Eine Kirchengemeinde wehrt sich Ev. Kgm. Rommerskirchen stellt Petition gegen Verwaltungsstrukturreform online.

Schon seit längerem hadert das Presbyterium der Ev. Kgm. Rommerskirchen mit der Umsetzung der Verwaltungsstrukturreform. Sie kämpfen für einen Verbleib des Gemeindebüros und damit der Verwaltungsaufgaben in ihrer Kirchengemeinde. Nun wurde eine Petition verfasst, mit der die Rommerskirchener ihrer Forderung mehr Nachdruck verleihen wollen. Artikel lesen

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KirchenBunt im Rheinland

Die Gemeinde steht im Mittelpunkt. Sie ist der Ort, wo Menschen Glaube erleben. Bei allen Diskussionen, welche Strukturen wir in Zukunft benötigen, müssen wir fragen, wie diese der Gemeinde dienen ….“

Manfred Rekowski – Präses der Ev. Kirche im Rheinland

Worum es geht

Seit 2005 ist die Ev. Kirche im Rheinland einem Umbauprozess ausgesetzt, der den Wesenskern unserer Kirchenverfassung berührt. Entscheidungsprozesse werden von Kirchenleitung und Landessynode vorangetrieben und gegenüber Kirchenkreisen und Gemeinden durchgesetzt. Es fand und findet eine Verkehrung dessen statt, was eine presbyterial-synodale Kirchenverfassung ausmacht.

Begründet werden die Umbaumaßnahmen mit der Perspektive dauerhaft sinkender Einnahmen. Tatsächlich binden Organisation und Verwaltung jedoch immer mehr finanzielle Ressourcen, wohingegen die Mittel für die Arbeit mit Menschen drastisch reduziert werden. Verschärft wird diese ungesunde Entwicklung durch den 2013 von der Kirchenleitung initiierten Sparkurs.

Wir setzen uns ein für eine „Kirche auf Gemeindebasis“. Wir stehen damit auf dem Boden unserer Kirchenverfassung und beziehen uns besonders auf die Grundartikel der Kirchenordnung sowie die Barmer Theologische Erklärung. Artikel lesen

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Entfremdet?! Erschienen in "Die mündige Gemeinde - eine protestantische Zeitung", Ausgabe Judika 2017, S. 8f.

Seit geraumer Zeit erklingen vermehrt Misstöne zwischen Kirchenleitungen der zweiten und dritten Ebene (Kirchenkreise/Dekanate und Landeskirchen) und der (Gemeinde-)Basis. Bis zum Jahre 2006, der Veröffentlichung des Impulspapiers „Kirche der Freiheit“, lebte man mehr oder weniger nebeneinander her. Nur in brisanten Fällen drangen Superintendenten und Dekane, Oberkirchenräte und Ephoren zu den Niederungen des Kirchengemeindelebens hinab, um sich in ihre Belange einzumischen. Das hatte zum einen sicher damit zu tun, dass die persönliche Nähe zur eigenen Kirchengemeinde manchen Funktionär erdete, zum anderen waren die Möglichkeiten der Einflussnahme noch recht beschränkt. Artikel lesen

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Strukturreform: Verwirrung in Sachsen Beschlüsse der Synode in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens werden unterschiedlich interpretiert

„Es ist derzeit leider keine Bewertung des Ergebnisses der Synode möglich.“ Dieses Fazit wird aktuell von den Initiatoren der Kundgebung „Zurück auf Los: Strukturreform der sächsischen Kirchenleitung stoppen, neu anfangen“ gezogen, bei der mehr als 500 Protestanten für eine Beteiligung der Basis an der Gestaltung der Strukturreformen in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens während der Tagung der Synode in Dresden demonstrierten. Zunächst hieß es, dass die Synode einem Antrag im Sinne einer entsprechenden Petition, die über 6.000 Unterschriften sammeln konnte, verabschiedet hat. Doch die Kirchenleitung scheint die Ergebnisse anders zu interpretieren als so mancher Synodaler. So heißt es auf der Website „Kirche mit Hoffnung in Sachsen“, die über die Initiative und Synode berichtet: „Leider ist es nach Verabschiedung des Beschlussantrags zu Unklarheiten zur Wirksamkeit der Abstimmung sowie zu weiteren Anträgen gekommen, welche die Wirkung des Beschlusses beeinträchtigen.“ Artikel lesen

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Sachsen: „Zurück auf Los“ – Petition fordert Stop der landeskirchlichen Strukturreform Auch in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens wächst der Widerstand gegen ein von oben diktiertes Strukturpapier

