht funktionierten und sich der Frust auf allen Seiten ins Unermessliche gesteigert habe in den letzten Wochen und Monaten. Vor allem die menschlichen Verbrennungen und Überlastungen durch falsche Planung und die schlechte Umsetzung seien bedenklich und zu kritisieren.

→ Pressemitteilung des Dekanats Ried …

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Ein Beitrag
  1. Vielen Dank. Endlich mal eine deutliche Aussage von einem leitenden Geistlichen. Diese Ansicht kann man nicht deutlich genug unterstützen. Mir stehen die Haare zu Berge wenn ich sehe und höre wohin sich meine evangelische Kirche entwickelt auf die ich einmal so stolz war. Ich verstehe überhaupt nicht weshalb nicht aus allen Gemeinden SOS gefunkt wird und warum man die Kirchenleitung nicht endlich zur Rede stellt.
    Man kann einmal getroffene Entscheidungen durchaus überdenken und zurücknehmen wenn man erkennt dass sie falsch waren, dies ist kein Zeichen von Schwäche sondern zeugt von wirklichem Mut und Willen das Beste für unsere Kirche zu erreichen.

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