Eine vergiftete Atmosphäre? Kritische Stimmen zu den Reformprozessen innerhalb der EKiR sind scheinbar unerwünscht.

Seit wir Anfang Juni an die Öffentlichkeit gegangen sind, bekommen wir immer wieder Zuschriften von Pfarrer/innen, Presbyter/innen und kirchlichen Mitarbeiter/innen, die sich zwar positiv zu den Zielen dieser Initiative äußern, sich aber vorerst nicht aktiv beteiligen wollen. Und das hat nicht nur damit zu tun, dass man für ein über den üblichen Dienst gehendes Engagement keine Kapazitäten mehr frei hat. Denn es mehren sich die Rückmeldungen, die einen Grund nennen, der mich sehr nachdenklich stimmt und dem bisher kaum öffentliche Beachtung geschenkt wurde: Kritische Stimmen zu den Reformprozessen sind – nicht nur innerhalb der EKiR – scheinbar unerwünscht. Artikel lesen

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KirchenBunt im WDR

Voraussichtlich am 27. Juli wird es einen ca. fünfminütigen Beitrag in der Sendung „Diesseits von Eden“ geben, in dem auch KirchenBunt zu Wort kommt. Das Thema verspricht einen interessanten Einblick in die Finanzpolitik unserer Kirche: „Ein Pakt, den keiner kennt. Wie die EKD-Ebene in die Finanzplanung der Landeskirchen reinregiert.“ Das Magazin, das sonntags von 9.20 Uhr bis 10.00 Uhr im WDR 5 ausgestrahlt wird, bietet Reportagen, Berichte, Kommentare und Interviews zu gesellschafts- und kirchenpolitischen Themen. Wer die Ausstrahlung verpasst, kann die Sendung im Anschluss in der Mediathek des WDR oder per PodCast nachhören.

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Dekanat auf Abwegen?!

Der fragwürdige Reformprozess in der Evangelischen Kirche im Rheinland ist kein Einzelfall. Auch in anderen Landeskirchen gärt es, weil sich in den Gemeinden immer mehr der Eindruck festigt, dass über ihre Leitungen hinweg Entscheidungen getroffen werden, die sie nicht mittragen wollen. Jüngstes Beispiel ist die Synode des Evangelischen Dekanats Alsfeld in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Das sollte in absehbarer Zeit mit dem benachbarten Dekanat Vogelsberg fusionieren. Doch die Synodalen haben dem nun widersprochen und wollen ihre Interessen nötigenfalls mit einer Klage vor dem Kirchlichen Verfassungs- und Verwaltungsgericht durchsetzen. Artikel lesen

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Rückzug von der Bühne

Hans-Jürgen Volk kommentiert das vorzeitige Ausscheiden von Nikolaus Schneider als Ratsvorsitzender der EKD:

Nikolaus Schneider möchte sich zurückziehen von seinem Amt als Ratsvorsitzender der EKD. Die Gründe hierfür sind nachvollziehbar und haben Respekt verdient: Ausschlaggebend ist die plötzlich diagnostizierte Krebserkrankung seiner Frau. Joachim Frank hat in seinem einfühlsamen Beitrag „Rücktritt eines Brückenbauers“ Worte gefunden, die der Person gerecht werden. Seine Kommentierung ist jedoch ergänzungsbedürftig, weil die Bilanz, die Schneider als prominente Persönlichkeit der EKD hinterlässt, keineswegs uneingeschränkt positiv ist. Dies ist normal und menschlich. Um unserer Kirche willen sollten die problematischen Aspekte von Schneiders Amtsführung nicht unerwähnt bleiben. Artikel lesen

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