Unüberschaubar und menschenfern Pfarrerinnen und Pfarrer kritisieren Strukturreformen

„Gut 60 Theologinnen und Theologen, von der Küste bis zum Alpenrand, tauschen ihre Erfahrungen aus und schildern ihre Gefühlslage. Die ist – wenig überraschend – überall recht ähnlich: Meist handele es sich bei den Strukturreformen um unüberschaubare Prozesse, von außen verordnet. Manche Gemeinde würde regelrecht vernichtet, die Kirche entferne sich von den Menschen. So der vorherrschende Tenor in Worms.“ Artikel lesen

Download PDF

2017: Reformation statt Reförmchen kirchenbunt.de präsentiert exklusiv eine Leseprobe aus dem neuen Buch von Siegfried Eckert.

Reformation_statt_RefoermchenDas Jahr 2006 markiert einen Wendepunkt nicht nur in der Evangelischen Kirche im Rheinland, denn mit der Veröffentlichung des Impulspapiers „Kirche der Freiheit“ und der Verabschiedung des „erweiterten Solidarpaktes“ zog ein am Kapital orientiertes, marketing-strategisches Denken in die Gemäuer der Landeskirchenämter ein. Fast zehn Jahre später und drei Jahre vor dem Reformationsjubiläum wirft der Bonner Pfarrer Siegfried Eckert einen kritischen Blick auf den inzwischen zurückgelegten Weg, der gepflastert ist mit Reformprozessen und Umstrukturierungsmaßnahmen, die seiner Ansicht nach die evangelische Kirche an den Rand des Burn-outs getrieben haben. Artikel lesen

Download PDF

Verwaltung ist teurer geworden Verwaltungsleiter und Superintendenten sehen Verbesserungsbedarf

„Welche Schwierigkeiten sich bei der Umsetzung der Reform bisher ergeben haben, wollte die Kirchenleitung von Verwaltungsleitungen, Superintendentinnen und Superintendenten wissen und lud sie nach Wuppertal zu einer Anhörung ein. Rund sechzig waren gekommen, um mit der Kirchenleitung zu diskutieren. Die hörte nicht nur aufmerksam zu, sondern versprach auch, bei „Fehlern im Detail“ nachzusteuern.“ Artikel lesen

Download PDF

Richtungslos durch die Nacht Kommentar zum neuen Sparpaket der EKiR

Wohin steuert die Ev. Kirche im Rheinland? In seinem Blog benennt der Präses der Ev. Kirche im Rheinland aus seiner Sicht die Herausforderung: „Die fünfte Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung  der EKD zeigt allzu deutlich, dass bei evangelischen Kirchenmitgliedern in der Gesamtheit die Verbundenheit mit der Kirche und die religiöse Sprachfähigkeit kontinuierlich abnehmen. Ein zentraler Grund hierfür liegt in der abnehmenden Breitenwirkung der religiösen Sozialisation, je jünger die Befragten sind, umso seltener geben sie an, religiös erzogen worden zu sein, so die Untersuchung.“ Dieser Analyse müsste eigentlich die Ankündigung folgen, die kirchliche Bildungsarbeit zu verstärken. Schaut man sich die von der Kirchenleitung vorgelegte Streichliste an, so ist genau das Gegenteil der Fall: Allein bei den Schulen in kirchlicher Trägerschaft sollen 4,5 Mio. € eingespart werden. Sogar die Kirchliche Hochschule in Wuppertal steht auf dem Prüfstand. Hier will man 1 Mio. € einsparen. Sollte dies in den Verhandlungen mit den anderen Trägern, der westfälischen und der lippischen Landeskirche nicht gelingen, will man sich aus der Trägerschaft zurückziehen. Dies dürfte dann wohl das Aus für die Kirchliche Hochschule bedeuten. Das „Haus der Begegnung“ in Bonn soll aufgegeben werden, womit man eine weitere Mio. einsparen will. Dies betrifft die Arbeit der Akademie und des PTI. Von den 12,3 Mio. € die eingespart werden sollen, entfallen mit 6,5 Mio. € mehr als die Hälfte auf die kirchliche Bildungsarbeit im engeren Sinne. Philipp Melanchthon dürfte in seinem Grabe rotieren. Artikel lesen

Download PDF

idea berichtet über KirchenBunt Neues Netzwerk kritisiert Landeskirche

Erst Chrismon, jetzt idea – die evangelische Nachrichtenagentur stellt unsere Initiative in einem eigenen Artikel vor.

