Wer braucht schon die EKD?! Pastor Erhard Graf blickt in einem Leserbrief im aktuellen Pfarrerblatt optimistisch in die Gemeindezukunft

„In der Nordkirche liegt der Anteil der Theologen, die nicht in der Gemeinde tätig und damit präsenzpflichtig sind, bei über 30%, Tendenz steigend. Wenn das Leuchtturmmodell umgesetzt wird, sind sogar 100% nicht mehr unmittelbar in der Gemeinde tätig. Doch diese Zukunft wird es eher nicht geben und die Gemeinden werden das verschmerzen. Denn, sind wir einmal ehrlich, welche Kirchengemeinde braucht, um als Gemeinde das Evangelium zu verkündigen, einen Kirchenkreis, eine Landeskirche oder gar die EKD?“ Artikel lesen

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Verächter der Ortsgemeinde machen unbeirrt weiter "Gemeinde im Aufwind" kritisiert in ihrem Rundbrief die Zwangsregionalisierung im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg

Unter dem Betreff „Skandalöse Täuschung der Öffentlichkeit – KMU-Schock für die Verächter der Ortsgemeinde“ kritisiert der Gemeindebund in der Nordkirche die bevorstehende Zwangsregionalisierung im Kirchenkreis Schleswig-Flensburg auf der nächsten Synode am 15. April. „Die bisherigen kirchlichen »Handlungsräume« sollen per KK-Satzung in kirchenrechtlich verbindliche »Kirchenregionen« umgewandelt werden; für die Zukunft geplant ist die »Zuordnung von Pfarrstellen nach Kirchenregionen«. Damit schreitet die „Entmachtung der Ortsgemeinde“ weiter voran. Artikel lesen

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Gemeinden in der Nordkirche begehren auf Gegen die Pläne des Kirchenkreises Schleswig-Flensburg, diverse Pfarrstellen zu streichen, begehren die Vorstände mehrerer Kirchengemeinden auf – und sammeln Unterschriften.

„Mit großer Sorge blicken die Verantwortlichen der evangelischen Kirchengemeinden Kappeln-Ellenberg, Toestrup, Satrup und Arnis-Rabenkirchen auf die drohenden Veränderungen bei der der Zuweisung von Pastoren. Das Konzept namens „Kirchliche Handlungsräume“ sieht allein in der Propstei Angeln die Streichung von sieben Pfarrstellen vor. Gegen dieses Vorhaben, das wegen der angespannten Finanzlage von der Kirchenleitung angekündigt und realisiert werden soll, erhebt sich in etlichen Kirchspielen seit Jahresfrist Widerspruch und Widerstand. Denn die Kirche müsse doch, sagen die Betroffenen unisono, weiterhin im Dorf bleiben.“ Artikel lesen

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Was die Kirche vom VW-Skandal lernen kann Herbert Dieckmann, Mitglied im Vorstand des Hannoverschen Pfarrvereins, fordert kritisch-demokratische Prozesse in der Kirche.

„Es ist höchste Zeit, wie von Bernd Osterloh für VW gefordert, auch für unsere Landeskirche endlich ein Klima angstfreien, rationalen und gleichberechtigten Streitens in Synode, Kirchenkreistagen, Kirchenvorständen, Pfarrkonventen, Kirchenkreiskonferenzen und kirchlichen Publikationsorganen zu etablieren und eine neue demokratische Kritik-Kultur zu installieren, damit wir die schlimmen Fehler der Vergangenheit rasch beheben und die dramatische Gefährdung unserer kirchlichen Organisation durch unkontrollierte Hierarchie endlich beenden.“ Artikel lesen

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Wird unsere zentralisierte Verwaltung in Zukunft noch teurer? "Gemeinde im Aufwind" in der Nordkirche weist auf EU-Recht zum erhöhten Mehrwertsteuersatz für Verwaltungen hin.

Dass eine Kosten-Nutzenanalyse der Verwaltungsstrukturreform in vielen Bereichen eher bescheiden ausfällt, dürfte mittlerweile jedem klar sein. Nun wurde auf einer Veranstaltung der Nordkirche zum Kirchenkreisverwaltungsgesetz auf eine Problematik aufmerksam gemacht, die bisher wohl nicht im Fokus der Landeskirchen lag. Möglicherweise müssen in Zukunft alle verwaltungsmäßigen Dienstleitungen, auch die zwischen Körperschaften des öffentlichen Rechts erbrachten, mit einer Umsatzsteuer von 19 % belegt werden. Artikel lesen

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Lohnt es wirklich, sich einzumischen? Persönliche Notizen von Pastorin Ellen Kasper, Vorsitzende des Pastorenausschusses der Hannoverschen Landeskirche

