EKiR-Synode – Wohin mit der Ortsgemeinde? Komplexe Themen stehen auf der Tagungsordnung, mit denen sich die Synodalen befassen müssen.

Vom 8. bis zum 13. Januar tagt die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland traditionell in Bad Neuenahr. Manche der zu diskutierenden Themen bieten eine Menge kirchenpolitischen Sprengstoff, dafür werden aktuelle Probleme ausgeklammert. Bei der Komplexität wesentlicher Fragen könnte deren Zusammenhang und die daraus resultierenden Konsequenzen außer acht geraten. Eine Problemanzeige mit vielen Fragezeichen: Artikel lesen

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Schritte in eine andere Richtung Erstes Gemeindebündetreffen mündet in konkrete Vereinbarungen für 2017

Anmerkung 7.10.2016: Wir haben den Artikel noch einmal überarbeitet, um die Ausführungen Kittels korrekter wiederzugeben.

Vom 18. auf den 19. September 2016 trafen sich zum ersten Mal die Gemeindebünde verschiedener Landeskirchen – Berlin Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Nordkirche, Evangelisch-Lutherische Kirche Bayerns und Evangelische Kirche im Rheinland – in Altenkirchen. Als Gäste waren Dr. Gisela Kittel und Dr. Gerhard Wegner beteiligt. Ging es auf dem Hintergrund der Reformprozesse der vergangenen 10 Jahre am Sonntag um Informationen zur derzeitigen Situation der Gemeinden und grundlegende theologische Überlegungen zum Kirchenverständnis, wurden am Montag konkrete Vereinbarungen für das kommende Luther-Jahr 2017 getroffen und mehrere Projekte angestoßen. Allen Teilnehmern war klar: Eine verstärkte Zusammenarbeit der Gemeindebünde ist unerlässlich. Artikel lesen

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Doppik formt die Kirche um Anlässlich des 125. Geburtstages des bayerischen Pfarrvereins blickt die Vorsitzende Corinna Hektor kritisch zurück und nach vorn

Seit 125 Jahren existiert der Pfarrverein der Bayerischen Landeskirche. Für die Vorsitzende Corinna Hektor Anlass genug, auf ihre Kirche einen kritischen Blick zurück und nach vorn zu werfen. Bemerkenswert, dass sie dabei gleich zu Beginn die Frage nach dem Wesen der Kirche stellt und dabei konstatiert, dass mit der Einführung der Doppelten Buchführung ein Paradigmenwechsel vollzogen wurde, der Kirche nachhaltig verändert. Wir zitieren aus ihrem lesenswerten Beitrag einige prägnante Passagen. Artikel lesen

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Kirchensteuerhoheit ade! Baucks: Kirchensteuerhoheit der Gemeinden nicht konstitutives Element der presbyterial-synodalen Ordnung

Zuerst die Verwaltung, jetzt das Geld: In nicht allzu ferner Zukunft soll den Kirchengemeinden die Kirchensteuerhoheit genommen und auf die Kirchenkreisebene verlagert werden. Anders ist jedenfalls eine Passage im diesjährigen Finanzbericht von Oberkirchenrat Bernd Baucks nicht zu verstehen. Dort heißt es: „Die Erwartung ist, dass in nicht allzu ferner Zukunft die Kirchensteuerzahlungen nicht mehr gemeindebezogen, sondern landeskirchenbezogen über den sogenannten Trennscharfen Religionsmerker erfasst werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, wird als hoch eingeschätzt. Damit wäre die jetzt geltende Kirchensteuerhoheit der Gemeinden nicht aufrechtzuerhalten.“ Und wenige Zeilen darunter: „Durch das Umverteilungssystem entspricht bereits die derzeitige Methode der Kirchensteuerverteilung eher einem Prinzip der Kirchenkreissteuer als dem der Kirchengemeindesteuer. Es hat also bereits jetzt relativ wenig Sinn, die Kirchensteuerhoheit der Gemeinden als konstitutives Merkmal der presbyterial-synodalen Ordnung besonders hervorzuheben. Sie ist es schon jetzt nicht.“ (→ Finanzbericht 2016) Artikel lesen

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Landessynode 2016: Was steht an? Ein Blick auf die Themen und Beschlussvorlagen der rheinischen Landessynode in Bad Neuenahr vom 10. - 15. Januar 2016

