Zwang zur Reform macht die Reform zum Selbstzweck Pfarrer Dr. Christoph Bergner, Autor des Buches »Die ­Kirche und das liebe Geld« (Calwer Verlag 2009), analysiert den gegenwärtigen Zustand der evang. Kirche.

„Offenkundig bedeutet die Kirchenreform eine gravierende Änderung. War bislang die evang. Kirche auf die Gemeinde gegründet und verstand sich in der lutherischen und reformierten Tradition als Gemeindekirche, so wird nun die Kirche von oben nach unten gedacht und organisiert. Lassen wir die theologischen Probleme ausnahmsweise außen vor, so stellen sich praktische Probleme. Die neue Kirche braucht viel Verwaltung und diese Verwaltung hat es immer noch mit den gleichen Menschen, Kirchenvorständen, Gemeinden etc. zu tun, wie vorher. Das führt zu hohen Reibungsverlusten.“ Artikel lesen

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Westfalen lehnen „Bischof“ ab Die meisten Kreissynoden wenden sich gegen eine Umbezeichnung des Präsesamtes - sie sehen die presbyterial-synodale Ordnung gefährdet

Nomen ist ja bekanntlich manchmal Omen … Und so haben die meisten Kirchenkreise der Westfälischen Landeskirche den Vorschlag der Kirchenleitung abgelehnt, die Bezeichnung Präses in Zukunft durch Bischof bzw. Bischöfin zu ersetzen. „In den teilweise emotional geführten Debatten beriefen sie sich vor allem auf die Bedeutung der presbyterial-synodalen Grundordnung der westfälischen Kirche, die den Aufbau der Kirche von unten nach oben betont. Ein Bischofs-Amt sei dieser flachen Hierarchie nicht angemessen, hieß es, weil es historisch eher ein Machtverständnis von oben nach unten beinhalte.“, heißt es in einem Bericht der Zeitschrift „Unsere Kirche“. Artikel lesen

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Wohin mit den Kirchensteuereinnahmen? Zurück zu den Gemeinden? Ein Pro und Contra in der aktuellen idea-Ausgabe.

„Die 20 Mitgliedskirchen der EKD haben im vergangenen Jahr so viele Kirchensteuern erhalten wie noch nie in ihrer Geschichte: 5,4 Milliarden Euro (2014 waren es 200 Millionen Euro weniger). Und das trotz Rekordzahlen bei den Kirchenaustritten. Sollte die Kirche jetzt mit dem vielen Geld mehr in Gemeinden und Mission investieren?“ Artikel lesen

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Kirche mit leichterem Verwaltungs-Gepäck? Superintendent Isigkeit aus Moers leitet neue Arbeitsgruppe, die die Verwaltung vereinfachen soll

Die Geister, die sie rief, will sie nun wieder los werden: Im rheinischen Landeskirchenamt wird in Zukunft Noch-Superintendent des Kirchenkreises Moers, Ferdinand Isigkeit eine Arbeitsgruppe leiten, die sich unter dem Motto: „Unterwegs mit leichtem Gepäck“ mit der Vereinfachung der Verwaltung befasst. Artikel lesen

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Lennep: Leitung der zentralen Verwaltung durch Fachausschuss Kirchenkreis setzt sich gegen Landeskirche mit Gremienarbeit durch

„Wie auch die anderen vier Abteilungen des Evangelischen Kirchenkreises Lennep wird auch die Abteilung fünf »Evangelisches Verwaltungsamt« von einem Fachausschuss geleitet, dem Verterinnen und Vertreter der 18 Gemeinden und des Kirchenkreises angehören. Das war von der Landeskirche so eigentlich nicht vorgesehen. Obwohl die evangelische Kirche grundsätzlich presbyterial-synodal geleitet wird und obwohl der gerade der Kirchenkreis Lennep besonderen Wert auf seine Gremienkultur legt, sollte die Verwaltungsleitung in den Kirchenkreisen nur bei einer Person liegen. Nach langen Diskussionen zwischen Kirchenkreis und Landeskirche wurde für die Satzung des Kirchenkreises Lennep und seines Verwaltungsamtes erreicht, dem Verwaltungsleiter einen Fachausschuss beizugeben.“ Artikel lesen

