„Die Amtskirche beseitigt die Volkskirche“ Der Geograf Gerhard Henkel kritisiert den Rückzug der Kirche aus der Fläche

In einem Interview mit der Welt äußert der Humangeograf Gerhard Henkel seine Besorgnis über den kommunale und kirchlichen Rückzug vom Land. „Viele Bistümer und Kirchenkreise machen es wie der Staat: Sie zerstören mit der Auflösung von Pfarreien bewährte Strukturen und stoßen damit ihre Mitgliederbasis vor den Kopf.“

Die habe weit reichende Konsequenzen für das soziale Gefüge. Henkel:

Kirchenvorständen, Pfarrgemeinderäten und Presbytern wird erklärt: Wir brauchen euer lokales Denken, Fühlen und Handeln nicht mehr. Kurz gesagt: Die Amtskirche beseitigt die Volkskirche. So lässt auf dem Land auch die Bindung an die Kirche nach.

Henkel sieht auch darin einen Nährboden für radikale Gruppierungen:

Der Vertrauensverlust gegenüber den staatlichen und kirchlichen Zentralen erzeugt Wut und Apathie. Extremistische Gruppierungen und neue Parteien nutzen dieses Fürsorge-Vakuum. Sie geben Menschen das Gefühl, wieder ernst genommen und umsorgt zu werden – und nutzen diese Situation, um Netzwerke aufzubauen und ihre Ideologie zu verbreiten.


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