Den Reformprozessen fehlt es an gesundem Menschenverstand Prof. Gerhard Wegner von der Uni Marburg und Redakteur Rheinhard Bingener von der FAZ zu den Ergebnissen der KMU V.

Der Kirchentag ist vorbei. Und? Sind wir, was unsere Kirche betrifft, nun klug geworden? Oder zumindest etwas schlauer als vorher? Wer in Stuttgart dabei war, konnte – wie auf den vergangenen Kirchentagen zuvor – wieder einmal feststellen, dass Kirche von der Basis her lebt und in die Welt hinein wirkt: bunt, vielfältig, überzeugend, menschennah, spannend, phantasievoll – so geht Kirche! Natürlich braucht es die Organisation, die Logistik im Hintergrund, die Raum für die Entfaltung der Menschen schafft. Aber das Herz der Kirche ist eben nicht die Verwaltung, wie es jüngst eine Superintendentin in ihrer Predigt formulierte. Das Herz der Kirche ist der Glaube, für den die Menschen vor Ort und gegenüber der Welt mit ihren Worten und Taten einstehen und werben – je konkreter desto besser.  Artikel lesen

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EKHN: Pilotphase zur Einführung der Doppik wird verlängert Kirchenleitung verlegt den Roll-Out auf 2017

Ursprünglich sollten die Dekanate der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau 2016 auf die Doppik umstellen. Erhebliche Probleme mit der Software zwingt nun die Kirchenleitung, die Pilotphase zu verlängern und den Roll-Out, d.h. die flächendeckende Einführung des neuen Buchungssystems auf 2017 zu verschieben. Das berichtet die Evangelische Regionalverwaltung Starkenburg-Ost auf ihrer Website. Artikel lesen

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EKHN: Einführung der Doppik wird verschoben Erhebliche Probleme mit der MACH-Software führen zu Verzögerungen und Mehrkosten

„Der ambitionierte Zeitplan für die flächendeckende Einführung der Doppik in der EKHN ab 2016 scheint zu scheitern! Daran konnte auch die hochgelobte, jedoch teure Software mit dem verheißungsvollen Namen »MACH«, was ja irgendwie nach Schnelligkeit und Überschallgeschwindigkeit klingt, nichts ändern – im Gegenteil: MACH scheint mit ein Grund des Absturzes zu sein.“ Artikel lesen

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EKHN: Dekanat fordert Kostentransparenz bei Einführung der Doppik Schlechte Erfahrungen in der EKIR bilden Grundlage für kritischen Blick auf die verwendete Software

Bis gestern, vom 23. bis 24. April 2015, tagte die elfte Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau. Vor allem die Eingaben des http://dekanat-bergstrasse.ekhn.de/startseite.html lassen aufmerken. U.a. wird eine Untersuchung gefordert, „ob die Darstellung der Kosten für die Einführung der Doppik den Kriterien der Haushaltsklarheit und Wahrheit entsprochen haben.“ Dies sei insbesondere deshalb zu prüfen, „weil der Kirchenverwaltung bekannt sein konnte, dass es bei der Einführung der gleichen Software in der Ev. Kirche im Rheinland zu erheblichen Problemen gekommen ist, die zu außerordentlich hohen Mehrkosten geführt haben und bis heute nicht gelöst sind.“ Artikel lesen

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EKHN: Zuviel Verwaltung und Regelwerk – zu wenig Zeit für Inhalte! Entscheidungen der Landeskirche gehen an der Wirklichkeit der Gemeinden vor Ort vorbei

Dekan Karl Hans Geil führte aus, dass der Abstand, den Gemeinden zu Entscheidungen der Kirchenleitung in Darmstadt empfänden, immer größer würde: „Da werden von der Synode und von Zentren neue Projekte gestartet, Verwaltungsverordnungen werden beschlossen und Gesetzesanpassungen durchgeführt, wo ich oft den Eindruck habe, das hat zu unserer Wirklichkeit nicht mehr viel Bezug. Zu unterschiedlich seien die Kirchengemeinden. Regelwerke helfen da oft nicht weiter. Weiterhin kritisiert Geil den ständig steigenden Verwaltungsaufwand. Artikel lesen

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EKHN: Umstellung auf Doppik droht sich zu verzögern Auf der diesjährigen Kirchensynode der EKHN berichtet auch die Kirchenleitung von erheblichen Problemen mit der Software

