Einladung zum Gemeindebündetreffen in Altenkirchen Am 18. und 19. September lädt KirchenBunt zum ersten Treffen der Basisbewegung in die Landjugendakademie ein.

Zu dem Treffen werden Vertreter der Gemeindebünde aus der Nordkirche, Bayern, Berlin-Brandenburg-schlesische-Oberlausitz und der Evang. Kirche im Rheinland erwartet. Darüber hinaus freuen wir uns darüber, dass wir Frau Prof. em. Dr. Gisela Kittel, evang Theologin und Didaktikerin und Herrn Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD als engagierte Referenten gewinnen konnten. Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme haben, können Sie sich mit folgendem Formular anmelden. Ein ausführliches Programm sowie eine Anfahrtsbeschreibung zur Landjugendakademie finden Sie hier.

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Ein Beitrag
  1. In unsere Kirche wird das reformatorische Gemeindeprinzip Stück für Stück ausgehebelt und in sein Gegenteil verkehrt wird. Im Jahr des Reformationsjubiläums verlässt die evangelische Kirche damit die eigene Grundlage.
    Diese Top-Down- Strategie kann ich mit einem Gewissen und meinem Selbstverständnis als evangelische Pastorin nicht vereinbaren. Denn die Zentralisierungsmaßnahmen dienen nicht in erster Linie der Verkündigung des Evangeliums, sondern dem Erhalt der Institution Kirche.
    Diese hat seit Jahren durch eine bewusst geschürte Propaganda und das Heraufbeschwören von Schreckensszenarien die Gemeinden an der Basis verunsichert und ihnen eingeredet, dass sie nicht fit seien für die Zukunft.
    Woher kommt diese Anmaßung?
    Aus der Bibel und dem Evangelium jedenfalls nicht. „Sorget nicht, sondern sorgt zuallererst dafür, dass das Reich Gottes unter euch eine Chance hat“, so hat Jesus sinngemäß seinen Jüngern zugerufen, und diese Aufforderung und Ermutigung Jesu gilt uns noch immer. Unsere Aufgabe ist nicht der Erhalt der Institution, sondern die Verkündigung des Evangeliums, und das heißt: Menschen zu ermutigen und zu trösten, sie aufzurichten, sie zu stärken in den verschiedene Lebensbezügen, Fremde willkommen zu heißen und ein friedliches Miteinander zu fördern. Das geschieht auch heute noch genau so wie damals, an der Basis, in der Kommunikation von Mensch zu Mensch.
    Eine immer teurer werdende Verwaltung und andere Zentralisierungsmaßnahmen aber entziehen systematisch den Gemeinden vor Ort die finanzielle Basis für die Verkündigung des Evangeliums, nur um dann auf anderen sogenannten „höheren Ebenen“ neue Funktionen und Aufgabenbereiche anzusiedeln, die Strategien entwickeln und Projekte starten, mit denen sich dann wiederum die Gemeinden vor Ort beschäftigen sollen.
    Mit diesem radikalen Umbau verlässt die Kirche ihre zentrale Aufgabe und begibt sich in die Bedeutungslosigkeit. Unsummen an anvertrauen Geldern so verschlungen und für sachfremde Zwecke vergeudet.

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