Bayern: „Kirche braucht Gesicht, nicht Profil.“ Dekanatssynode Würzburg fordert Moratorium für „Profil und Konzentration“ (PuK)

In der Begründung zum Antrag heißt es u.a: „Kirche braucht Gesicht, nicht Profil. Unsere Kirche lebt von überschaubaren und gemeinschaftsorientierten Kommunikationsformen. Diese verwirklichen sich vor allem in den Gemeinden von überschaubarer Größe, hier ist auch die Bedeutung intakter Landgemeinden hervorzuheben. Beinahe alle Menschen, die sich zur Kirche zugehörig fühlen und Mitglieder sind, wurden in den überschaubaren Zusammenhängen einer Kirchengemeinde oder des Religionsunterrichts von der Botschaft des Evangeliums berührt. Auch Menschen, die später in Bildungseinrichtungen, bei kirchlichen Initiativen oder Bewegungen mitarbeiten oder sich kirchlich beheimaten, haben in einer Kirchengemeinde ihr Christenleben begonnen. Nicht zu unterschätzen ist hier die Bedeutung der Kasualien. Generell wird in Frage gestellt, ob eine Kirchenreform von „oben nach unten“ unserem Selbstverständnis als Kirche der Reformation entspricht und deshalb möglich und wünschenswert ist.“ Artikel lesen

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D.A.V.I.D. gegen Mobbing lädt nach Thüringen ein Vom 10. bis zum 12. November 2017 geht es um "Mobbing am Arbeitsplatz in Kirche und Diakonie".

Ein leidiges Thema: Mobbing in der Kirche! Gibt es das? Ja! Doch es gibt Themen, die kirchenintern so gerne angesprochen werden, wie der Teufel Weihwasser trinkt. Der brisanten Aufgabe, den Menschen, die darunter zu leiden haben, ein Forum zu geben, stellt sich der Verein „D.A.V.I.D. gegen Mobbing in der Evangelischen Kirche“. Nun lädt er zu einer Tagung nach Sondershausen in Thüringen ein, worauf wir an dieser Stelle hinweisen, werden doch auch wir immer wieder mit dieser Problematik konfrontiert. Artikel lesen

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(Nicht nur in) Württemberg: Überfluss an Rücklagen verursacht finanziellen Mangel in den Gemeinden Prof. Dr. Martin Plümicke plädiert auf der Landessynode dafür, den Kirchengemeinden mehr finanzielle Mittel zukommen zu lassen.

Prof. Dr. Plümicke hat auf der Sommertagung der Württembergischen Landessynode das Finanzgebaren der Landeskirche kritisiert. Sie sei „zu sehr auf rein fiskalische Risikoabwägung bedacht“. Die Rücklagen seien doppelt so hoch wie gesetzlich vorgesehen. Seine Frage: „Woher kommt es, dass wir unser Geld nicht für kirchliche Arbeit einsetzen, sondern in Rücklagen parken, in denen sie bestenfalls 0% Zinsen erbringen?“ Artikel lesen

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Wegner: Gemeinden sind die Drehscheiben der Kirchenmitglieder Der Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD kritisiert Verlagerung von Ressourcen auf die mittlere Ebene

Foto: Rolf Oeser

Prof. Dr. Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat KMU V, analysiert im Korrespondenzblatt Bayern die Situation der Kirchengemeinden und beleuchtet die von den Landeskirchen initiierten Strukturmaßnahmen. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass sie – entgegen den Vorstellungen mancher kirchenleitenden Verantwortlichen – „nach wie vor die entscheidende, ja im Grunde die einzig wirklich in der Masse wirkende Drehscheibe der Kirche und des christlichen Glaubens sind.“ Dementsprechend sollten Ressourcen nicht abgebaut werden, sondern die Parochien mehr Zuwendung erfahren. Artikel lesen

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Doppik: Scharfe Kritik Richtung Hannover Stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Celle fragt nach Untersuchungsausschuss

Scharfe Kritik übt der stellvertretende Superintendent Schmidt-Seffers am neuen Finanzsystem. Laut Celler Presse vom 18. Mai 2017 sprach er vor den Mitgliedern des Kirchenkreistages von einem in höchstem Maße unerfreulichen Prozess. Die kirchenleitenden Stellen in Hannover hätten es nicht geschafft, „verlässliche Instrumentarien zur Verfügung zu stellen, damit zum Beispiel die Kirchengemeinden Einnahmen und Ausgaben in aussagekräftige Haushaltsplänen wiederfinden könnten.“ Schmidt-Seffers wundert sich demnach, warum es noch keinen Untersuchungsausschuss in dieser Angelegenheit gegeben hätte, um die Versäumnisse aufzuarbeiten. „Das Landeskirchenamt ist ja nicht der bevorzugte Landeplatz des Heiligen Geistes.“ Artikel lesen

