Verwaltungsstrukturgesetz contra presbyterial-synodale Ordnung

Seit geraumer Zeit wird in unserer Evangelischen Kirche im Rheinland munter reformiert. Da wird die kameralistische Buchführung zugunsten der kaufmännischen Buchhaltung aufgegeben, Kompetenzen von Kirchengemeinden auf Kirchenkreis- und/oder Landeskirchenebene verlagert und die Verwaltung zentralisiert. Und das alles im Dienste der Sparsamkeit. Manches kann man nachvollziehen, anderes bleibt ein Mysterium. Und dann gibt es Reformen, bei denen man sich fragen muss, ob sie der rheinisch-protestantischen Kultur überhaupt noch entsprechen oder nicht vielmehr ein über Jahrhunderte gewachsenes und theologisch gut begründetes System auf den Kopf stellen und die basisorientierte Grundausrichtung unserer Kirche zugunsten einer hierarchisierten Struktur zerstören. Artikel lesen

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Flyer zum Download

Unser Flyer steht ab sofort zum Download bereit. Damit gibt es eine zusätzliche Möglichkeit, diese Initiative aktiv zu unterstützen. Der Flyer ist als 6-seitiger DIN-lang Wickelfalz hoch konzipiert und kann direkt als Vorlage für eine Druckerei verwendet werden. Damit ist eine dezentrale Verbreitungsmöglichkeit gegeben. Einfach die PDF-Datei herunterladen und an die örtliche oder eine Online-Druckerei senden. Auch kleinere Auflagen sind heutzutage gar nicht mehr so teuer.

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Moltmann für Stärkung der Autonomie von Gemeinden

Bei einem Studientag der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern beklagte Theologieprofessor Jürgen Moltmann (Tübingen) den Einzug ökonomistischen Denkens in die Kirche. Wer nur danach frage, wie Kirche effizienter gestaltet werden könne, der „entmündigt die aktiven Brüder und Schwestern in den Gemeinden“. Stattdessen müsse die Autonomie der Gemeinden gestärkt werden … Artikel lesen

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Drohung mit Zwangsmaßnahmen

Veranstaltung im Kirchenkreis Moers zur Verwaltungsstrukturreform
Der vor gut einem Jahr mit großen Hoffnungen neugewählten Kirchenleitung der Ev. Kirche im Rheinland fehlt offenbar der Wille und die Entschlossenheit, Fehlentwicklungen der Vergangenheit zu korrigieren. Eisern hält man an der Umsetzung so fragwürdiger Projekte wie dem neuen kirchlichen Finanzwesen (NKF) oder der Verwaltungsstrukturreform fest, obwohl die negativen Folgen für unsere Kirche immer deutlicher zu Tage treten. Bei einer Veranstaltung im Kirchenkreis Moers zur Verwaltungsstrukturreform vom 20. Mai 2014, die in Vorbereitung einer am darauffolgenden Wochenende stattfindenden Kreissynode durchgeführt wurde, standen plötzlich Drohungen im Raum, die jeden offenen Diskurs abwürgen. Landeskirchenrätin Antje Hieronimus bedrohte Leitungsgremien, die nicht an der Umsetzung der Verwaltungsstrukturreform mitarbeiten würden, mit dem Disziplinarrecht und deren Auflösung. Artikel lesen

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Ein Hauch von Barmen

Gottes Geist weht ja bekanntlich dort, wo er will. Und besonders wollend wehte er vor 80 Jahren in Barmen. Er hinterließ uns die Barmer Theologische Erklärung (BTE) – eine von 139 Kirchenvertretern aus 25 Landes- und Sozialkirchen formulierte, bemerkens- und bedenkenswerte Bekenntnisschrift, auf die in unserer Landeskirche sogar Pfarrerinnen und Pfarrer ordiniert werden. Es ist daher nur selbstverständlich, dass sich auch unsere Kirchenleitung ihrer angenommen und sogar ein Themenpaket herausgebracht hat (Download: Themenpaket BTE). Darin kommt – direkt nach unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel – denn auch sogleich unser Präses Manfred Rekowski – ebenfalls bemerkens- und bedenkenswert – zu Wort. Unter dem Titel: „Der christliche Glaube segnet nicht ab“ heißt es u.a.:

„Für die Kirche gilt: Sie hat die Botschaft vom menschenfreundlichen Gott allen Menschen mitzuteilen. Das bewahrt sie auch vor einer reinen Mitgliedschaftspflege. Außerdem beteiligt eine Kirche, die sich auf Barmen beruft, möglichst viele Menschen an den Entscheidungsprozessen. Natürlich können auch Leitungsgremien und Synoden irren, drohen wichtige Entscheidungen vertagt zu werden. Schließlich ist auch Kirche Teil der noch nicht erlösten Welt, wie es in der 5. These heißt. Dennoch: Dass wir als Beteiligungskirche unschlagbar sind, gilt es in der Kirche entdecken.“

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Lyrik für die Sonntagsreden

Zum 80. Jahrestag erfreut sich die dritte These, in der die Kirche vorgestellt wird als „die Gemeinde von Brüdern, in der Jesus Christus in Wort und Sakrament durch den Heiligen Geist als der Herr gegenwärtig handelt“, besonderer Aufmerksamkeit. Diese Gemeinde habe mit ihrem Glauben, ihrem Gehorsam, ihrer Botschaft und mit ihrer Ordnung mitten in der Welt der Sünde als Kirche der begnadigten Sünder zu bezeugen, dass „sie allein sein Eigentum ist“. Die Frage stellt sich, ob es irgendeinen Anhaltspunkt in den aktuellen Debatten für die Gültigkeit dieses Kirchenverständnisses gibt. Irgendwie erscheint diese These im Blick auf die gegenwärtige „Kirche im Reformstress“ (Isolde Karle) nur noch als theologische Lyrik für die Sonntagsreden.

Die gegenwärtige Richtung, so sagen die Kritiker, werde eher durch den Verwerfungssatz der dritten These beschrieben: „Wir verwerfen die falsche Lehre, als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen.“ Dahinter steht die Erkenntnis, dass die Kirche nicht nur durch ihre Botschaft, sondern auch durch ihre Ordnung das Evangelium Jesu Christi bezeugt. Für die Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus war das unmittelbar einleuchtend. Ein Pfarrer, der Teil des nationalsozialistischen Machtapparates ist, kann nicht glaubwürdig über die in Christus geschenkte Freiheit predigen. Artikel lesen

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