Dass die Reformprozesse auch mit einer gewissen Gängelung von Pfarrerinnen und Pfarrern und Gemeinden einhergehen, die den Umbaumaßnahmen kritisch gegenüberstehen und dies auch äußern, diese Erfahrung machen wir auch in der EKiR. Die Unterschiede, wie offen und konstruktiv auch Widerstände diskutiert und überhaupt artikuliert werden dürfen, machen dabei oft die Leitungsorgane auf Kirchenkreisebene aus. Die Reaktionen auf entsprechende Beiträge auf Synoden oder in Konventen reichen von Augenrollen der KollegInnen bis zu subtil oder offen ausgetragenen persönlichen Scharmützeln, die manche Amtsträger schon mürbe, ja sogar krank gemacht haben. Die Schwächung der ortsgemeindlichen Basis geht scheinbar einher mit einem neuen Selbstbewusstsein der zweiten und dritten Leitungsebene (Superintendent, KSV, Kirchenleitung), die in manchen Auswüchsen schon Züge von Obrigkeitsverhalten aufweist. Auch Pastorin Ellen Kasper, Vorsitzende des Pastorenausschusses der Hannoverschen Landeskirche, kann ein Lied davon singen. Artikel lesen

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Selbstbewusst vorhandene Rechte konsequent wahrnehmen Ein Statement von Propst emeritus Manfred Kamper (Nordkirche) zur Situation der Kirchengemeinden

Am 29. Mai 2015 tagte die Mitgliederversammlung des Gemeindebundes der Nordkirche, „Gemeinde im Aufwind“. Neben vielen aufschlussreichen Information zur aktuellen Lage der Kirchengemeinden im Zusammenhang mit den Regionalisierungsprozessen, dokumentieren wir einen u.E. auch für die rheinischen Gemeinden beachtenswerten Vortrag von Probst emeritus Manfred Kamper. Artikel lesen

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Nordkirche: Nur 25% der Einnahmen kommen bei den Gemeinden an Aufregung auf dem Land: Pfarrstellen sollen wegfallen.

Auch in der Nordkirche werden Umbaumaßnahmen an den Bedürfnissen der Gemeinden vorbei durchgesetzt. „»Die Kirche gibt die ländliche Region auf.« Mit diesen drastischen Worten kritisiert Pastor Philipp Kurowski aus Großsolt-Kleinsolt die avisierte Strukturreform. Er erhofft sich eine öffentliche Diskussion über das Konzept mit dem Ziel, den Landgemeinden ein Überleben zu ermöglichen. »Ich habe das Gefühl, dass wir nicht gehört werden«, sagt allerdings Birte Munnecke, Kirchengemeinderätin der Gemeinde Thumby-Struxdorf. Es komme ihr so vor, als seien die ‚Gemeindlichen Handlungsräume‘ schon längst entschieden.“

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Nordkirche: Gemeinden wehren sich gegen zentralisierte Zwangsverwaltung Der Verein "Gemeinde im Aufwind" lud nach Husum zum Informationsaustausch ein - KirchenBunt war dabei

Etwa 30 Interessierte waren am vergangenen Samstag (25. April 2015) der Einladung des Vereins „Gemeinde im Aufwind“ in die Evangelische Versöhnungskirchengemeinde Husum gefolgt, um sich untereinander auszutauschen und über den Fortgang der Regionalisierung in der Nordkirche und deren Auswirkungen zu informieren. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Dr. Christian Ottemann und der Andacht der ansässigen Pastorin Yvonne Krüger bot die Vorstellungsrunde einen ersten Einblick in die Sorgen und Nöte der Gemeinden. Leider bekam man viel nur allzu Bekanntes zu hören: Kirchengemeinden, die sich gegen die von der Kirchenleitung initiierten Strukturveränderungen wehren, werden gegängelt, Pastorinnen und Pastoren gemobbt, die Verwaltung wird nicht mehr als Dienstleister, sondern als Kontrolleur erfahren, die Kirchenkreisebene in ihren Kompetenzen und finanziellen Ausstattungen gestärkt, dagegen wird bei den Gemeinden trotz erhöhter Kirchensteuereinnahmen gekürzt und gespart. Artikel lesen

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Nordkirche: Kirchenreformen stehen an letzter Stelle Eine Befragung in der Nordkirche macht deutlich, was den PastorInnen unter den Nägeln brennt

In einer Studie „Pastorin und Pastor im Norden. Antworten – Fragen – Perspektiven“ wurde u.a. danach gefragt, welche Maßnahmen die Geistlichen für wichtig halten, wenn sie an die Zukunft ihrer Kirche denken. Das Ergebnis spricht Bände. Die von der Kirchenleitung initiierten Reformmaßnahmen rücken ans Ende der Liste, auf den ersten drei Plätzen stehen: „Innerkirchliche Verständigung über die Aufgaben der Kirche heute“, „theologisch begründete Prioritätensetzung“ und „Stärkung der Gemeinden“. Artikel lesen

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