„Zurück auf Los – Strukturreform der Kirchenleitung stoppen – neu anfangen“ – so ist die Petition überschrieben, die die Landessynode Sachsens aufruft, die von der Kirchenleitung initiierte Strukturreform abzulehnen. In der Begründung heißt es u.a.: „Im Herbst 2016 hat die Kirchenleitung der Sächsischen Landeskirche mit dem Papier »Kirche mit Hoffnung in Sachsen« verfügt, daß sich alle sächsischen Kirchgemeinden zu »Struktureinheiten« mit mindestens 4000 Gemeindegliedern zusammenschließen müssen. Durch die Vereinigung von Gemeinden und die Bildung von Kirchspielen wird die rechtliche Selbständigkeit der Einzelgemeinden beendet.“ Artikel lesen

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FAZ: Kirchengemeinden prangern Verschwendung der Synoden an

„Immer mehr Kirchengemeinden sehen sich unzureichend an den Einnahmen aus der Kirchensteuer beteiligt. „Bei uns kommt maximal ein Drittel an“, kritisiert Karl-Friedrich Wackerbarth in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Der evangelische Pfarrer vom „Gemeindebund Bayern“ hält seiner Kirchenleitung zudem vor, zu viel Geld für Events wie das Reformationsjubiläum sowie Sonderstellen und Doppelstrukturen zu verwenden, von denen die einfachen Kirchenmitglieder nur wenig mitbekämen. „Es wird Geld verbrannt ohne Ende“, beklagt Wackerbarth in der F.A.S.“ Artikel lesen

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Verwaltungsstrukturreform: „Arbeitsverdichtung“ in den Gemeindeämtern Eingeschränkte Öffnungszeiten macht nicht nur den Gemeindegliedern zu schaffen!

RGA / Radevormwald: „„Wir haben im Gemeindeamt eine deutliche Arbeitsverdichtung festgestellt“, sagt Pfarrerin Manuela Melzer von der lutherischen Gemeinde. „Es ist stressiger geworden.“ Denn Sabine Schneider, Ansprechpartnerin im Gemeindeamt an der Andreasstraße, ist montags im Hause und dann erst wieder donnerstags. „An diesen Tagen wird sie von allen Seiten in Anspruch genommen“, beschreibt Melzer. „Nicht nur von Gemeindegliedern, sondern auch von uns Hauptamtlichen.““ Artikel lesen

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Kirchensteuerüberschuss: Dekanat fordert Ausschüttung an die Gemeinden Diskrepanz zwischen Finanzierungslücken in den Gemeinden und Einnahmeüberschuss bei den Kirchensteuern

„Seit mehreren Jahren klagen die Vertreter/innen der meisten Kirchengemeinden unseres Dekanates über ihre schwierige finanzielle Situation. Die landeskirchlichen Zuweisungen von Kirchensteuermitteln über den innerkirchlichen Finanzausgleich reichen nicht aus, um die Grundkosten des kirchengemeindlichen Haushaltes zu decken. Die Gestaltungsspielräume der Pfarrämter werden kleiner.“ Artikel lesen

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Kirchengemeinden: Körperschaftstatus bewahren! In seiner Übersicht verdeutlicht Dr. Hartmut Becks, warum es wichtig ist, den Körperschaftsstatus der Kirchengemeinden nicht anzutasten!

Die rheinischen Kirchengemeinden besitzen den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR). Eher beiläufig formulierte Bemerkungen aus den Reihen der Kirchenleitung lassen vermuten, dass im Landeskirchenamt mehr oder weniger offen darüber diskutiert wird, ihnen diesen Status streitig zu machen. Schon jetzt gibt es Anzeichen dafür, dass schleichend und in kleinen Schritten  die Voraussetzungen geschaffen werden, die Körperschaftsrechte der Kirchengemeinden soweit zu beschneiden, dass ein entsprechender Status obsolet wird. Dies birgt jedoch eine große Gefahr für ihre Eigenständigkeit, ja mehr noch: es wäre ein Paradigmenwechsel im Aufbau der EKiR. Welche Konsequenzen mit dem Verlust des Körperschaftsstatus einhergehen, macht folgende Übersicht deutlich. Artikel lesen

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EKiR: Auswahlverfahren fragwürdig! Traugott Schall übt Kritik am zentralen Auswahlverfahren der Evangelischen Kirche im Rheinland - fachpsychologische Analyse und Korrektur notwendig

Auch die Evangelische Kirche im Rheinland beklagt einen zunehmenden Pfarrermangel. Umso erstaunlicher ist es, dass neben den beiden Examina und dem Vikariat ein weiteres, zentrales Auswahlverfahren etabliert wurde und damit für Theologen eine zusätzliche Hürde zur Wahl in eine Pfarrstelle existiert. Der Diplom-Psychologe und Pfarrer i.R. Dr. theol. Traugott Schall unterwirft dieses Verfahren im aktuellen Pfarrerblatt einer kritischen Betrachtung. Artikel lesen

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