Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit wächst Bernd Wildermuth fasst die Ergebnisse der Studie "Statistik 2013" der Landeskirchen Baden und Württemberg zusammen

Auf der letzten Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde das größte Sparpaket bei der Bildungs- und Jugendarbeit geschnürt. Allein der Etat für die Jugendarbeit wird um 420.000 € gekürzt, die Zuschüsse für die Arbeit an und im Verbund mit den Schulen gar um 4,5 Mio €. Die konkrete Umsetzung der Sparbeschlüsse ist in Arbeit und manch einer wird sich wohl noch die Augen reiben, welche Arbeitsfelder in Zukunft wegfallen oder erheblich zurückgefahren werden. Dabei hat eine nun veröffentlichte Umfrage ergeben, dass gerade in diesen beiden Bereichen in Zukunft ein größeres Engagement der Kirche notwendig wäre.

Fazit von Bernd Wildermuth:

Kinder und Jugendliche finden, anders als in früheren Jahrzehnten, Sozialkontakte in der Freizeit häufig nicht mehr in der Familie. Andere Kinder müssen »organisiert« werden. Der Familie wächst diese administrative Aufgabe zu und das »Taxi Mama« ist dafür zum Synonym geworden. Ebenfalls damit verbunden ist eine ungeheure Aufwertung jedes einzelnen Kindes. Für den Soziologen Karl Otto Hondrich ist das ein globaler Prozess: »Immer und überall setzt sich das Kulturmuster der Familie mit wenigen aber hochgradig wertgeschätzten Kindern durch. Nirgends verläuft die Entwicklung andersherum.«.

Es mag im ersten Moment paradox klingen, aber durch den Geburtenrückgang wird die Bedeutung der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit zunehmen, insbesondere im Kinderbereich. Weil die Zahl der Gleichaltrigen und die Zahl der Geschwister abnehmen, wächst die Bedeutung der Jugendarbeit als eine Vergemeinschaftungsform, in der soziale Beziehungen in der Kinder- bzw. Jugendgruppe gelebt und ausprobiert werden können.

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