Bistum Trier: Auch hier regt sich Widerstand Interessengemeinschaft „Kirchengemeinde vor Ort“ lädt zu einem Info-Abend ein

Ein Blick über den evangelischen Tellerrand zeigt: Auch in der katholischen Kirche formiert sich inzwischen Widerstand gegen ausufernde Strukturreformen. Im Bistum Trier hat sich eine Interessengemeinschaft „Kirchengemeinde vor Ort“ gegründet, die Gegner des Umbaus zusammenführen will. Geplant ist eine Fusion der bisher mehr als 800 Einzelpfarreien zu 35 Großpfarreien.

In einem Artikel der Saarbrücker Zeitung äußern die Initiatoren die Sorge, dass die Eigenständigkeit der Kirchengemeinden und das ehrenamtliche Engagement unter den Zusammenlegungen leiden. Viele Fragen seien bislang nicht geklärt. In einem Schreiben an die 169 Pfarreiengemeinschaften der 34 Dekanate werden die Gründe für die Ablehnung der Reform genannt: „Die Zweckbindung des in den Kirchengemeinden über Jahrhunderte eventuell erworbenen Vermögens (auch Stiftungen) könne nach Übergang in die Großpfarrei nicht mehr kontrolliert werden. Dies käme einer faktischen Enteignung gleich.“ Außerdem sei zu befürchten, „dass sich in den Räten die Anzahl von engagierten Ehrenamtlichen drastisch reduzieren wird. Die dann von bezahlten Kräften zu leistenden Aufgaben führten zu extremer Verteuerung oder würden eventuell gar nicht mehr erledigt.“ Auch die anderen Argumente der Interessengemeinschaft kommen uns bekannt vor: „Die überwiegende Anzahl der Gläubigen, so hört man aus vielen Pfarreien, ist der Auffassung, dass sich die Amtskirche immer mehr von diesen zurückzieht. Mit den Großpfarreien werde zwar ein Verwaltungsapparat aufgebaut, der sicher zu erhöhten Kosten und Bürokratie führen wird, von konkreten Vorschlägen, die eine Verbesserung der Seelsorge und Betreuung durch Personal der Amtskirche vorsehen, höre und sehe man jedoch bisher nicht viel Konkretes.“


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