Berichte zur Demo in Düsseldorf Immerhin: Auch auf ekir.de wird von den Rommerskirchenern berichtet

Am 25. Juni demonstrierte eine 60-köpfige Delegation aus Rommerskirchen gegen die Verwaltungsstrukturreform. Wir dokumentieren an dieser Stelle das Echo in der Presse …

In der Neuß-Grevenbroicher Zeitung heißt es unter der Überschrift „Etappensieg im Kampf um die eigene Gemeinde“ u.a.:

Aufsehen war beabsichtigt: Dass die evangelische Kirchengemeinde gestern eine Petition im Landeskirchenamt abgeben wolle, hatte Pfarrer Thomas Spitzer dort angekündigt. Spitzer tat dies nicht allein, er wurde von mehr als 60 Gemeindemitgliedern unterstützt, was an der Hans-Böckler-Straße in Düsseldorf zunächst doch für kurze Fassungslosigkeit sorgte.

Allenfalls eine Handvoll der in Düsseldorf protestierenden Protestanten hatte vorher schon mal an einer Demo teilgenommen. „Großartig, dass sie das so machen“, befand Weusmann. Er bekräftigte, dass seine Äußerungen „die Zusage für einen Dialog“ seien. Das umstrittene Gesetz sehe „zahlreiche Ausnahmen vor“. Was aber nicht zwingend heiße, dass die auch gemacht würden. Dennoch zeigte sich Pfarrer Spitzer ebenso erfreut wie erleichtert. „Es war ein Etappensieg. Mehr war heute nicht zu erreichen“, sagte er. Sein katholischer Kollege, Dechant Monsignore Franz Josef Freericks, war aus ökumenischer Verbundenheit mitgefahren. „Die Strukturen der evangelischen Gemeinde sind für uns hilfreich und deckungsgleich mit unserem Seelsorgebereich“, betonte Freericks.

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Auch auf ekir.de gibt es ein paar Zeilen zu lesen. Dort heißt es unter dem Titel „Gemeinde kämpft um ihre Verwaltung“:

Im Gespräch erinnerte Vizepräsident Dr. Johann Weusmann daran, dass die rheinische Kirche sowohl presbyterial als auch synodal organisiert ist. Beide Prinzipien seien wichtig: die Gemeinde und die Gemeinschaft der Gemeinden. Sie gelten auch für die neue Verwaltungsstruktur.

Am 9. Dezember ist der Präses zusammen mit dem Superintendenten des Kirchenkreises in Rommerskirchen zum Gespräch mit dem Presbyterium.

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Ein Beitrag
  1. Respekt für Rommerskirchen!
    „Indifferenz“ ist mittlerweile zum zentralen Begriff geworden, um das Verhältnis der Menschen zur Kirche zu beschreiben. Da gelingt es einer Kirchengemeinde, mit über 60 Gemeindegliedern ihre Anliegen in der Düsseldorfer Zentrale unüberhörbar vorzubringen. Eine kluge Kirchenleitung sollte diese positive Energie nutzen.
    Im Übrigen: Mit der Verwaltungsstrukturreform muss zwingend flexibel umgegangen werden. Im EKiR-Bericht über die Rommerskirchener Aktion wird dargelegt, dass die „Verschlankung“ der Verwaltung, also die Reduzierung von Verwaltungskosten, Ziel sein soll. Faktisch ist das Gegenteil der Fall. Das einzige, was in der EKiR im Moment wächst, sind die Kosten für Organisation und Verwaltung – zu Lasten anderer Arbeitsfelder wie z.B. der Jugendarbeit. Hier ist ein Umsteuern dringend erforderlich: mehr Flexibilität gerade im Umgang mit den sog. „Pflichtaufgaben“, ernsthafte Überlegungen, wie Verwaltungskosten reduziert werden können sowie die entschlossene Umsetzung des Subsidiaritätsprinzips.

    In einem leider immer noch aktuellen Beitrag vom Frühjahr 2013 hatte ich auf Mängel u.a. bei der Verwaltungsstrukturreform hingewiesen: http://www.zwischenrufe-diskussion.de/pages/ekir/verwaltungsstrukturreform-und-nkf.php. Leider ist kaum etwas geschehen, um den hier angedeuteten Fehlentwicklungen entgegenzutreten.

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