Das Erzwingen wird nichts bringen! Ev. Kgm. Rommerskirchen demonstrierte im Landeskirchenamt gegen die Zwangszentralisierung ihrer Verwaltung

60 Vertreter aus der Ev. Kirchengemeinde Rommerskirchen übergaben im Landeskirchenamt in Düsseldorf am Vormittag des 25. Juni ihre Petition gegen die Zwangszentralisierung ihrer Verwaltung. Mit Transparenten („Kleine Gemeindeschiffe entern bringt die Flotte bald zu Kentern“) und Sprechchören („Das Erzwingen wird nichts bringen!“) brachten sie ihren Unmut über die Verwaltungsstrukturreform und ihre Folgen lautstark zum Ausdruck. Dr. Johan Weusmann nahm die 1200 Unterschriften für die Kirchenleitung entgegen.

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Zunächst hatte man die Protestanten jedoch in der Vorhalle des Landeskirchenamtes warten lassen – und das, obwohl die Kirchenleitung im Vorfeld schriftlich von der geplanten Übergabe informiert worden war. Dr. Weusmann wusste von der Aktion jedenfalls nach eigenen Angaben nichts. So nahm er, das Engagement der Gemeinde anerkennend, die Petition entgegen mit dem Versprechen, dass der Präses die Einladung der Kirchengemeinde nach Rommerskirchen noch in diesem Jahr annehmen und in einen Dialog treten werde. Erzwungen werden soll natürlich nichts, allerdings wäre die Verwaltungsstrukturreform auf der Synode beschlossen worden und müsse damit umgesetzt werden.

Andreas Reinhold vom KirchenBunt im Rheinland überbrachte solidarische Grüße des Vereins an die Rommerskirchener und betonte noch einmal gegenüber der Kirchenleitung, dass mit dem Umsetzen der Beschlüsse nicht nach dem Rasenmäherprinzip verfahren werden dürfe, sondern dort, wo eine Kirchengemeinde verantwortungsvoll ihre Verwaltung selbst bewerkstelligen wolle, Ausnahmen möglich sein müssen. Schließlich sei das Selbstverwaltungsrecht in der Kirchenordnung verankert. Ohne Rücksicht auf die Gegebenheiten vor Ort würde gerade das geschwächt, was die Kirche in schwierigen Zeiten noch stark mache: ihre Basis.

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Mit der Hoffnung, dass ihre Anliegen im Landeskirchenamt ernst genommen werden und dem Versprechen, in nächster Zeit mit Vertretern der Kirchenleitung in einen Dialog treten zu können, traten die Rommerskirchener ihre Heimreise an. Nicht ohne den Düsseldorfern zum Abschied noch ein „Wir lassen uns nicht unterkriegen!“ mitzugeben.

 

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Vorsicht! Satire: Kirche der Zukunft Ein nicht ganz so ernst gemeinter Blick ins Jahr 2035

Die rheinische Landeskirche hat einen Weg eingeschlagen, auf dem zur Bewältigung der erwarteten Finanz- und Mitgliederkrise massive Einsparungen in den Gemeinden und allen anderen kirchlichen Handlungsfeldern vorgenommen werden. Nur im Bereich von Verwaltung und Finanzorganisation wird massiv investiert. Wie kann das sein, dass die Reduzierung des Kerngeschäfts zur Ausweitung der nachgeordneten Dienste führt? Und wohin soll das führen? Vielleicht in diese Zukunft?: Artikel lesen

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Kirchengemeinden haben viel Potenzial Auffallend groß ist die Distanz zu übergeordneten kirchlichen Ebenen

„Kirchengemeinden seien nicht nur die Basis der Kirche, sondern hätten auch eine wichtige soziale Funktion im Gemeinwesen, folgert Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), aus einer repräsentativen Studie zu den evangelischen Kirchengemeinden, die in Hannover veröffentlicht wurde.“ Artikel lesen

