Kirche der Paragraphen Auszüge aus den Berichten der Superintendenten auf den Herbstsynoden 2015

Ein Blick in die veröffentlichten Berichte von Superintendenten auf den Herbstsynoden 2015 macht deutlich, dass die Themen „Verwaltungsstrukturreform“ und „NKF“ immer noch – und voraussichtlich noch längere Zeit – Spuren, wenn nicht gar Wunden hinterlassen. In manchen Äußerungen wird offener Ärger und manche Zerrissenheit deutlich artikuliert. Dabei steht nicht nur das Ob der Reformen, sondern zunehmend auch das Wie im Mittelpunkt der Kommentare. In manchen Kirchenkreisen ist man sogar schon dazu übergegangen, eine interne Reform der Reform zu initialisieren – mit entsprechenden Mehrkosten versteht sich. Dass die Systemumstellung das Gesamtgefüge „Rheinische Kirche“ nachhaltig verändern wird, schimmert allerdings nur in manchen Äußerungen durch. Andere sehen aufgrund von entsprechenden Äußerungen des rheinischen Präses Rekowski bezüglich einer geplanten Deregulierung wiederum einen Silberstreif am Horizont. Wir präsentieren ein paar aussagekräftige Schlaglichter …

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Kirchensteuerhoheit ade! Baucks: Kirchensteuerhoheit der Gemeinden nicht konstitutives Element der presbyterial-synodalen Ordnung

Zuerst die Verwaltung, jetzt das Geld: In nicht allzu ferner Zukunft soll den Kirchengemeinden die Kirchensteuerhoheit genommen und auf die Kirchenkreisebene verlagert werden. Anders ist jedenfalls eine Passage im diesjährigen Finanzbericht von Oberkirchenrat Bernd Baucks nicht zu verstehen. Dort heißt es: „Die Erwartung ist, dass in nicht allzu ferner Zukunft die Kirchensteuerzahlungen nicht mehr gemeindebezogen, sondern landeskirchenbezogen über den sogenannten Trennscharfen Religionsmerker erfasst werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, wird als hoch eingeschätzt. Damit wäre die jetzt geltende Kirchensteuerhoheit der Gemeinden nicht aufrechtzuerhalten.“ Und wenige Zeilen darunter: „Durch das Umverteilungssystem entspricht bereits die derzeitige Methode der Kirchensteuerverteilung eher einem Prinzip der Kirchenkreissteuer als dem der Kirchengemeindesteuer. Es hat also bereits jetzt relativ wenig Sinn, die Kirchensteuerhoheit der Gemeinden als konstitutives Merkmal der presbyterial-synodalen Ordnung besonders hervorzuheben. Sie ist es schon jetzt nicht.“ (→ Finanzbericht 2016) Artikel lesen

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EKiR: Im Griff der Verwaltungshierarchie Manfred Alberti zieht ein ernüchterndes Fazit zur Verwaltungsstrukturreform

Angesichts mancher Entscheidung der Kirchenleitung, die mit den Unterlagen zur diesjährigen Landessynode veröffentlicht wurden, zieht Pfarrer i.R. Manfred Alberti auf wort-meldungen.de ein ernüchterndes Fazit bzgl. der Verwaltungsstrukturreform: „»Zu spät! – Die Macht der Verwaltungsleiter ist gesetzlich zementiert! – Da brauchen wir gar nicht mehr darüber zu reden! – Ihre Anträge sind damit erledigt!« So lautet – mit meinen Worten zusammengefasst – die klare Antwort der Kirchenleitung der EKiR auf mehrere Anträge von Kreissynoden für die Landessynode vom 10. bis 16. Januar 2016, die gerne in dem Verwaltungsstrukturgesetz einzelne Verantwortlichkeiten wieder in die Presbyterien oder die Kreissynodalvorstände zurückgeholt hätten (Fundweg: www.ekir.de/ueberuns/Landeskirche/Landessynode/Landessynode 2016/Dokumente/Drucksachen/DS 1 I 1 S. 3ff). Artikel lesen

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Landessynode 2016: Was steht an? Ein Blick auf die Themen und Beschlussvorlagen der rheinischen Landessynode in Bad Neuenahr vom 10. - 15. Januar 2016

