Lennep: Leitung der zentralen Verwaltung durch Fachausschuss Kirchenkreis setzt sich gegen Landeskirche mit Gremienarbeit durch

„Wie auch die anderen vier Abteilungen des Evangelischen Kirchenkreises Lennep wird auch die Abteilung fünf »Evangelisches Verwaltungsamt« von einem Fachausschuss geleitet, dem Verterinnen und Vertreter der 18 Gemeinden und des Kirchenkreises angehören. Das war von der Landeskirche so eigentlich nicht vorgesehen. Obwohl die evangelische Kirche grundsätzlich presbyterial-synodal geleitet wird und obwohl der gerade der Kirchenkreis Lennep besonderen Wert auf seine Gremienkultur legt, sollte die Verwaltungsleitung in den Kirchenkreisen nur bei einer Person liegen. Nach langen Diskussionen zwischen Kirchenkreis und Landeskirche wurde für die Satzung des Kirchenkreises Lennep und seines Verwaltungsamtes erreicht, dem Verwaltungsleiter einen Fachausschuss beizugeben.“ Artikel lesen

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Die neue Ordnung in der Kirche Der evangelische Theologe Ingo Baldermann über Qualitätsmanagement und hierarchisierende Reformprozesse

Der evangelische Theologe Ingo Baldermann analysiert in einem Beitrag auf zwischenrufe-diskussion.de die bisherigen Auswüchse marktwirtschaftlich inspirierter Reformprozesse und führt ihre Intention ad absurdum. Sein Fazit: „Es geht nicht mehr darum, den Anfängen zu wehren; das haben schon viele versucht, auch vielstimmig genug, etwa in der Wormser Erklärung und dem Erfurter Wort. Es geht darum, jetzt zu verhindern, dass unsere Gemeinden faktisch entmündigt werden und unsere Kirche damit preisgibt, was von Anfang an  ihr ureigenstes Profil war.“ Artikel lesen

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Mut- und kraftlose Synoden?! Anneus Buisman kommentiert im Hannoverschen Pfarrvereinsblatt die scheinbare "Alternativlosigkeit" synodaler Beschlüsse

Landessynoden scheinen nicht nur in der Evangelischen Kirche im Rheinland ein bedrückend langweiliges Bild abzugeben. Waren die Tagungen früher ermüdend, weil bis in die Nächte diskutiert und um den richtigen Kurs gerungen wurde, sind sie es heutzutage, weil so wenig passiert und brav abgestimmt wird. Ähnliche Erfahrungen macht auch Anneus Buisman aus der Hannoverschen Landeskirche. In seinem Beitrag für das aktuelle Pfarrvereinsblatt stellt er fest: „Von einer Synode erwarte ich, dass sie um den rechten Weg in schwierigen Zeiten streitet. Stattdessen, wenn ich ihre Tagungen verfolge, erlebe ich dort gepflegte systemkonforme Debatten. Droht einmal ein Thema Brisanz aufzunehmen […], dann werden schnell mit Geschäftsordnungstricks offene Aussprachen abgewürgt und Entscheidungen eilig durchgewunken.“ Artikel lesen

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Kirche der Reformation? Erfahrungen mit dem Reformprozess und die Notwendigkeit der Umkehr

Im September darf man sich auf die Neuerscheinung eines Buches freuen, das sich kritisch mit den Reformprozessen der vergangenen Jahre auseinandersetzt und Korrekturen fordert. Herausgegeber sind Dr. Gisela Kittel und Dr. Eberhard Mechels, die Neukirchener Verlagsgesellschaft sorgt für den Druck. Autoren aus verschiedenen Landeskirchen haben sich daran beteiligt und reflektieren die Konsequenzen und Kollateralschäden, die im Zuge von Strukturveränderungen, Zentralisierung und Hierarchisierung zu beobachten sind. Artikel lesen

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Doppik formt die Kirche um Anlässlich des 125. Geburtstages des bayerischen Pfarrvereins blickt die Vorsitzende Corinna Hektor kritisch zurück und nach vorn

