EKHN: Doppik-Pilotprojekt mit Startschwierigkeiten Die Einführung der Doppelten Buchführung bereitet nicht nur in der EKiR Probleme

Auf der Frühjahrs-Synode des Dekanats Wiesbaden wurde heftige Kritik am Doppik-Pilotprojekt geübt. „Die Einführung der doppelten Buchführung in der Finanzverwaltung der Kirche gestalte sich in der praktischen Arbeit mehr als problematisch – davon berichteten Synodale aus verschiedenen Gemeinden, vor allem aus Gemeinden, die gerade bauen. So sei es in den ersten Wochen des Jahres zu massiven Schwierigkeiten gekommen, weil Rechnungen aufgrund fehlender oder nicht funktionierender Verknüpfungen im Computersystem nicht bezahlt werden konnten. Mahngebühren, Androhungen von Inkasso-Verfahren, nicht zu realisierende Skonto-Vereinbarungen sind ebenso die Folge wie verzweifelte Sekretariats-Angestellte sowie erboste Kirchenvorstände – und ein großer Vertrauens- und Ansehensverlust.“

Almut Schönthal von der Kirchenverwaltung in Darmstadt entschuldigte sich für die Schwierigkeiten des Projektes, nachdem sie in einem Referat Ziele, Umsetzungsstrategien und Anwendungsbeispiele skizziert hatte und deutlich zu machen versuchte, dass die Umstellung auf doppelte Buchführung nicht nur notwendig sei, sondern am Ende auch eine Erleichterung für alle Vorgänge sein werde. Der neue Propst für Süd-Nassau, Oliver Albrecht, versprach, rasch Klarheit zu schaffen, wer denn die Mahngebühren zu zahlen hat, also die von der System-Misere betroffenen Kirchengemeinden oder die Kirchenverwaltung.

→ Quelle: Wiesbadener Kurier

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