Vom 10. bis 15. Januar 2016 tagt wieder die Landessynode der EKiR in Bad Neuenahr. Die Unterlagen sind inzwischen auch online zugänglich. Eine Durchsicht bringt an manchen Stellen interessante Details zutage. So sollen in Zukunft „Ehrenamtliche“ die Verwaltung entlasten, NKF steckt immer noch in Schwierigkeiten und sie Landeskirche definiert sich auch in der Pfarrstellenbesetzung weiterhin als Steuerungs- und Kontrollinstanz, u.a. auch weil sie den Presbyterien die Kompetenz zur richtigen Wahl ihrer PfarrerInnen abspricht. Im folgenden dokumentieren wir einzelne Beschlussvorlagen und Themen in Auszügen. Artikel lesen

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Was die Kirche vom VW-Skandal lernen kann Herbert Dieckmann, Mitglied im Vorstand des Hannoverschen Pfarrvereins, fordert kritisch-demokratische Prozesse in der Kirche.

„Es ist höchste Zeit, wie von Bernd Osterloh für VW gefordert, auch für unsere Landeskirche endlich ein Klima angstfreien, rationalen und gleichberechtigten Streitens in Synode, Kirchenkreistagen, Kirchenvorständen, Pfarrkonventen, Kirchenkreiskonferenzen und kirchlichen Publikationsorganen zu etablieren und eine neue demokratische Kritik-Kultur zu installieren, damit wir die schlimmen Fehler der Vergangenheit rasch beheben und die dramatische Gefährdung unserer kirchlichen Organisation durch unkontrollierte Hierarchie endlich beenden.“ Artikel lesen

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Plädoyer für stabile dezentrale Strukturen Kahnt: Menschen wünschen sich ansprechbare Pfarrerinnen und Pfarrer vor Ort

„In seinem Vorstandsbericht vor der Mitgliederversammlung des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V. am 21.9.2015 in Bremen stellte der Vorsitzende des Verbandes, Pfarrer Andreas Kahnt (Westerstede), die zentralen Aufgaben für Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die anstehenden Herausforderungen für den Verband in den Mittelpunkt. … Die 5. Erhebung der Evangelischen Kirche in Deutschland über die Kirchenmitgliedschaft zeige eindrucksvoll, dass sich die Menschen eine Kirche vor Ort wünschen. Artikel lesen

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Kirche im Umbruch Gastbeitrag von Pfarrer Jürgen Kemper (Hannover) zum Reformprozess in seiner Kirche

1. Persönliche Erinnerungen – ein paar Schlaglichter

Am 1. Februar 1985 habe ich als Pastor in der Ev.-luth. Epiphaniasgemeinde in Hannover-Sahlkamp angefangen. Das ist nun 30 Jahre her. Wenn ich an diesen Anfang zurückdenke, fällt mir als erstes die Büroschreibmaschine ein, auf der die Sekretärin die Liedtexte für besonders gut besuchte Gottesdienste schrieb. Es gab keine Speicherfunktion, aber den Unterschied zwischen Spiritus- und Wachsmatrizen. Einen Kopierer gab es in der Gemeinde nicht, zum Kopieren ging man in das kleine Schreibwarengeschäft um die Ecke. Die Gemeindekartei bestand aus mehreren Karteikästen mit Kärtchen, die alphabetisch geordnet waren. Artikel lesen

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Pensionskasse statt Schulklasse Ein Radiobeitrag auf WDR 5, der deutlich macht, dass für die Rentenkasse gespart wird

In einem „erweiterten Solidarpakt“ haben sich die Leitungen der evangelischen Landeskirchen ohne Zustimmung ihrer Parlamente auf eine sehr sicherheitsorientierte Geldpolitik verständigt: hohe Rücklagen. Deswegen muss anderswo gespart werden – zusammen mit dem, was letztes Jahr schon gestrichen wurde, beläuft sich das Sparvolumen der rheinischen Landeskirche auf 20 Millionen. Thomas Begrich von der Evangelischen Kirche in Deutschland, die die Einhaltung des Paktes überwacht, findet das nicht unangemessen: „20 Millionen ist natürlich sehr viel Geld, aber verglichen an dem Gesamtfinanzvolumen der rheinischen Kirche sind 20 Millionen natürlich auch ein Volumen, das leistbar und darstellbar und auch verkraftbar ist.“ Artikel lesen

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