Seit 125 Jahren existiert der Pfarrverein der Bayerischen Landeskirche. Für die Vorsitzende Corinna Hektor Anlass genug, auf ihre Kirche einen kritischen Blick zurück und nach vorn zu werfen. Bemerkenswert, dass sie dabei gleich zu Beginn die Frage nach dem Wesen der Kirche stellt und dabei konstatiert, dass mit der Einführung der Doppelten Buchführung ein Paradigmenwechsel vollzogen wurde, der Kirche nachhaltig verändert. Wir zitieren aus ihrem lesenswerten Beitrag einige prägnante Passagen. Artikel lesen

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Geplanter Abschied von der Gemeindekirche Pfr. Dr. Christoph Bergner entlarvt die Strategie der EKD und Landeskirchen, eine Kirche von oben zu etablieren.

„Offenkundig bedeutet die Kirchenreform eine gravierende Änderung. War bislang die Ev. Kirche auf die Gemeinde gegründet und verstand sich in der lutherischen und reformierten Tradition als Gemeindekirche, so wird nun die Kirche von oben nach unten gedacht und organisiert.“ Artikel lesen

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10 Jahre „Kirche der Freiheit“ – und noch kein Ende?! Ein Interview mit dem Vizepräsidenten im Kirchenamt der EKD zeigt, dass an den strukturellen Zielen des Impulspapieres festgehalten wird.

Im August 2015 habe ich bereits einen Kommentar zum Impulspapier auf kirchenbunt.de veröffentlicht. Nun hat das evangelische Magazin „zeitzeichen“ ebenfalls Rückschau auf 10 Jahre „Kirche der Freiheit“ gehalten und dabei ein aufschlussreiches Interview mit einem der Initiatoren, Thies Gundlach, geführt. Darin gibt er offen die „Top-Down-Strategie“ der damaligen EKD-Leitung zu und interpretiert sie als „Dienstleistung“. Darüber hinaus hält er an den strukturellen Zielen des Dokumentes fest. Artikel lesen

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Die Frage nach der Reformfähigkeit der Kirche – KirchenBunt auf evangelisch.de In der Frage der Woche, Folge 57, beschäftigt sich Hanno Terbuyken von evangelisch.de auch mit den Kritikern des Reformprozesses innerhalb der Ev. Kirche.

Eine Anfrage über die Facebook-Seite macht KirchenBunt zum Thema auf evangelsich.de: „Statt ‚die Frage der Woche‘ fände ich mal die Frage nach der Reformfähigkeit und Zukunft der ev. Kirche interessant: Selbst wenn die letzte Gemeinde geschlossen ist, werden immer noch Synoden Tagen, Leitung und Verwaltung weiterarbeiten, doch wozu. Ich stelle eine immer größere Reformmüdigkeit und Frust bei vielen Beteiligten fest, da keiner mehr erklären kann wozu und wohin das Ganze führen soll. Antworten darauf und eine Reflektion über Grund und Ziel von Gegenbewegung zur Reform, wie z.B. Kirchenbunt, Gemeindenotbund etc., fände ich wichtig.“ Artikel lesen

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Hannover: Pastorenausschus gegen Gehaltserhöhung für Superintendenten Der Pastorenausschuss der Evangelische-Lutherischen Kirche Hannovers bekräftigt seine ablehnende Haltung bezüglich der geplanten Erhöhung des Ephorengehalts.

Schon seit geraumer Zeit steht in der Ev.-Luth. Kirche Hannovers die Anhebung der Superintendententengehälter von A15 auf A16 an. Im November 2015 wurde auf der Landessynode ein entsprechender Beschluss gefasst. Nun bekräftigt der Pastorenausschuss seine ablehnende Haltung gegenüber der Erhöhung – „weil dies die Dienstgemeinschaft der Ordinierten unnötig hierarchisieren würde“. Artikel lesen

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