Ein Blick „von oben“, ein Blick „von unten“ Dr. Katharina Dang antwortet auf einen Vortrag von Bischof Dröge zu den Reformprozessen ihrer Landeskirche

Eine Landeskirche, ein Reformprozess, zwei verschiedene Blickwinkel – wie sehr sich Evaluationen „von oben“ und „von unten“ unterscheiden können, machen ein Vortrag von Bischof Dr. Dr. h.c. Markus Dröge und der sich darauf beziehende Kommentar von Dr. Katharina Dang (beide Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) deutlich. Während der Landesbischof in den Reformmaßnahmen „Chancen für die Kirche in ländlichen Räumen“ sieht, konstatiert Dang ein „Schönreden wie zu DDR-Zeiten“.Dröge:

Manchen fällt es dann trotzdem schwer, die notwendigen Veränderungen einzuleiten. Die Sorge ist zu groß, Selbständigkeit zu verlieren. Andere aber gehen schon sehr frühzeitig verantwortungsbewusst die Aufgaben an, weil sie sehen, dass sie an die nächste Generation denken müssen. Letztlich sind es die viele guten, gelungenen und mutmachenden Beispiele von Reformen, die sich herumsprechen und die dann motivieren, die notwendigen Herausforderungen zu bewältigen. …

Dang:

Von welchem „wir“ spricht unser Bischof M. Dröge? Es ist doch wohl das „wir“ der Kirchenleitung, die mit Hilfe von professioneller Unternehmensberatung den gegenwärtigen „Reformkurs“ auf Fahrt gebracht hat, diesen Kurs, der Eigenständigkeit und Kreativität eindämmt, viel Frust erzeugt und manches zu zerschlagen droht oder dem Verfall preisgibt, was an der Basis gewachsen ist. Das geschieht auch einfach deshalb, weil das, was in den Gemeinden geschieht, weder ausreichend zur Kenntnis genommen, noch gewürdigt und in neue Konzepte mit einbezogen wird. Stattdessen werden neue Stellen geschaffen, die nun für die von den „wir“ geplanten Aktionen und Events tätig werden sollen, befristete Stellen für Menschen, die sich erst einmal einen Interessenten- und Mitarbeiterkreis mühsam aufbauen müssen.


→ … Vortrag Dröge …
→ … Kommentar Dang …

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