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Doppik: Same procedure in Hessen-Nassau Dekanat Wiesbaden beantragt Korrekturen bei der Implementierung des neuen Buchführungssystems

In der EKiR hat die Implementierung der Doppik (NKF – Neues Kirchliches Finanzwesen) zu erheblichen Problemen und Kostensteigerungen geführt, die auch nachhaltig die Haushalte der Kirchengemeinden belasten. Die hessen-nassauische Landeskirche steht bei der Umsetzung nun vor den gleichen Problemen, obwohl man durch die Erfahrungen in unserer Landeskirche hätte gewarnt sein müssen. Das Dekanat Wiesbaden stellt deshalb Anträge, um den eingeschlagenen Weg zu korrigieren. Artikel lesen

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„Wir überspannen den Bogen“ – Kirchensteuern steigen, Pfarrstellen werden abgebaut Auch für 2016 und 2017 wird mit einem Rekordaufkommen gerechnet. Sparprogramm geht unvermindert weiter.

Die Kirchensteuereinnahmen sind 2016 wieder einmal gestiegen. Und auch für 2017 wird mit einem Rekordergebnis gerechnet. Dennoch wird an den oft rigiden Sparkursen und Gemeindefusionsplänen, die auf den falschen Prognosen vergangener Jahre basieren, festgehalten. Auf der Synode der Württembergischen Landeskirche hat dies nun zu Unmut unter den Synodalen geführt. Genutzt hat ihre Kritik nichts. Artikel lesen

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Entfremdet?! Erschienen in "Die mündige Gemeinde - eine protestantische Zeitung", Ausgabe Judika 2017, S. 8f.

Seit geraumer Zeit erklingen vermehrt Misstöne zwischen Kirchenleitungen der zweiten und dritten Ebene (Kirchenkreise/Dekanate und Landeskirchen) und der (Gemeinde-)Basis. Bis zum Jahre 2006, der Veröffentlichung des Impulspapiers „Kirche der Freiheit“, lebte man mehr oder weniger nebeneinander her. Nur in brisanten Fällen drangen Superintendenten und Dekane, Oberkirchenräte und Ephoren zu den Niederungen des Kirchengemeindelebens hinab, um sich in ihre Belange einzumischen. Das hatte zum einen sicher damit zu tun, dass die persönliche Nähe zur eigenen Kirchengemeinde manchen Funktionär erdete, zum anderen waren die Möglichkeiten der Einflussnahme noch recht beschränkt. Artikel lesen

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Strukturreform: Verwirrung in Sachsen Beschlüsse der Synode in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens werden unterschiedlich interpretiert

„Es ist derzeit leider keine Bewertung des Ergebnisses der Synode möglich.“ Dieses Fazit wird aktuell von den Initiatoren der Kundgebung „Zurück auf Los: Strukturreform der sächsischen Kirchenleitung stoppen, neu anfangen“ gezogen, bei der mehr als 500 Protestanten für eine Beteiligung der Basis an der Gestaltung der Strukturreformen in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens während der Tagung der Synode in Dresden demonstrierten. Zunächst hieß es, dass die Synode einem Antrag im Sinne einer entsprechenden Petition, die über 6.000 Unterschriften sammeln konnte, verabschiedet hat. Doch die Kirchenleitung scheint die Ergebnisse anders zu interpretieren als so mancher Synodaler. So heißt es auf der Website „Kirche mit Hoffnung in Sachsen“, die über die Initiative und Synode berichtet: „Leider ist es nach Verabschiedung des Beschlussantrags zu Unklarheiten zur Wirksamkeit der Abstimmung sowie zu weiteren Anträgen gekommen, welche die Wirkung des Beschlusses beeinträchtigen.“ Artikel lesen

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Sachsen: „Zurück auf Los“ – Petition fordert Stop der landeskirchlichen Strukturreform Auch in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens wächst der Widerstand gegen ein von oben diktiertes Strukturpapier

„Zurück auf Los – Strukturreform der Kirchenleitung stoppen – neu anfangen“ – so ist die Petition überschrieben, die die Landessynode Sachsens aufruft, die von der Kirchenleitung initiierte Strukturreform abzulehnen. In der Begründung heißt es u.a.: „Im Herbst 2016 hat die Kirchenleitung der Sächsischen Landeskirche mit dem Papier »Kirche mit Hoffnung in Sachsen« verfügt, daß sich alle sächsischen Kirchgemeinden zu »Struktureinheiten« mit mindestens 4000 Gemeindegliedern zusammenschließen müssen. Durch die Vereinigung von Gemeinden und die Bildung von Kirchspielen wird die rechtliche Selbständigkeit der Einzelgemeinden beendet.“ Artikel lesen

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