ELKB: Dekanat fordert mehr Geld Zweite Eingabe der Dekanatssynode Rügheim an die Landessynode der ELKB

Zum zweiten Mal fordert die Dekanatssynode Rügheim von der Landessynode mehr Geld. Die finanzielle Lage der Gemeinden sei durch die hohen Personal- und Sachkosten enorm schwierig, heißt es in einem Brief an die Synodalen und die Präsidentin Dr. Preidel. Da der Gesamthaushalt der Bayerischen Landeskirche zum wiederholten Male mit einem Überschuss abschließt, bittet das Dekanat um Unterstützung. Artikel lesen

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Gemeindebund Bayern: 25% mehr Kirchensteuerzuweisung für Kirchengemeinden Der 2. Vorsitzende des Vereins, Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth, erläutert im aktuellen Newsletter die Hintergründe.

„Um diese unterste Ebene neu zu beleben, müssten Investitionen möglich werden. Und zwar Investitionen in Menschen, nicht in Steine. Denn Menschen vor Ort sind, auch laut der aktuellen Kirchenmitgliedschaftsstudie, die besten Werbeträger für unsere Kirche. Mit 25 % mehr Zuweisung an die Gemeinden vor Ort müssten nicht die wichtigen Dienste von MesnerInnen, HausmeisterInnen und SekretärInnen gekürzt, sondern könnten vielleicht sogar aufgestockt werden, um den über Jahre gestiegenen Anforderungen Rechnung zu tragen. Und es könnte wieder Raum sein, nicht bei jeder Sonderaufgabe nur über die Geldbeschaffung zu reden, sondern sich primär inhaltlich Gedanken zu machen und mit Freude an die Arbeit zu gehen.“ Artikel lesen

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Doppik formt die Kirche um Anlässlich des 125. Geburtstages des bayerischen Pfarrvereins blickt die Vorsitzende Corinna Hektor kritisch zurück und nach vorn

Seit 125 Jahren existiert der Pfarrverein der Bayerischen Landeskirche. Für die Vorsitzende Corinna Hektor Anlass genug, auf ihre Kirche einen kritischen Blick zurück und nach vorn zu werfen. Bemerkenswert, dass sie dabei gleich zu Beginn die Frage nach dem Wesen der Kirche stellt und dabei konstatiert, dass mit der Einführung der Doppelten Buchführung ein Paradigmenwechsel vollzogen wurde, der Kirche nachhaltig verändert. Wir zitieren aus ihrem lesenswerten Beitrag einige prägnante Passagen. Artikel lesen

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Bedford-Strohm spricht sich gegen erzwungene Gemeindefusionen aus In seinem Bericht zur Landessynode der Bayerischen Landeskirche hebt der Landesbischof die Bedeutung der Ortsgemeinde hervor

„Die Ortsgemeinde ist und bleibt für mich der zentrale Bezugspunkt. Auch Menschen, die vielleicht nie dort auftauchen, sind – das wage ich zu behaupten – dankbar dafür, dass es sie gibt. Vielleicht sind es an manchen Orten nur wenige Menschen, die in den Kirchen die Gottesdienste feiern. Aber sie tun dies auch stellvertretend für viele andere, die dankbar dafür sind, dass in den Kirchen gebetet, gesungen und gepredigt wird, auch wenn sie selbst nicht hingehen. Dass es den Gemeindepfarrer oder die Gemeindepfarrerin gibt, ist ihnen wichtig, selbst wenn sie wenig Kontakt mit ihm oder ihr haben.“ Artikel lesen

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Reformprozess: Kirchengemeinde verklagt Landeskirche! Die Kirchengemeinde Sankt Servatius im niedersächsischen Haverlah hat Verfassungsklage gegen die Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Braunschweig eingereicht.

David gegen Goliath: Eine kleine Kirchengemeinde im Landkreis Wolfenbüttel hat wegen der Reformvorhaben Verfassungsklage gegen die Evangelisch-Lutherische Landeskirche eingereicht. In der Begründen heißt es u.a.: „Es kann nicht angehen, daß im ländlichen Raum die Pfarrer um 25 bis 30 % gekürzt werden, wie das Beispiel Innerstetal (von 5 auf 3 bis 3,5 Stellen) beweist, und die Verwaltung weiter wächst. Keine Organisation mit dem Problem des Mitgliederschwundes stärkt die Wasserköpfe und kürzt die Basisarbeit. Das wäre aber das Ergebnis der Reform.“ Artikel lesen

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ELKB: Pfarrerbild – Die Gemeinden nicht vergessen! Bei der Erstellung der Dienstordnung werden die Gemeinde und der Kirchenvorstand als mitverantwortliche Subjekte völlig übergangen oder geraten in eine nachrangige Position.