Im Bericht der Kirchenleitung für die hessen-nassauische Kirchensynode, die vom 23. – 25. April in Frankfurt am Main tagt, werden erhebliche Verzögerungen bei der Einführung der Doppik eingeräumt: „Durch eine unzureichende Erkennung der wesentlichen Buchungsinformationen der vom Dokumentenmanagementsystem über eine Schnittstelle in das Buchhaltungsprogramm MACH zu übergebenden Belegdaten kam es zu erheblichen Bearbeitungsrückständen und Belegstaus in den Finanzabteilungen der Pilotkassengemeinschaften, weil die wesentlichen Beleginformationen nun manuell in MACH ’nach’erfasst werden mussten und Belege z.T. mehrfach im System vorhanden waren.“ Die daraus resultierenden Probleme bei den Pilotprojekten sind so gravierend, dass nun geprüft wird, ob die geplante Einführung bei anderen Kassengemeinschaften zum 1. Januar 2016 verschoben werden muss. Artikel lesen

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EKHN: Doppik-Pilotprojekt mit Startschwierigkeiten Die Einführung der Doppelten Buchführung bereitet nicht nur in der EKiR Probleme

Auf der Frühjahrs-Synode des Dekanats Wiesbaden wurde heftige Kritik am Doppik-Pilotprojekt geübt. „Die Einführung der doppelten Buchführung in der Finanzverwaltung der Kirche gestalte sich in der praktischen Arbeit mehr als problematisch – davon berichteten Synodale aus verschiedenen Gemeinden, vor allem aus Gemeinden, die gerade bauen. So sei es in den ersten Wochen des Jahres zu massiven Schwierigkeiten gekommen, weil Rechnungen aufgrund fehlender oder nicht funktionierender Verknüpfungen im Computersystem nicht bezahlt werden konnten. Mahngebühren, Androhungen von Inkasso-Verfahren, nicht zu realisierende Skonto-Vereinbarungen sind ebenso die Folge wie verzweifelte Sekretariats-Angestellte sowie erboste Kirchenvorstände – und ein großer Vertrauens- und Ansehensverlust.“ Artikel lesen

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EKHN: Fünf Monate für ein Protokoll Wie mit mangelhaftem Informationsfluss Kirchenpolitik betrieben wird

Die Kirchensynode der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau lehnte bei ihrer jüngsten Sitzung einen Antrag des Dekanats Alsfeld ab. Dieser hatte gefordert, dass Wortprotokolle der Synode nicht erst fünf Monate nach der Tagung, sondern zeitnäher veröffentlicht werden sollten, um Kirchengemeinden die Chance zu geben, auf Entscheidungen und Beratungsprozesse zu reagieren und Einfluss zu nehmen. Doch das scheint von der Kirchenleitung nicht gewollt zu sein. Artikel lesen

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Augen zu und durch?! Eine erste Analyse der jüngsten Landessynodenbeschlüsse mit Blick über den landeskirchlichen Tellerrand

„Erster Eindruck: Geld ist da, wenigstens für die Administration. Aber nicht für Schulen, Arbeitslosenfonds, etc. Man kann, man muss die Vorlage also auch so deuten, dass es bei den o.g. Kürzungen doch wenigstens teilweise um eine Verschiebung von Mitteln für die Arbeit mit den Menschen zur Administration geht. Und nicht um eine Konsolidierung im Sinne von Festigung. Denn man setzt sich ja gerade mit der IT-Struktur einem neuen Risiko aus. Der Pfarrrverband der EkiR hatte auf diesem Hintergrund ein Moratorium für die weitere Umsetzung der Reformen gefordert. … Auf derselben Synode, die die o.g. Kürzungen beschließt, prangen an einer von Synodalen gestalteten Tür „Neue Thesen zur Reformation“ . Darunter diese: „Weniger Verwaltung, mehr Begegnung“. Auch die Synodalen scheinen also zu wissen, worauf es wirklich ankommt – auch wenn sie in den entscheidenden Abstimmungen Angst vor der eigenen Courage haben und, Linientreue demonstrierend, genau umgekehrt entscheiden: Mehr Verwaltung, weniger Begegnung.“ Artikel lesen

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Wir kaufen uns eine Pfarrerin Die Kirchen nehmen so viel Geld ein wie nie. Trotzdem müssen Gläubige ihren Pfarrer selbst bezahlen. Wird der Kirchgang zum Luxus?

„Noch nie sprudelten die Kirchensteuern so munter wie in diesem Jahr. Die evangelische Kirche wird rund fünf Milliarden Euro einnehmen, das sind etwa fünf Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Schon seit Jahren geht das so. Seit 2005 sind die Kirchensteuereinnahmen um mehr als 43 Prozent gestiegen – und das trotz massenhafter Austritte enttäuschter Gläubiger. Die gute Konjunktur macht es möglich, schließlich ist diese Einnahmequelle an die Einkommensteuer gekoppelt. Freut sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, sind auch die Kirchenvertreter zufrieden.“ Artikel lesen

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