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Selbstbewusst vorhandene Rechte konsequent wahrnehmen Ein Statement von Propst emeritus Manfred Kamper (Nordkirche) zur Situation der Kirchengemeinden

Am 29. Mai 2015 tagte die Mitgliederversammlung des Gemeindebundes der Nordkirche, „Gemeinde im Aufwind“. Neben vielen aufschlussreichen Information zur aktuellen Lage der Kirchengemeinden im Zusammenhang mit den Regionalisierungsprozessen, dokumentieren wir einen u.E. auch für die rheinischen Gemeinden beachtenswerten Vortrag von Probst emeritus Manfred Kamper. Artikel lesen

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ELKB: andere Landeskirche – gleiche Probleme Der Bericht der 1. Vorsitzenden des Pfarrvereins Bayern spiegelt die Fragen und Probleme auch unserer Landeskirche

Keine Frage: Die Bayerische Landeskirche ist anders strukturiert als die EKiR, sie besitzt einen anderen Aufbau, sie hat einen anderen konfessionellen Hintergrund. Und dennoch lassen sich weite Passagen des Berichts der 1. Vorsitzenden des dortigen Pfarrvereins, Corinna Hektor, nahezu eins zu eins auf die Situation im Rheinland übertragen. Wir dokumentieren Äußerungen zu den Themen Verwaltungsreform, Finanzen/Doppik und SAP/IT. Artikel lesen

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Petition gegen die Verwaltungsstrukturreform Evangelische Kirchengemeinde Rommerskirchen sammelt über 1100 Unterschriften

Die Evangelische Kirchengemeinde Rommerskirchen übergibt am 25. Juni 2015 um 11.00 Uhr in Düsseldorf ihre Petition gegen die Verwaltungsstrukturreform mit über 1100 Unterschriften an die Landeskirche in Düsseldorf. Zahlreiche Gemeindeglieder werden mit einem Bus zum Landeskirchenamt fahren. KirchenBunt dokumentiert die Petition nebst Begründung und wird über die Übergabe berichten. Artikel lesen

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Den Reformprozessen fehlt es an gesundem Menschenverstand Prof. Gerhard Wegner von der Uni Marburg und Redakteur Rheinhard Bingener von der FAZ zu den Ergebnissen der KMU V.

Der Kirchentag ist vorbei. Und? Sind wir, was unsere Kirche betrifft, nun klug geworden? Oder zumindest etwas schlauer als vorher? Wer in Stuttgart dabei war, konnte – wie auf den vergangenen Kirchentagen zuvor – wieder einmal feststellen, dass Kirche von der Basis her lebt und in die Welt hinein wirkt: bunt, vielfältig, überzeugend, menschennah, spannend, phantasievoll – so geht Kirche! Natürlich braucht es die Organisation, die Logistik im Hintergrund, die Raum für die Entfaltung der Menschen schafft. Aber das Herz der Kirche ist eben nicht die Verwaltung, wie es jüngst eine Superintendentin in ihrer Predigt formulierte. Das Herz der Kirche ist der Glaube, für den die Menschen vor Ort und gegenüber der Welt mit ihren Worten und Taten einstehen und werben – je konkreter desto besser.  Artikel lesen

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Siegfried Eckert in Oberhausen Reformationsjubiläum 2017: Was wird aus der Evangelischen Kirche?

Am Montag, den 22. Juni, ist Siegfried Eckert zu Gast im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, dem fünften Bezirk der Ev. Kgm. Holten-Sterkrade in Oberhausen. Eckert, Pfarrer in Bonn und Autor des Buches „2017 – Reformation statt Reförmchen“, wirft einen heiter-kritischen Blick auf die Veränderungen, die insbesondere mit dem Impulspapier „Kirche der Freiheit“ aus dem Jahre 2006 innerhalb der EKD stattgefunden haben. Ihm ist es bei all den Herausforderungen, denen sich die Gemeinden zu stellen haben, wichtig, Kirche vor Ort und nah bei den Menschen zu bewahren. Artikel lesen

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