Wegner: Ortsgemeinde muss gestärkt werden Der Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD plädiert für eine Stärkung der kirchlichen Arbeit vor Ort

Dr. Gerhard Wegner, Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD, äußert sich in einem TV-Kommentar für „idea Heute“: „Die Ortsgemeinde muss gestärkt werden, weil sie die wichtigste, tatsächlich die einzige wirkliche Begegnungsebene der Menschen mit unserer evangelischen Kirche ist. Wir sind keine römische Kirche, die gleich im Fernsehen anhand des Vatikans identifiziert werden kann, sondern unsere Kirche wird erlebt vor Ort in den Aktivitäten der Kirchengemeinde. Die Menschen identifizieren sich zunächst mit der Kirchengemeinde und dann mit der Evangelischen Kirche, das ist, was wir wieder deutlich in Untersuchungen herausgefunden haben.“  Artikel lesen

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Gemeindebund Bayern: 25% mehr Kirchensteuerzuweisung für Kirchengemeinden Der 2. Vorsitzende des Vereins, Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth, erläutert im aktuellen Newsletter die Hintergründe.

„Um diese unterste Ebene neu zu beleben, müssten Investitionen möglich werden. Und zwar Investitionen in Menschen, nicht in Steine. Denn Menschen vor Ort sind, auch laut der aktuellen Kirchenmitgliedschaftsstudie, die besten Werbeträger für unsere Kirche. Mit 25 % mehr Zuweisung an die Gemeinden vor Ort müssten nicht die wichtigen Dienste von MesnerInnen, HausmeisterInnen und SekretärInnen gekürzt, sondern könnten vielleicht sogar aufgestockt werden, um den über Jahre gestiegenen Anforderungen Rechnung zu tragen. Und es könnte wieder Raum sein, nicht bei jeder Sonderaufgabe nur über die Geldbeschaffung zu reden, sondern sich primär inhaltlich Gedanken zu machen und mit Freude an die Arbeit zu gehen.“ Artikel lesen

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Evangelische Christen erwarten Ortsnähe Deutliche Stellungnahme des Vorsitzenden des Pfarrverbandes "bei der Mitgliederversammlung zum Auftakt des Deutschen Pfarrerinnen- und Pfarrertages 2016

„In seinem Vorstandsbericht vor der Mitgliederversammlung des Verbandes evangeli­scher Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V. am 26.9.2016 in Lübeck-Travemünde stellte der Vorsitzende des Ver­bandes, Pfarrer Andreas Kahnt (Westerstede), die Folgerungen aus der fünften EKD-Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU) für den Pfarrberuf sowie eine Bilanz des EKD-Reformpapiers »Kirche der Freiheit« in den Mittelpunkt. Auch zu aktuellen Herausforderungen für die Pfarrerinnen und Pfarrerin in Deutschland nahm er Stellung.“ Artikel lesen

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IDEA: „Kirche verliert durch Reformen ihr Profil“ Das Online-Magazin IDEA berichtet über das Treffen der Gemeindebünde in Altenkirchen

„Die Bibel sieht die Gemeinden vor Ort als Basis der Kirche. Neue Gemeindeformen sind zwar möglich, dürfen aber die zentrale Stellung der Ortsgemeinden nicht untergraben. Diese Ansicht vertrat die Theologieprofessorin Gisela Kittel (Bielefeld) auf einer Tagung von vier Gemeindebünden am 18. und 19. September in Altenkirchen (Westerwald). Sie wenden sich gegen die Tendenz zu Zentralisierung, Hierarchisierung und Monetarisierung in den evangelischen Landeskirchen. Artikel lesen

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Verwaltungsstrukturreform: Rommerskirchen muss sich beugen Die unbequemen Protestanten geben den Widerstand gegen die Zentralisierung schweren Herzens auf

„Knapp drei Jahre hatte sich die Gemeinde gegen die Strukturreformen der Evangelischen Kirche im Rheinland engagiert. Ende Juni 2015 waren sogar etliche Dutzend Gemeindemitglieder beim Landeskirchenamt in Düsseldorf vorstellig geworden und hatten in einer kleinen Demonstration auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. Zumindest mit dem Erfolg, dass sich Präses Manfred Rekowski und andere Vertreter der Landeskirche im Dezember 2015 zu einem Gespräch mit dem Presbyterium in der Eckumer Samariterkirche trafen. Grundlegende Zugeständnisse gab es dabei wohl nicht: (Kirchen-)Gesetz ist nun einmal Gesetz und Ausnahmeklauseln, von denen Rommerskirchen und andere Gemeinden Gebrauch machen könnten, sieht die 2015 beschlossene Neuerung nicht vor.“ Artikel lesen

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Reformprozesse: „Anleitung zum Unglücklichsein“ Der Vorsitzende des Verbands evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland, Andreas Kahnt, sieht die EKD-Reformen kritisch.

