Wegner: Gemeinden sind die Drehscheiben der Kirchenmitglieder Der Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD kritisiert Verlagerung von Ressourcen auf die mittlere Ebene

Foto: Rolf Oeser

Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat KMU V, analysiert im Korrespondenzblatt Bayern die Situation der Kirchengemeinden und beleuchtet die von den Landeskirchen initiierten Strukturmaßnahmen. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass sie – entgegen den Vorstellungen mancher kirchenleitenden Verantwortlichen – „nach wie vor die entscheidende, ja im Grunde die einzig wirklich in der Masse wirkende Drehscheibe der Kirche und des christlichen Glaubens sind.“ Dementsprechend sollten Ressourcen nicht abgebaut werden, sondern die Parochien mehr Zuwendung erfahren. Artikel lesen

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Doppik: Scharfe Kritik Richtung Hannover Stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Celle fragt nach Untersuchungsausschuss

Scharfe Kritik übt der stellvertretende Superintendent Schmidt-Seffers am neuen Finanzsystem. Laut Celler Presse vom 18. Mai 2017 sprach er vor den Mitgliedern des Kirchenkreistages von einem in höchstem Maße unerfreulichen Prozess. Die kirchenleitenden Stellen in Hannover hätten es nicht geschafft, „verlässliche Instrumentarien zur Verfügung zu stellen, damit zum Beispiel die Kirchengemeinden Einnahmen und Ausgaben in aussagekräftige Haushaltsplänen wiederfinden könnten.“ Schmidt-Seffers wundert sich demnach, warum es noch keinen Untersuchungsausschuss in dieser Angelegenheit gegeben hätte, um die Versäumnisse aufzuarbeiten. „Das Landeskirchenamt ist ja nicht der bevorzugte Landeplatz des Heiligen Geistes.“ Artikel lesen

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Doppik: Same procedure in Hessen-Nassau Dekanat Wiesbaden beantragt Korrekturen bei der Implementierung des neuen Buchführungssystems

In der EKiR hat die Implementierung der Doppik (NKF – Neues Kirchliches Finanzwesen) zu erheblichen Problemen und Kostensteigerungen geführt, die auch nachhaltig die Haushalte der Kirchengemeinden belasten. Die hessen-nassauische Landeskirche steht bei der Umsetzung nun vor den gleichen Problemen, obwohl man durch die Erfahrungen in unserer Landeskirche hätte gewarnt sein müssen. Das Dekanat Wiesbaden stellt deshalb Anträge, um den eingeschlagenen Weg zu korrigieren. Artikel lesen

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„Wir überspannen den Bogen“ – Kirchensteuern steigen, Pfarrstellen werden abgebaut Auch für 2016 und 2017 wird mit einem Rekordaufkommen gerechnet. Sparprogramm geht unvermindert weiter.

Die Kirchensteuereinnahmen sind 2016 wieder einmal gestiegen. Und auch für 2017 wird mit einem Rekordergebnis gerechnet. Dennoch wird an den oft rigiden Sparkursen und Gemeindefusionsplänen, die auf den falschen Prognosen vergangener Jahre basieren, festgehalten. Auf der Synode der Württembergischen Landeskirche hat dies nun zu Unmut unter den Synodalen geführt. Genutzt hat ihre Kritik nichts. Artikel lesen

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FAZ: Kirchengemeinden prangern Verschwendung der Synoden an

„Immer mehr Kirchengemeinden sehen sich unzureichend an den Einnahmen aus der Kirchensteuer beteiligt. „Bei uns kommt maximal ein Drittel an“, kritisiert Karl-Friedrich Wackerbarth in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Der evangelische Pfarrer vom „Gemeindebund Bayern“ hält seiner Kirchenleitung zudem vor, zu viel Geld für Events wie das Reformationsjubiläum sowie Sonderstellen und Doppelstrukturen zu verwenden, von denen die einfachen Kirchenmitglieder nur wenig mitbekämen. „Es wird Geld verbrannt ohne Ende“, beklagt Wackerbarth in der F.A.S.“ Artikel lesen

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Verwaltungsstrukturreform: „Arbeitsverdichtung“ in den Gemeindeämtern Eingeschränkte Öffnungszeiten macht nicht nur den Gemeindegliedern zu schaffen!

RGA / Radevormwald: „„Wir haben im Gemeindeamt eine deutliche Arbeitsverdichtung festgestellt“, sagt Pfarrerin Manuela Melzer von der lutherischen Gemeinde. „Es ist stressiger geworden.“ Denn Sabine Schneider, Ansprechpartnerin im Gemeindeamt an der Andreasstraße, ist montags im Hause und dann erst wieder donnerstags. „An diesen Tagen wird sie von allen Seiten in Anspruch genommen“, beschreibt Melzer. „Nicht nur von Gemeindegliedern, sondern auch von uns Hauptamtlichen.““ Artikel lesen

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Kirchensteuerüberschuss: Dekanat fordert Ausschüttung an die Gemeinden Diskrepanz zwischen Finanzierungslücken in den Gemeinden und Einnahmeüberschuss bei den Kirchensteuern

„Seit mehreren Jahren klagen die Vertreter/innen der meisten Kirchengemeinden unseres Dekanates über ihre schwierige finanzielle Situation. Die landeskirchlichen Zuweisungen von Kirchensteuermitteln über den innerkirchlichen Finanzausgleich reichen nicht aus, um die Grundkosten des kirchengemeindlichen Haushaltes zu decken. Die Gestaltungsspielräume der Pfarrämter werden kleiner.“ Artikel lesen

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EKiR: Auswahlverfahren fragwürdig! Traugott Schall übt Kritik am zentralen Auswahlverfahren der Evangelischen Kirche im Rheinland - fachpsychologische Analyse und Korrektur notwendig

Auch die Evangelische Kirche im Rheinland beklagt einen zunehmenden Pfarrermangel. Umso erstaunlicher ist es, dass neben den beiden Examina und dem Vikariat ein weiteres, zentrales Auswahlverfahren etabliert wurde und damit für Theologen eine zusätzliche Hürde zur Wahl in eine Pfarrstelle existiert. Der Diplom-Psychologe und Pfarrer i.R. Dr. theol. Traugott Schall unterwirft dieses Verfahren im aktuellen Pfarrerblatt einer kritischen Betrachtung. Artikel lesen

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Christ&Welt-Umfrage: Überlastung der Ehrenamtlichen und Reformprozesse machen Probleme Christ&Welt fragte nach, wo den Kirchengemeinden am meisten der Schuh drückt. Nicht repräsentativ, aber deutlicher Fingerzeig.

„Christ&Welt hat sich gefragt: Wo drückt die Gemeinden – abseits der großen Strukturdebatten, in die Kirchenvertreter sich so gerne einmischen – der Schuh? Womit haben die Menschen in den Gemeinden zu kämpfen? Was macht den Gläubigen vor Ort zu schaffen?“ Artikel lesen

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