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Die neue Ordnung in der Kirche Der evangelische Theologe Ingo Baldermann über Qualitätsmanagement und hierarchisierende Reformprozesse

Der evangelische Theologe Ingo Baldermann analysiert in einem Beitrag auf zwischenrufe-diskussion.de die bisherigen Auswüchse marktwirtschaftlich inspirierter Reformprozesse und führt ihre Intention ad absurdum. Sein Fazit: „Es geht nicht mehr darum, den Anfängen zu wehren; das haben schon viele versucht, auch vielstimmig genug, etwa in der Wormser Erklärung und dem Erfurter Wort. Es geht darum, jetzt zu verhindern, dass unsere Gemeinden faktisch entmündigt werden und unsere Kirche damit preisgibt, was von Anfang an  ihr ureigenstes Profil war.“ Artikel lesen

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Mut- und kraftlose Synoden?! Anneus Buisman kommentiert im Hannoverschen Pfarrvereinsblatt die scheinbare "Alternativlosigkeit" synodaler Beschlüsse

Landessynoden scheinen nicht nur in der Evangelischen Kirche im Rheinland ein bedrückend langweiliges Bild abzugeben. Waren die Tagungen früher ermüdend, weil bis in die Nächte diskutiert und um den richtigen Kurs gerungen wurde, sind sie es heutzutage, weil so wenig passiert und brav abgestimmt wird. Ähnliche Erfahrungen macht auch Anneus Buisman aus der Hannoverschen Landeskirche. In seinem Beitrag für das aktuelle Pfarrvereinsblatt stellt er fest: „Von einer Synode erwarte ich, dass sie um den rechten Weg in schwierigen Zeiten streitet. Stattdessen, wenn ich ihre Tagungen verfolge, erlebe ich dort gepflegte systemkonforme Debatten. Droht einmal ein Thema Brisanz aufzunehmen […], dann werden schnell mit Geschäftsordnungstricks offene Aussprachen abgewürgt und Entscheidungen eilig durchgewunken.“ Artikel lesen

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Kirche der Reformation? Erfahrungen mit dem Reformprozess und die Notwendigkeit der Umkehr

Im September darf man sich auf die Neuerscheinung eines Buches freuen, das sich kritisch mit den Reformprozessen der vergangenen Jahre auseinandersetzt und Korrekturen fordert. Herausgegeber sind Dr. Gisela Kittel und Dr. Eberhard Mechels, die Neukirchener Verlagsgesellschaft sorgt für den Druck. Autoren aus verschiedenen Landeskirchen haben sich daran beteiligt und reflektieren die Konsequenzen und Kollateralschäden, die im Zuge von Strukturveränderungen, Zentralisierung und Hierarchisierung zu beobachten sind. Artikel lesen

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Doppik formt die Kirche um Anlässlich des 125. Geburtstages des bayerischen Pfarrvereins blickt die Vorsitzende Corinna Hektor kritisch zurück und nach vorn

Seit 125 Jahren existiert der Pfarrverein der Bayerischen Landeskirche. Für die Vorsitzende Corinna Hektor Anlass genug, auf ihre Kirche einen kritischen Blick zurück und nach vorn zu werfen. Bemerkenswert, dass sie dabei gleich zu Beginn die Frage nach dem Wesen der Kirche stellt und dabei konstatiert, dass mit der Einführung der Doppelten Buchführung ein Paradigmenwechsel vollzogen wurde, der Kirche nachhaltig verändert. Wir zitieren aus ihrem lesenswerten Beitrag einige prägnante Passagen. Artikel lesen

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