„Nach Worten Kahnts ziehen die Landeskirchenämter zunehmend Kompetenzen an sich, etwa indem sie über Stellenbesetzungen und Ausgaben der Gemeinden entscheiden. Das entmündige die Gemeinden. Derzeit wandere viel Entscheidungsgewalt in die mittlere Leitungsebene. Dies sei vermutlich nicht effektiv. Kahnt beobachtet, dass die Kirchen »sehr viel Geld für Dinge ausgeben, die nicht unbedingt bei den Gemeinden ankommen«. Personalvermehrung und Kostensteigerungen gebe es vor allem in der Verwaltung.“ Artikel lesen

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G. Kittel/E. Mechels: Kirche der Reformation? Erfahrungen mit dem Reformprozess und die Notwendigkeit der Umkehr

„Angesichts des Reformationsjubiläums 2017 möchte dieses Buch die evangelische Kirche in Deutschland an ihre reformatorischen Wurzeln erinnern. Kritisch werden die Reform- und Umbauprozesse in den Blick genommen, denen die evangelischen Gemeinden in den letzten 20 Jahren, spätestens aber seit dem Impulspapier des Rates der EKD „Kirche der Freiheit“ 2006, ausgesetzt wurden. Sind sie noch mit den reformatorischen Grundentscheidungen im Einklang? Mit Bezug auf die erste Ablassthese Luthers im Jahr 1517 betont das Buch die Notwendigkeit der Umkehr, der Buße.“ Artikel lesen

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NKF: Wie die EKiR, so die EKHN Auch in Hessen-Nassau steigen die Kosten für die Einführung der Doppik

„Ursprünglich waren für das Projekt Doppik 9 Mio. € angesetzt. Zwischenzeitlich hat die Synode schon einen ersten Nachtrag in Höhe von 4 Mio. € gewährt. Und ein weiterer Nachschlag in Höhe von 8 Mio. soll auf der nächsten Synode im Herbst 2016 beschlossen werden. Dabei sind nicht die Vollkosten erfasst, sondern nur die Ausgaben,  bei denen die Mittel nach außen, an andere Firmen, fließen. Etwa für die Software, die erforderlichen Beratungen bei der Implementierung etc.“ Artikel lesen

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Zwang zur Reform macht die Reform zum Selbstzweck Pfarrer Dr. Christoph Bergner, Autor des Buches »Die ­Kirche und das liebe Geld« (Calwer Verlag 2009), analysiert den gegenwärtigen Zustand der evang. Kirche.

„Offenkundig bedeutet die Kirchenreform eine gravierende Änderung. War bislang die evang. Kirche auf die Gemeinde gegründet und verstand sich in der lutherischen und reformierten Tradition als Gemeindekirche, so wird nun die Kirche von oben nach unten gedacht und organisiert. Lassen wir die theologischen Probleme ausnahmsweise außen vor, so stellen sich praktische Probleme. Die neue Kirche braucht viel Verwaltung und diese Verwaltung hat es immer noch mit den gleichen Menschen, Kirchenvorständen, Gemeinden etc. zu tun, wie vorher. Das führt zu hohen Reibungsverlusten.“ Artikel lesen

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Westfalen lehnen „Bischof“ ab Die meisten Kreissynoden wenden sich gegen eine Umbezeichnung des Präsesamtes - sie sehen die presbyterial-synodale Ordnung gefährdet

Nomen ist ja bekanntlich manchmal Omen … Und so haben die meisten Kirchenkreise der Westfälischen Landeskirche den Vorschlag der Kirchenleitung abgelehnt, die Bezeichnung Präses in Zukunft durch Bischof bzw. Bischöfin zu ersetzen. „In den teilweise emotional geführten Debatten beriefen sie sich vor allem auf die Bedeutung der presbyterial-synodalen Grundordnung der westfälischen Kirche, die den Aufbau der Kirche von unten nach oben betont. Ein Bischofs-Amt sei dieser flachen Hierarchie nicht angemessen, hieß es, weil es historisch eher ein Machtverständnis von oben nach unten beinhalte.“, heißt es in einem Bericht der Zeitschrift „Unsere Kirche“. Artikel lesen

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