Auf ihrem 6. Aktionstag hat die Reformgruppe „Aufbruch-Gemeinde“ u.a. über die Pfarrstellenreform in der Ev.-Luth. Kirche in Bayern diskutiert und vor allem die Pläne zur Dienstordnung kritisiert. „In diesem Verfahren dokumentiert sich ein zentralistisches, obrigkeitliches Kirchenbild, das Gemeinden nur als Objekte der Betreuung und Versorgung sehen kann. Dieses Bild wider- spricht dem evangelischen Verständnis des „Priestertums aller Gläubigen“, auf das sich selbst die Kirchenleitung gerne beruft ohne daraus Konsequenzen für das Leitungsverständnis und die Organisationsgestalt von Kirche zu ziehen. Solange Kirche von den Grundvollzügen Verkündigung, Taufe und Abend- mahl lebt, ist Kirche voll und ganz in Gemeinden präsent. Darum kann deren Entscheidungsgremium nicht von oben her übergangen werden. Vielmehr sind aus den Grundprinzipien auch Gestaltungsprinzipien abzuleiten, nämlich: Freiheit (aus der Verkündigung der freien Gnade), Gleichheit (aus der Taufe), Solidarität und Partizipation (aus dem Abendmahl). Nach diesen Gestaltungsprinzipien muss der Kirchenvorstand bei einer Dienstordnung für seine Pfarrerin oder Pfarrer zwingend beteiligt werden.“  Artikel lesen

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ELKB: andere Landeskirche – gleiche Probleme Der Bericht der 1. Vorsitzenden des Pfarrvereins Bayern spiegelt die Fragen und Probleme auch unserer Landeskirche

Keine Frage: Die Bayerische Landeskirche ist anders strukturiert als die EKiR, sie besitzt einen anderen Aufbau, sie hat einen anderen konfessionellen Hintergrund. Und dennoch lassen sich weite Passagen des Berichts der 1. Vorsitzenden des dortigen Pfarrvereins, Corinna Hektor, nahezu eins zu eins auf die Situation im Rheinland übertragen. Wir dokumentieren Äußerungen zu den Themen Verwaltungsreform, Finanzen/Doppik und SAP/IT. Artikel lesen

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Die Spinne im Netz? Ein Beitrag zur aktuellen Pfarrbilddiskussion von Dr. Karl Eberlein

Im Korrespondenzblatt des Bay. Pfarrerinnen- und Pfarrervereins (Nr. 10 und 11/2014) gibt Dr. Karl Eberlein anhand von 10 Thesen zur aktuellen Pfarrbilddiskussion eine theologische Standortbestimmung, die sich auch kritisch mit dem im Impulspapier „Kirche der Freiheit“ propagierten Berufsbild auseinandersetzt. Er stellt fest:

„In dem 2006 veröffentlichten EKD-Impulspapier »Kirche der Freiheit« wird propagiert, dass eine Pfarrerin / ein Pfarrer »zur oder zum leitenden Geistlichen eines Netzwerkes von Ehrenamtlichen« werden soll (68). Nur geringfügig weiterinterpretiert heißt das: Pfarrer sind so etwas wie die Spinne im Netz, die alle Fäden ziehen. Weiter ist in unserer Kirche immer wieder von einem Motivieren, Anleiten, Begleiten und Betreuen Ehrenamtlicher die Rede. Das damit Gemeinte muss nicht generell in Frage gestellt werden, wenn es um bestimmte Aufgaben und Gelegenheiten geht. Wenn damit aber ein Dauerverhältnis zwischen Pfarrern und Ehrenamtlichen bestimmt werden soll, führt dies zwangsläufig zu einem hierarchischen Verhältnis von »oben« nach »unten«.“

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Moltmann für Stärkung der Autonomie von Gemeinden

Bei einem Studientag der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern beklagte Theologieprofessor Jürgen Moltmann (Tübingen) den Einzug ökonomistischen Denkens in die Kirche. Wer nur danach frage, wie Kirche effizienter gestaltet werden könne, der „entmündigt die aktiven Brüder und Schwestern in den Gemeinden“. Stattdessen müsse die Autonomie der Gemeinden gestärkt werden … Artikel lesen

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