„Die christliche Kirche ist die Gemeinde…“ (Barmen III)

Das Impulspapier der EKD und das evangelische Kirchenverständnis.

Das Hauptgewicht meiner Kritik bezieht sich auf eine Reformstrategie, mit der die EKD Zukunftschancen der Kirche dadurch zu sichern versucht, dass sie gesellschaftliche Entwicklungen innerkirchlich kopiert. Wenn die Kirche die Gesellschaft abbildet, säkularisiert sie sich selbst. Wolfgang Huber hat bestritten, dass sich das Impulspapier an gesellschaflichen Prozessen orientiere. Thies Gundlach hat dies ausdrücklich bestätigt: „Die Intentionen des Impulspapiers gingen gerade dahin, die Evangelische Kirche zu einer an den Erfordernissen gesamtgesellschaftlicher Prozesse orientierte einladende und Pluralität abbildende Kirche zu gestalten…“ Das ist geradezu die Definition eines kirchlichen Selbstsäkularisierungprogramms. (…)

Darum sind fast alle der im Impulspapier vorgeschlagenen Lösungswege geeignet, „die Krise des deutschen Protestantismus nicht zu beheben, sondern dramatisch zu vertiefen und den Mitgliederschwund wie auch den Rückgang der Finanzmittel zu beschleunigen.“

→ die komplette Analyse Prof. Dr. Eberhard L. J. Mechels lesen

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EKD sammelt die mittlere Ebene

80 Jahre ist es in diesen Tagen her, dass die Barmer Theologische Erklärung das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Für die Evangelische Kirche ist das der grundlegende Text ihres Kircheseins im 20. und anbrechenden 21. Jahrhundert, weil sie neben der klaren Ausrichtung an Jesus Christus, weil sie über Zuspruch und Anspruch Gottes an uns auch etwas sagt zur Gestalt der Kirche und zu ihrem Leben in der säkularen Welt.
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Die mündige Gemeinde 2

Der Gemeindebund in der EKBO gibt die zweite Ausgabe seiner Zeitung „Die mündige Gemeinde – eine protestantische Zeitung“ heraus. Die Verantwortlichen wollen damit auch in dieser Form einen Kontrapunkt in der mittlerweile öden evangelischen Medienlandschaft setzen.
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Es wird Zeit

Seit Jahren verfolgt unsere Landeskirche und die EKD eine die Ortsgemeinden aushöhlende Politik. Seit Jahren liegt man den Presbyterien mit Sparzwängen in den Ohren, die mit rückläufigen Kirchensteuereinnahmen begründet werden – was schlicht eine Lüge ist, denn die Kirchensteuereinnahmen sprudeln seit geraumer Zeit so gut wie lange nicht mehr. Seit Jahren werden Kompetenzen auf höhere Ebenen verlagert. Seit Jahren wird auf landeskirchlicher Ebene eine Misswirtschaft betrieben, die den Gemeinden das finanzielle Wasser abgräbt. Seit Jahren werden örtlich gewachsene Strukturen aufgedröselt und übergemeindlich neu gebündelt.

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