Vom 10. bis 15. Januar 2016 tagt wieder die Landessynode der EKiR in Bad Neuenahr. Die Unterlagen sind inzwischen auch online zugänglich. Eine Durchsicht bringt an manchen Stellen interessante Details zutage. So sollen in Zukunft „Ehrenamtliche“ die Verwaltung entlasten, NKF steckt immer noch in Schwierigkeiten und sie Landeskirche definiert sich auch in der Pfarrstellenbesetzung weiterhin als Steuerungs- und Kontrollinstanz, u.a. auch weil sie den Presbyterien die Kompetenz zur richtigen Wahl ihrer PfarrerInnen abspricht. Im folgenden dokumentieren wir einzelne Beschlussvorlagen und Themen in Auszügen. Artikel lesen

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EKiR: Theologie scheint machtlos Deutliche Worte aus dem Pfarrverein: Kritikfähigkeit lässt zu Wünschen übrig

Der Vorsitzende des rheinischen Pfarrvereins, Friedhelm Maurer, findet in seinem diesjährigen Bericht am 2. November deutliche Worte, was den Zustand der Evangelischen Kirche im Rheinland betrifft: „Nicht der Geist des Evangeliums bestimmt unsere Kirche, vielmehr reden uns andere Geister ein, wo es langgehen soll. Wir entwickeln uns zu einer schwerfälligen Verwaltungskirche. Neues Kirchliches Finanzwesen (NKF), Verwaltungsstrukturreform – und neuerdings IT-Sicherheit – verschlingen Zeit, Kraft und jede Menge Kirchensteuergeld. Theologie scheint machtlos.“

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Rommerskirchen: Hoffnung auf Freiräume? Präses Manfred Rekowski besuchte das "gallische Dorf" und nahm an der Presbyteriumssitzung teil

„2017 soll auch die evangelische Gemeinde ihr Büro am Grünweg 9 in Eckum aufgeben. So sieht es die von der Evangelischen Kirche im Rheinland beschlossene Strukturreform vor. Ob sich daran noch etwas ändern lässt, ist auch nach dem Besuch von Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, eher zweifelhaft.“ Artikel lesen

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Zentrales Bewerbungsverfahren: Entmündigung der Presbyterien Offener Brief an die Kirchenleitung von Pfarrerin Christina van Anken.

Auf seiner diesjährigen Herbstsynode hat der Kirchenkreis Oberhausen einen Antrag an die Landessynode beschlossen, das zentrale Bewerbungsverfahren komplett einzustellen (KirchenBunt berichtete). In ihrem Gastbeitrag für KirchenBunt fasst Christina van Anken, Pfarrerin der Ev. Kgm. Königshardt-Schmachtendorf, in einem persönlichen Statement und offenen Brief an die Kirchenleitung die Argumente für eine Einstellung noch einmal zusammen.  Artikel lesen

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Deregulieren – und die Kirche im Dorf lassen Landeskirchenamt: Mehr intelligente Deregulierung bei Vorgaben der Landeskirche

Es sind Sätze, die aufhorchen lassen: Auf der Herbstsynode des Kirchenkreises An der Agger überbrachte der Vizepräses der EKiR, Christoph Pistorius, eine Nachricht des Präses Manfred Rekowski, die vor allem den Superintendenten erfreute: „Man brauche mehr intelligente Deregulierung bei Vorgaben der Landeskirche, zitierte Pistorius deren leitenden Geistlichen. Diese »bemerkenswerte Anweisung«, so Superintendent Knabe, erlaube den Gemeinden »Einzellösungen auf der lokalen Ebene zu finden«. Ein Punkt, der bei der geplanten Reform der Verwaltungsstruktur große Bedeutung erfahren könnte. Und weil dies ebenfalls auf der Forderung nach neuen Dialogen basiert, verstanden die Gemeindevertreter die jüngste Synode als starkes Votum für ein neues Miteinander.“ Artikel lesen

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„Verwaltung wächst, Seelsorge schrumpft“ Der Vorsitzende des Evangelischen Pfarrvereins im Rheinland lobt die Arbeit unseres Vereins.

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazin „idea-Spektrum“ kritisiert der Vorsitzende des Evangelischen Pfarrverein im Rheinland (epir) die derzeitige Landeskirchenpolitik. „In den Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche im Rheinland wird es bald mehr Mitarbeiter in der Verwaltung geben als in der Verkündigung und in der Seelsorge.“, zitiert das Blatt Friedhelm Maurer in seiner Ausgabe Nr. 46. Artikel lesen

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