Entfremdet?! Erschienen in "Die mündige Gemeinde - eine protestantische Zeitung", Ausgabe Judika 2017, S. 8f.

Seit geraumer Zeit erklingen vermehrt Misstöne zwischen Kirchenleitungen der zweiten und dritten Ebene (Kirchenkreise/Dekanate und Landeskirchen) und der (Gemeinde-)Basis. Bis zum Jahre 2006, der Veröffentlichung des Impulspapiers „Kirche der Freiheit“, lebte man mehr oder weniger nebeneinander her. Nur in brisanten Fällen drangen Superintendenten und Dekane, Oberkirchenräte und Ephoren zu den Niederungen des Kirchengemeindelebens hinab, um sich in ihre Belange einzumischen. Das hatte zum einen sicher damit zu tun, dass die persönliche Nähe zur eigenen Kirchengemeinde manchen Funktionär erdete, zum anderen waren die Möglichkeiten der Einflussnahme noch recht beschränkt. Artikel lesen

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Strukturreform: Verwirrung in Sachsen Beschlüsse der Synode in der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens werden unterschiedlich interpretiert

„Es ist derzeit leider keine Bewertung des Ergebnisses der Synode möglich.“ Dieses Fazit wird aktuell von den Initiatoren der Kundgebung „Zurück auf Los: Strukturreform der sächsischen Kirchenleitung stoppen, neu anfangen“ gezogen, bei der mehr als 500 Protestanten für eine Beteiligung der Basis an der Gestaltung der Strukturreformen in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens während der Tagung der Synode in Dresden demonstrierten. Zunächst hieß es, dass die Synode einem Antrag im Sinne einer entsprechenden Petition, die über 6.000 Unterschriften sammeln konnte, verabschiedet hat. Doch die Kirchenleitung scheint die Ergebnisse anders zu interpretieren als so mancher Synodaler. So heißt es auf der Website „Kirche mit Hoffnung in Sachsen“, die über die Initiative und Synode berichtet: „Leider ist es nach Verabschiedung des Beschlussantrags zu Unklarheiten zur Wirksamkeit der Abstimmung sowie zu weiteren Anträgen gekommen, welche die Wirkung des Beschlusses beeinträchtigen.“ Artikel lesen

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