EKHN: Dekanat fordert Kostentransparenz bei Einführung der Doppik Schlechte Erfahrungen in der EKIR bilden Grundlage für kritischen Blick auf die verwendete Software

Bis gestern, vom 23. bis 24. April 2015, tagte die elfte Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau. Vor allem die Eingaben des http://dekanat-bergstrasse.ekhn.de/startseite.html lassen aufmerken. U.a. wird eine Untersuchung gefordert, „ob die Darstellung der Kosten für die Einführung der Doppik den Kriterien der Haushaltsklarheit und Wahrheit entsprochen haben.“ Dies sei insbesondere deshalb zu prüfen, „weil der Kirchenverwaltung bekannt sein konnte, dass es bei der Einführung der gleichen Software in der Ev. Kirche im Rheinland zu erheblichen Problemen gekommen ist, die zu außerordentlich hohen Mehrkosten geführt haben und bis heute nicht gelöst sind.“

Dieser ist allerdings nur einer von gleich vier Anträgen des Dekanats. Konsequenterweise wird die Kirchenleitung auch aufgefordert, „das neue Rechnungswesen in anderen Kirchengemeinde, Dekanaten und Einrichtungen nicht einzuführen, solange ein geordneter, reibungsloser Einsatz nicht gewährleistet werden kann.“ Auch die anderen beiden Anträge sprechen Bände:

Die Kirchenleitung hat dafür Sorge zu tragen, dass Kirchengemeinden und Dekanaten keine finanziellen oder rechtlichen Probleme auf Grund der Einführung des neuen Rechnungswesens entstehen, die die Kirchenverwaltung zu verantworten hat.

Außerdem wird eine Aufstellung der Kosten für die Einführung der Doppik verlangt.

Im Bericht der Kirchenleitung wurden bereits die Probleme bei der MACH-Software angesprochen und entsprechende Maßnahmen vorgeschlagen. Eine Verzögerung der für den 1. Januar 2016 geplanten Einführung des neuen Rechnungswesens wird nicht ausgeschlossen.

→ http://www.alsfeld-evangelisch.de/kirchensynode3031-a-3031.html

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Ein Beitrag
  1. endlich beginnt die erste Landeskirche zu denken und hinzuschauen, vllt. kann man ja noch das schlimmste verhindern, dafür wünsche ich toi toi toi. Mein Wunsch wäre, dass auch die ev. Kirche im Rheinland noch einmal darüber nachdenkt ob sie den richtigen Weg eingeschlagen hat. Es ist nie zu spät zur Umkehr. Fehler darf man machen, aber wenn man sie erkennt muss man den Mut haben sie zu korrigieren, das würde uns den Respekt der Gemeindeglieder einbringen und uns wieder Glaubwürdig machen.

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