Nordkirche: Nur 25% der Einnahmen kommen bei den Gemeinden an Aufregung auf dem Land: Pfarrstellen sollen wegfallen.

Auch in der Nordkirche werden Umbaumaßnahmen an den Bedürfnissen der Gemeinden vorbei durchgesetzt. „»Die Kirche gibt die ländliche Region auf.« Mit diesen drastischen Worten kritisiert Pastor Philipp Kurowski aus Großsolt-Kleinsolt die avisierte Strukturreform. Er erhofft sich eine öffentliche Diskussion über das Konzept mit dem Ziel, den Landgemeinden ein Überleben zu ermöglichen. »Ich habe das Gefühl, dass wir nicht gehört werden«, sagt allerdings Birte Munnecke, Kirchengemeinderätin der Gemeinde Thumby-Struxdorf. Es komme ihr so vor, als seien die ‚Gemeindlichen Handlungsräume‘ schon längst entschieden.“

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SOS Pfarrdienst! Ein Umsteuern ist dringend erforderlich

Man muss Alarm schlagen. Vor allem in den strukturschwachen Peripherieregionen der evangelischen Kirche im Rheinland ist die Grundversorgung pastoraler Dienste nicht mehr gesichert. Immer häufiger treten Situationen auf, in denen Menschen händeringend nach einem Pfarrer oder einer Pfarrerin suchen, weil eine Beerdigung, ein Hochzeitsjubiläum oder eine Trauung ansteht. In den ländlichen Kirchenkreisen treten zum Teil erhebliche Lücken bei der Notfallseelsorge auf. Die Demographie schlägt hier voll zu. Pfarrerinnen und Pfarrer werden immer weniger und immer älter. Verbindet sich dieser Tatbestand mit einem repressiven, wenig einfühlsamen Leitungsstil auf Kirchenkreisebene, steigt der Krankenstand. Kolleginnen und Kollegen gehen aus Gesundheitsgründen vorzeitig in Pension, die Belastung für die verbliebenen wächst. Diese Situation ist für unsere Kirche brandgefährlich. Wenn Menschen in Krisensituationen nicht mehr zeitnah einen Seelsorger oder eine Seelsorgerin finden, baut sich Frust auf, der den Mitgliederverlust beschleunigen dürfte. Artikel lesen

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