Die Gründer befürchten, dass die presbyterial-synodale Ordnung der Landeskirche ausgehöhlt und den Gemeinden immer mehr Gestaltungskompetenz entzogen wird. Sie kritisieren, dass das Landeskirchenamt und die Landessynode auf der einen Seite drastisch sparen. So soll der landeskirchliche Haushalt 2018 im Vergleich zu 2012 um 35 Prozent (20 Millionen Euro) sinken. Aber auf der anderen Seiten hätten die Leitungsgremien eine kostenintensive Verwaltungsstrukturreform und die Umstellung des Finanzsystems auf das „Neue Kirchliche Finanzwesen“ (NKF) durchgesetzt, so die Initiative.

Artikel lesen

Download PDF

Un-Kultur der kirchlichen Beliebigkeit Eingabe an die Landessynode der Badischen Kirche übt scharfe Kritik an EKD

20 Erstunterzeichner haben in einer Eingabe an die Landessynode appelliert, den Stil der EKD-Fürhung kritisch zu begleiten. Im Anschreiben heißt es:

Wir – Mitglieder der badischen Landeskirche – haben den Weg unserer Kirche nicht nur mit wachen Augen begleitet, sondern uns über den eigenen Dienstbereich hinaus auch in Leitungsaufgaben unserer Kirche über viele Jahre unserer Lebenszeit hinweg engagiert. Nun allerdings sind wir besorgt über den hohen Vertrauensverlust der gegenwärtigen EKD-Führung in der Öffentlichkeit und in unseren Gemeinden. Darum halten wir es für dringend geboten, dass die neue Landessynode mit aller Energie eine deutliche Verbes- serung bewirkt, was den Stil im Zusammenwirken zwischen EKD und Landeskirchen sowie Kirchengemeinden angeht. ›Stil‹ ist eben – zumal in der Kirche – nicht nur etwas Äußerliches, sondern signalisiert im Umgang auch Inhalte. Unbestreitbar hat sich die Vorgehensweise der EKD-Führung zunehmend dahingehend verändert, dass grund- legende Wahrheiten unserer Kirche unklar geworden sind und in Frage gestellt oder gar in Abrede gestellt wurden.

Artikel lesen

Download PDF

Das Schattenregiment der EKHN Der erweiterte Solidarpakt stellt die Synode ins Abseits

Auch in der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau werden nach Bekanntwerden des „erweiterten Solidarpakts“ nun kritische Fragen laut. In einem Beitrag auf wort-meldungen.de heißt es:

Offenbar hat die EKD in der Personalplanung Vorgaben gemacht, die nun auch in der EKHN umgesetzt werden, obwohl sie mit den finanziellen Bedingungen dieser Kirche und den synodalen Beschlusslagen nicht übereinstimmen.

Genau hier stellen sich gewichtige Fragen:

Wer war befugt, solche weitreichenden Verabredungen zu treffen? Wer wurde darüber in der Kirchenleitung und in der Kirchenverwaltung informiert?

Wie begründen die Verantwortlichen ihre Handlungen?

Wie geht die Synode mit diesem Vorgang um?

Artikel lesen

Download PDF

KirchenBunt lädt zu einem ersten Treffen ein Am 26. Oktober wird es ein erstes informelles Forum in Oberhausen geben

Im Vorfeld abzusehender intensivierter landeskirchlicher Sparkurse und der Zuführung weiterer finanzieller Mittel in die Versorgungssicherung laden wir zu einem ersten informellen Treffen unserer Initiative am Sonntag, den 26. Oktober 2014, um 17.00 Uhr ins Gemeindezentrum Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Mozartstraße 10, 46145 Oberhausen ein. Artikel lesen

Download PDF

Die EKiR – ein Tochterunternehmen der EKD? Der Sparkurs der rheinischen Kirche und der "erweiterte Solidarpakt"

Haben Sie schon mal was von einem „erweiterten Solidarpakt“ gehört? Nein? Dann sind Sie in guter Gesellschaft. Landessynodalen, Superintendenten, Vorsitzenden von Pfarrvereinen oder MAV-Vertretern oder sogar langjährigen Mitgliedern von Kirchenleitungen soll es ähnlich gehen. Der „erweiterte Solidarpakt“ wurde im März 2006 von der Kirchenkonferenz der EKD beschlossenen. Durch ihn übt die EKD massiven Einfluss auf die Finanz- und Personalplanung ihrer Gliedkirchen aus. Er dürfte die eigentliche Begründung für den verschärften Sparkurs der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) sein. Die zweitgrößte Landeskirche in Deutschland folgt in blindem Gehorsam EKD-Vorgaben, die den meisten Mitgliedern ihre Landessynode unbekannt sind. Artikel lesen

Download PDF