Kirchensteuerhoheit ade! Baucks: Kirchensteuerhoheit der Gemeinden nicht konstitutives Element der presbyterial-synodalen Ordnung

Zuerst die Verwaltung, jetzt das Geld: In nicht allzu ferner Zukunft soll den Kirchengemeinden die Kirchensteuerhoheit genommen und auf die Kirchenkreisebene verlagert werden. Anders ist jedenfalls eine Passage im diesjährigen Finanzbericht von Oberkirchenrat Bernd Baucks nicht zu verstehen. Dort heißt es: „Die Erwartung ist, dass in nicht allzu ferner Zukunft die Kirchensteuerzahlungen nicht mehr gemeindebezogen, sondern landeskirchenbezogen über den sogenannten Trennscharfen Religionsmerker erfasst werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dazu kommt, wird als hoch eingeschätzt. Damit wäre die jetzt geltende Kirchensteuerhoheit der Gemeinden nicht aufrechtzuerhalten.“ Und wenige Zeilen darunter: „Durch das Umverteilungssystem entspricht bereits die derzeitige Methode der Kirchensteuerverteilung eher einem Prinzip der Kirchenkreissteuer als dem der Kirchengemeindesteuer. Es hat also bereits jetzt relativ wenig Sinn, die Kirchensteuerhoheit der Gemeinden als konstitutives Merkmal der presbyterial-synodalen Ordnung besonders hervorzuheben. Sie ist es schon jetzt nicht.“ (→ Finanzbericht 2016) Artikel lesen

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EKMD: Entrechtung der Gemeinden Der Vorsitzende des Pfarrvereins Thüringen blickt kritisch auf den Zustand seiner Landeskirche

In seinem Jahresbericht nimmt Martin Michaelis, Vorsitzender des Thüringer Pfarrvereins, deutlich Stellung: „Mit Sorge sehen wir die Entscheidung, die Seelenzahl pro Pfarrstelle demnächst heraufzusetzen. Das wird die Stellenstreichungen beschleunigen, was zu noch unübersichtlicheren Pfarrstellengrößen führen wird. Jeder Stellenwechsel birgt inzwischen das Risiko, dass die verlassene Stelle dann zuerst den Kürzungen zum Opfer fällt. “ Artikel lesen

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EKiR: Im Griff der Verwaltungshierarchie Manfred Alberti zieht ein ernüchterndes Fazit zur Verwaltungsstrukturreform

Angesichts mancher Entscheidung der Kirchenleitung, die mit den Unterlagen zur diesjährigen Landessynode veröffentlicht wurden, zieht Pfarrer i.R. Manfred Alberti auf wort-meldungen.de ein ernüchterndes Fazit bzgl. der Verwaltungsstrukturreform: „»Zu spät! – Die Macht der Verwaltungsleiter ist gesetzlich zementiert! – Da brauchen wir gar nicht mehr darüber zu reden! – Ihre Anträge sind damit erledigt!« So lautet – mit meinen Worten zusammengefasst – die klare Antwort der Kirchenleitung der EKiR auf mehrere Anträge von Kreissynoden für die Landessynode vom 10. bis 16. Januar 2016, die gerne in dem Verwaltungsstrukturgesetz einzelne Verantwortlichkeiten wieder in die Presbyterien oder die Kreissynodalvorstände zurückgeholt hätten (Fundweg: www.ekir.de/ueberuns/Landeskirche/Landessynode/Landessynode 2016/Dokumente/Drucksachen/DS 1 I 1 S. 3ff). Artikel lesen

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Landessynode 2016: Was steht an? Ein Blick auf die Themen und Beschlussvorlagen der rheinischen Landessynode in Bad Neuenahr vom 10. - 15. Januar 2016

Vom 10. bis 15. Januar 2016 tagt wieder die Landessynode der EKiR in Bad Neuenahr. Die Unterlagen sind inzwischen auch online zugänglich. Eine Durchsicht bringt an manchen Stellen interessante Details zutage. So sollen in Zukunft „Ehrenamtliche“ die Verwaltung entlasten, NKF steckt immer noch in Schwierigkeiten und sie Landeskirche definiert sich auch in der Pfarrstellenbesetzung weiterhin als Steuerungs- und Kontrollinstanz, u.a. auch weil sie den Presbyterien die Kompetenz zur richtigen Wahl ihrer PfarrerInnen abspricht. Im folgenden dokumentieren wir einzelne Beschlussvorlagen und Themen in Auszügen. Artikel lesen

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Gemeinde geht vor!Ort … Ein erster Blick in die ausführliche Auswertung der fünften Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung der EKD

2016 könnte das Jahr der Ortsgemeinden werden. Jedenfalls dann, wenn sich die Landeskirchen mit ihren Synoden und in ihren Entscheidungen an den Ergebnissen der fünften Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung der EKD orientierten. Dies würde jedoch in manchen Bereichen einen radikalen Gesinnungswandel und den Willen zu Korrekturen voraussetzen. Denn der vor einigen Wochen im Gütersloher Verlagshaus erschienene, fast 550 Seiten starke offizielle Auswertungsband lässt schon bei einer ersten Durchsicht keine Zweifel daran, wo die größte Bindungskraft und Stärken der evangelischen Kirche liegen: in den parochial organisierten Ortsgemeinden! Artikel lesen

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